Samstag, 4. Juli 2020
BSH Jahresbilanz-Pressekonferenz

Gutberlet und Närger im O-Ton

Hausgeräte | Die Redaktion | 24.05.2012 | Bilder | |  

"Vergangenes Jahr haben wir einen Rekordumsatz vermeldet. Heute treffen wir uns wieder, und ich kann Ihnen bereits jetzt sagen: Wir konnten den Umsatz im Jahr 2011 weiter steigern. Das ist insofern bemerkenswert, da das vergangene Jahr kein einfaches für die Hausgerätebranche war. Zwar setzte sich die Erholung von der globalen Finanzkrise zunächst fort, doch spätestens in der zweiten Jahreshälfte gewann die EU-Schuldenkrise Oberhand", so Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH, in München.

„Zu der konjunkturellen Belastung kamen Turbulenzen an den Devisenmärkten, starker Preisdruck durch gestiegene Wettbewerbsintensität und deutlich höhere Rohstoffpreise hinzu. Dies hatte zur Folge, dass der weltweite Hausgerätemarkt im vergangenen Jahr nur moderat gewachsen ist. Die BSH hingegen hat 2011 einen neuen Rekordumsatz erzielt. In vielen Ländern, in denen wir vertreten sind, konnten wir überproportional wachsen und unsere Marktstellung weiter ausbauen. Im Berichtsjahr haben wir deshalb weiter in unsere Standorte investiert und neue Arbeitsplätze geschaffen“, so Gutberlet weiter.

Johannes Närger, Mitglied der Geschäftsführung, ging in München konkret auf die Zahlen ein:  „Die BSH erzielte 2011 einen Konzernumsatz von 9,654 Milliarden Euro. Das sind 581 Millionen Euro mehr als im Vorjahr und entspricht einem Anstieg von 6,4 Prozent. Währungsbereinigt ist das ein Umsatzplus von 8,2 Prozent. Das Bruttoergebnis ist im Berichtsjahr um 113 Millionen Euro auf 3,577 Milliarden Euro gestiegen. Gegenüber 2010 entspricht das einer Steigerung von 3,3 Prozent. Der Anteil des Bruttoergebnisses am Umsatz ist um 1,1 Prozentpunkte auf eine immer noch sehr gute Bruttomarge von 37,1 Prozent gesunken. Hier spielten die deutlich gestiegenen Preise für Rohstoffe und der starke Preisdruck in einigen Märkten eine wesentliche Rolle.

Bezüglich seiner Einschätzung, was das Jahr 2012 betrifft, ist Gutberlet realistisch: „Wir rechnen  damit, dass der weltweite Markt für Weiße Ware nur schwach wachsen wird. So dürfte der westeuropäische Markt bestenfalls stagnieren, mit Ausnahme Deutschlands, wo wir ein leichtes Marktwachstum erwarten. In China dürften Wachstumsraten von teilweise über 20 Prozent zwar der Vergangenheit angehören, doch auch für die Zukunft stellen wir uns auf weiteres Wachstum ein. Für Osteuropa gehen wir von einem Wachstum leicht unter dem des Vorjahres aus. In Europa insgesamt hängt viel vom weiteren Verlauf der Eurokrise ab, die die Länder Südeuropas noch voll im Griff hat. Dort ist eine Bodenbildung im Hausgeräteabsatz leider noch nicht zu erkennen. Bei weiterer Dauer der südeuropäischen Krise werden auch die exportstarken Euroländer in Mitleidenschaft gezogen werden. All dies macht es uns schwer, einen positiven Ausblick für unser europäisches Geschäft zu geben. Optimistischer sind wir für die Märkte Russland, Südostasien und Türkei. Aufgrund der geschilderten Marktumstände lag der BSH-Umsatz im ersten Quartal nur auf Vorjahresniveau. Wir gehen aber von einer Belebung der Marktsituation in China und in der Türkei in der zweiten Jahreshälfte aus. Auf dieser Basis erwarten wir für das Gesamtjahr 2012 ein Wachstum unseres Umsatzes im unteren einstelligen Bereich“.

Die gesamten Vorträge von Kurt-Ludwig Gutberlet und Johannes Närger finden Sie hier!

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Trotz Preisdruck und deutlich gestiegener Rohstoffpreise kann Johannes Närger von der BSH-Geschäftsführung einen Rekordumsatz präsentieren.
Trotz Preisdruck und deutlich gestiegener Rohstoffpreise kann Johannes Närger von der BSH-Geschäftsführung einen Rekordumsatz präsentieren.
Kurt-Ludwig Gutberlet sieht durch die Eurokrise schwierige Zeiten für die Hausgeräte-Branche.
Kurt-Ludwig Gutberlet sieht durch die Eurokrise schwierige Zeiten für die Hausgeräte-Branche.

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