Mittwoch, 29. Juni 2022
Foto-Konzern stellt Insolvenzantrag

Kodak knipst sich aus

Multimedia | Wolfgang Schalko | 19.01.2012 | |  

Der US-amerikanische Eastman Kodak Konzern schreibt seine Misserfolgs-Geschichte weiter fort: In den Hochzeiten der analogen Fotografie zurecht als „Gelber Riese" bezeichnet, war es der Konzern selbst, der durch die Erfindung der digitalen Fotografie am eigenen Grab zu schaufeln begann. Nachdem sich das Unternehmen in den letzten Jahren mehr schlecht als recht über Wasser halten konnte, wurde nun ein Verfahren nach dem US-Insolvenzrecht eingeleitet.

Das endgültige Aus bedeutet die Kodak-Insolvenz aber noch nicht. Denn der Konzern hat sich eine Finanzierung von rund 950 Mio Dollar durch die Großbank Citigroup gesichert, um die Geschäfte weiterführen zu können. Kodak-Chef Antonio Perez zeigte sich jedenfalls zuversichtlich, dass Kodak unter dem Schutz des Insolvenzverfahrens seinen Umbau erfolgreich abschließen könne – bis 2013.

Zuletzt versuchte Kodak, die zig-tausenden Patente, die im Zuge der digitalen Pionierarbeit angehäuft worden waren, zu Geld zu machen – erfolglos. Somit bleibt abzuwarten, ob die in den letzten Wochen eingereichten Patantklagen gegen Apple, Samsung, HTC und Fujifilm das letzte Aufbäumen in der 130-jährigen Firmengeschichte sind.

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