Mittwoch, 11. Dezember 2019
Internetoffensive Österreich

Bewusstsein für IKT schaffen

Telekom | Dominik Schebach | 11.05.2012 | |  
Sie wollen Bewusstsein für IKT schaffen: der Vorstand der Internet Offensive Österreich, A1 CEO Hannes Ametsreiter; Orange CEO Michael Krammer; Präsident Rudolf Kernler, Generaldirektor HP; Robert Chvatal CEO T-Mobile; Peter Niederleithner, CEO Raiffei Sie wollen Bewusstsein für IKT schaffen: der Vorstand der Internet Offensive Österreich, A1 CEO Hannes Ametsreiter; Orange CEO Michael Krammer; Präsident Rudolf Kernler, Generaldirektor HP; Robert Chvatal CEO T-Mobile; Peter Niederleithner, CEO Raiffei

Der Beitrag der IKT-Industrie zur österreichischen Wirtschaft kann nicht hoch genug bewertet werden. Trotzdem fehlt noch immer das Bewusstsein auf Seiten der Politik und in der Ausbildung. Zu diesem Ergebnis kommt der Verein Internetoffensive Österreich, ein Zusammenschluss wesentlicher Netzbetreiber und IT-Unternehmen, zum Start des 1. IKT-Konvents Österreichs heute in Wien.

Die IKT-Industrie Österreichs trägt mit 23,75 Mrd Euro rund 8,66% zum österreichischen BIP bei. 40% des österreichischen Wirtschaftswachstums werden in diesem Sektor generiert. Doch im internationalen Wettbewerb steht Österreich, wenn es um IKT geht, gerade mal auf Platz 19. Trotz der Verbesserung um zwei Plätze seit Start der Internet Offensive im Jahr 2008 ist Österreich damit noch weit von der Spitze entfernt.

„In Österreich versteht man unter Infrastruktur Straßen und Eisenbahnen. Doch die IKT-Infrastruktur spielt heute eine wesentlich größere Rolle für die Bewertung eines Standortes“, so Orange-CEO Michael Krammer. „Wir brauchen deswegen Rahmenbedinungen, damit es sich auszahlt zu investieren.“

In dieselbe Kerbe schlägt auch A1-CEO Hannes Ametsreiter: „Wir wollen unter die Top 5. In Österreich muss jeder Zugang zu Breitband-Internet haben. Zusätzlich müssen wir das notwendige Ökosystem schaffen. Dazu braucht es das Bewusstsein um die Bedeutung der IKT und einen sicheren Rahmen für Investitionen um die notwendigen Netze zu schaffen, sowie die Spieler, die diese Netze nutzen.“

Robert Chvatal schlägt in diesem Zusammenhang eine „digitale Schulbuchaktion“ vor, damit jeder österreichische Schüler nicht nur mit PCs oder Tablets spielen kann, sondern auch diese Werkzeuge praktisch einsetzen kann. „Künftig muss der persönliche Internetzugang sowie die digitales Lernmaterial ab dem ersten Schultag selbstverständlich sein“, so der T-Mobile-CEO.

Als Sofortmaßnahmen fordert die Internet Offensive u.a. die Vermittlung qualifizierter Medienkompetenz für alle Pflichtschüler, sprich die Integration der IKT in den klassische Ausbildungsweg aller österreichischen Schüler; die Unterstützung von Neugründungen durch Venture Capital-Förderungen; sowie Investitionsanreize für den weiteren Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen. Zusätzlich brachten die Vertreter der Internet Offensive auch wieder die Sprache auf die Digitalen Dividende II (694 bis 790 MHz), die mittelfristig für die mobile Datennutzung notwendig werde.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.