Freitag, 30. Oktober 2020
Sony

Intelligentes Stromsystem

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 27.03.2012 | |  
Sony ist auf der Suche nach Partnern, um sein intelligentes Stromsystem zu vermarkten. Sony ist auf der Suche nach Partnern, um sein intelligentes Stromsystem zu vermarkten.

Sony hat vor kurzem eine Erfindung namens "Smart Power Outlet" vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein „intelligentes Stromsystem“, das in der Lage ist, Geräte zu erkennen und deren Benutzer zu unterscheiden. In Zukunft könnte dies zahlreiche Möglichkeiten in Bereichen wie Elektromobilität und Energiemanagement ermöglichen.

Der Aufbau des Systems ist einfach: Im Verteiler befindet sich ein Chip mit Steuerkapazitäten, der auch SmartCards lesen und beschreiben kann. Das Gerät selbst lässt sich an das Internet anbinden und über eine Cloud-Plattform verwalten. Zusätzlich befinden sich in den Steckdosen Module für die kontaktlose Erfassung der Karten.

Wird ein kompatibles Gerät an eine Strombuchse angeschlossen, so erfolgt die Erkennung automatisch anhand einer Datenbank. Darin sind u.a. die Leistungsdaten und etwaige verbrauchstechnische Spezifika festgehalten. Das ermöglicht die Verwendung individueller Konfigurationsparameter, um den Verbrauch des jeweiligen Gerätes zu minimieren. So könnte das System zB. darauf eingerichtet werden, automatisch die Energiezufuhr einzustellen, wenn beispielsweise ein angeschlossener Fernseher für einen bestimmten Zeitraum im Standby-Modus betrieben wurde.

Steckdose mit Nutzermanagement

Doch es lassen sich wesentlich mehr Anwendungsfelder damit erschließen, wie DigInfoTV berichtet. Bei Energieknappheit könnte die smarte Energieinfrastruktur beispielsweise die stromfressende Klimaanlage zugunsten von Beleuchtung und Kühlschrank abstellen. In Verbindung mit SmartCard-Authentifizierung wäre es möglich, Steckdosen auf Flughäfen oder Bahnhöfen, die für den Betrieb von Servicegeräten durch das Personal gedacht sind, auch nur für selbiges zugänglich zu machen. Öffentliche Ladestationen für Elektroautos wären in der Lage, automatisch die Rechnungen an ihre Nutzer zu verschicken.

Sony hat ebenfalls Zwischenstecker entworfen. Diese bringen einen eingebauten Chip mit, der ebenfalls mit Informationen über bestimmte Gebrauchsgegenstände bespielt werden kann. Auf diese Weise lassen sich auch Geräte einpflegen und nutzen, die noch nicht ab Herstellung kompatibel sind.

Das Unternehmen sucht nun nach möglichst vielen Partnern, um die Basis für den kommerziellen Start zu legen. Über die Kosten für Herstellung und Implementation der Technologie ist aktuell noch nichts bekannt.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.