BWB: Vertiefte Prüfung für Yesss!-Deal
Die Bundeswettbewerbsbehörde bringt die geplante Übernahme von Yesss! durch A1 vor das Kartellgericht. (Bild: Yesss!)
Was schon länger in der Branche vermutet wurde, ist jetzt auch eingetreten. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat sich zu einer tiefergehenden Prüfung des Weiterverkaufs der Orange-Tochter Yesss! an A1 entschlossen. Damit ist eingetreten, was 3 eigentlich vermeiden wollte, eine Verzögerung des Verfahrens.
Einige österreichische Tageszeitungen sehen die Übernahme von Orange durch bereits auf der Kippe. Bei 3 selbst beruhigt man. „Die Entscheidung der Bundeswettbewerbsbehörde, den Weiterverkauf von Yesss! an die Telekom Austria tiefergehend zu prüfen, nimmt eine endgültige Entscheidung über den Ausgang dieses Verfahrens nicht vorweg. Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass die BWB den Verkauf genehmigen wird und arbeiten daher weiterhin offen und konstruktiv mit allen Behördenvertretern zusammen“, erklärte 3CEO Jan Trionow
Die BWB hat heute ,Donnerstag, im Zusammenschlussverfahren von Telekom Austria und Yesss! einen Prüfantrag an das Kartellgericht eingebracht, da beide Anbieter die Bedenken der Behörde nicht hätten ausräumen können. „Grund dafür ist, dass die Mobilfunker die Frist zur Stellungnahme verstreichen haben lassen und die Bedenken der Bundeswettbewerbsbehörde nicht ausgeräumt werden konnten. Die BWB bedauert, dass die Parteien trotz Bemühungen nach vier Monaten nicht zu Zugeständnissen bereit waren. Das Verfahren geht nun in die nächste Prüfungsphase, die mindestens weitere fünf Monate dauern kann“, heißt es in der heutigen Veröffentlichung der BWB. Die Prüfer sehen demnach durch den Zusammenschluss die Gefahr einer marktbeherrschenden Stellung für A1.


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