Samstag, 31. Oktober 2020
Thema Elektroschrott

e-waste-Konferenz

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 19.03.2012 | |  
Auf der internationalen „e-waste-Konferenz“ wurde ein Modell vorgestellt, das die Menge an Elektroschrott vorhersagt, die in den jeweiligen Ländern voraussichtlich anfallen wird. Auf der internationalen „e-waste-Konferenz“ wurde ein Modell vorgestellt, das die Menge an Elektroschrott vorhersagt, die in den jeweiligen Ländern voraussichtlich anfallen wird.

Die Zielvorgaben der EU zur Sammlung von Elektroschrott sind nur dann erreichbar wenn die Regierungen bereit sind, zusätzliche Maßnahmen durchzuführen. Bis 2021 sollen alle EU-Länder Elektroschrott in einer Menge einsammeln, die 65% des Durchschnittsgewichts aller Geräte und Lampen entspricht, die in den vorhergehenden drei Jahren pro Jahr verkauft wurden. Das ist eines der Ergebnisse der internationalen „e-waste-Konferenz“.

Die internationale „e-waste-Konferenz“ hat am 15. März 2012 in Amsterdam stattgefunden. Im Zuge dessen veröffentlichte die Universität der Vereinten Nationen die Ergebnisse eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts, das Herkunft und Ziele von Elektroschrott-Lieferungen in den Niederlanden erfasst. Auf Grundlage dieser Studie wurde ein einzigartiges Modell entwickelt, das die Menge an Elektroschrott vorhersagt, die in den jeweiligen Ländern voraussichtlich anfallen wird. Andere europäische Länder können das Modell ebenfalls einsetzen und sind so in der Lage, die Machbarkeit der EU-Vorgabe zur Einsammlung für ihr Land zu beurteilen.

Beispiele für mögliche zusätzliche Regierungsmaßnahmen in den Niederlanden sind eine Lieferverpflichtung für Städte und Gemeinden und den Einzelhandel. Darüber hinaus ist eine Registrierungspflicht für Sammlungs- und Recyclingbetriebe denkbar, die außerdem der Regierung detailliert darüber Bericht erstatten müssen, was genau sie mit ihrem Elektroschrott anfangen und inwiefern sie das „Alt gegen Neu“- Prinzip umsetzen. Damit soll sichergestellt werden, dass Verbraucher kleine Elektrogeräte und Energiesparlampen einfach und kostenfrei abgeben können. Wer gebrauchte Elektrogeräte für Endkunden zur Weiterverwendung in Entwicklungsländer exportieren will, wird in Zukunft nachweisen müssen, dass sich alle betreffenden Geräte in  einwandfreiem und betriebsbereitem Zustand befinden.

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