Montag, 13. Juli 2020
Philips Lighting Division

20 Jahre Licht

Multimedia | Stefanie Bruckbauer | 20.04.2012 | |  
Die Philips-LED-Lampe hat zehn Watt, ist effizienter als die umstrittene Energiesparlampe und soll 30.000 Stunden leuchten. Die Philips-LED-Lampe hat zehn Watt, ist effizienter als die umstrittene Energiesparlampe und soll 30.000 Stunden leuchten.

Bald wird auf dem US-Markt eine neuartige LED-Lampe erhältlich sein, die bei einer Leistung von zehn Watt angenehmes, natürliches Licht geben und beachtliche 20 Jahre lang leuchten soll. Diese Innovation kommt vom niederländischen Hersteller Philips und hat letztes Jahr den vom US-Energieministerium ausgeschriebenen und mit zehn Millionen Dollar dotierten "L-Prize" gewonnen.

„Uns wird immer die Frage gestellt: ‚Wäre diese Technik nicht auch ohne den L-Preis entwickelt worden?‘ Ich denke, ja. Die eigentliche Frage ist aber, wie schnell sie entwickelt worden wäre“, berichtet Ed Crawford, US-Leiter der Philips Lighting Division. Dass der holländische Konzern den Preis gewonnen hat, ist allerdings keine große Überraschung: Aufgrund der extrem strengen Vorgaben des U.S. Department of Energy hat Philips als einziges Unternehmen teilgenommen.

Damit der Konzern das Gewinn-Geld auch einstreichen kann, muss der Verkaufspreis allerdings innerhalb eines Jahres unter die 22-Dollar-Marke fallen. Derzeit gibt Philips unverbindlichen Verkaufspreis mit 50 Dollar an und bezieht sich auf hochwertige Qualität der Chips und Dioden. Immerhin habe man enorme Ressourcen in die Entwicklung investiert.

Eineinhalb Jahre Forschung

Nicht nur in der EU sollen energieverschwendende Glühbirnen vom Markt verschwinden, auch in den USA sind Beleuchtungskörper mit mehr als 40 Watt ab 2014 verboten. Die Philips-LED-Lampe hat lediglich zehn Watt, ist effizienter als die umstrittene Energiesparlampe und soll 30.000 Stunden leuchten. Bei täglicher, vierstündiger Benutzung sind dies unglaubliche 20 Jahre. Giftige Quecksilberdämpfe können aus der Birne nicht entweichen.

Noch vor drei Jahren verdiente das Philips kaum einen Cent mit LEDs, nun machen sie laut Unternehmen gut 20% der US-Verkäufe aus. Schon 2010 erschien eine erste, weniger effiziente Vorgänger-Version der „L-Prize“-Gewinner-Lampe. Eineinhalb Jahre Forschung haben die Birne nun perfektioniert. Wann die Lampe auf den europäischen Markt kommen soll, ist noch unbekannt.

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