Dienstag, 15. Oktober 2019
Futura 2011: Das Wort zum Sonntag

Händler ja – Verkäufer nein

Hintergrund |Dominik Schebach | 19.09.2011 | |  
Rund 9.500 Besucher kamen dieses Jahr zur Futura nach Salzburg. Rund 9.500 Besucher kamen dieses Jahr zur Futura nach Salzburg.

Die Kürzung um die Futura um den Sonntag hat im Vorfeld der Messe einige Kontroversen ausgelöst. Nach dem zentralen Fachhandelsevent in Salzburg zeigen sich die Konsequenzen der Entscheidung: Während der Handel der Messe die Treue gehalten hat, blieben nach den ersten Einschätzungen von Messe und Aussteller viele Verkäufer sowie Besucher außerhalb des Kernsegments der Messe fern.

Abgesehen vom Neubau der nördlichen Messehallen hat sich die Futura 2011 weitgehend störungsfrei präsentiert. Dafür wurde über die Frage „Sonntag ja oder nein“ um so heftiger diskutiert. Laut dem Veranstalter Reed Messe Salzburg kamen dieses Jahr 9.473 Fachbesucher zur Futura. Was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von rund 600 Besucher darstellt. Damit konnte der fehlende Sonntag zumindest teilweise auf den anderen drei Tagen wieder hereingebracht werden.

Messe-CEO Johann Jungreithmair sieht die Diskussion pragmatisch: „Der Sonntag war ursprünglich vor allem für die Verkäufer gedacht, sodass sie in ihrer Freizeit ebenfalls die Messe besuchen konnten. Aber man muss Realist bleiben, der Sonntag war immer der schwächste Tag und der Aufwand war deswegen für viele Aussteller zu groß.“ Für die weitere Entwicklung wartet Jungreithmair die genauere Auswertung der Besucherzahlen sowie die Gespräche mit den Industrieverbänden ab.

Keine Straßenschlachten

Ihr Ziel, die Messe pünktlich erst um 18 Uhr – noch besser 18.30  Uhr – zu beenden, konnte der Veranstalter allerdings nicht erreichen. Es gab zwar eine feste Vereinbarung mit den Ausstellern, mit dem Abbau nicht vor Messeschluss zu beginnen, dennoch kam es bereits davor zu Absetzbewegungen in den Ausstellungshallen. „Im Endeffekt hängt das Standbesatzungen ab, ob der offizielle Messeschluss eingehalten wird. Denn Straßenschlachten können wir nicht gewinnen“, erklärte Messeleiter Thomas Jungreithmair dazu trocken.

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