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Freitag, 19. April 2024
VerkäuferInnen Jobwechsel Index 2012

8 von 10 Vertrieblern suchen neuen Job

Hintergrund | Die Redaktion | 08.10.2012 | Downloads | | 7  Archiv
Die Jobs Personalberatung präsentiert den Verkäuferinnen Jobwechsel Index 2012. Die Jobs Personalberatung präsentiert den Verkäuferinnen Jobwechsel Index 2012.

Fast 40% der Vertriebsmitarbeiter denken derzeit täglich an einen Jobwechsel, so die ernüchternde Erkenntnis des "VerkäuferInnen Jobwechsel Index 2012″ der jobs Personalberatung. Ein guter Verkäufer viel mitbringen: gute Fachtkenntnisse, Rhetorik und viele Social Skills. Dies erklärt wohl, weshalb gute Verkaufsmitarbeiter heißt begehrt sind wie warme Semmeln. Zudem mangelt es an geeigneten Nachwuchs, so die Experten.

Insgesamt wurden 364 Personen aus verschiedenen Vertriebspositionen befragt. Die Mehrheit der Befragten ist als Vertriebsmitarbeiter/in im Außendienst tätig. Jeder Vierte als Verkaufsleiter. 8 Prozent sind als Vertriebsmitarbeiter im Innendienst tätig. 4 Prozent der Befragten sind in der Geschäftsführung eines Unternehmens und 2 Prozent im Marketing. Von den knapp 20 Prozent der Befragten, die „Sonstiges“ angegeben haben, wurde „Key Account Manager“ am häufigsten genannt.

Das Ergebnis: 39 Prozent der Teilnehmer denkt täglich an eine berufliche Veränderung oder Neuorientierung. Weitere 22 Prozent gaben an, zumindest einmal pro Woche darüber nachzudenken. 20 Prozent machen sich zumindest einmal pro Monat Gedanken über eine Neuorientierung und lediglich 19 Prozent der Teilnehmer denken derzeit seltener oder gar nicht an Jobwechsel. Gegenüber dem Vorjahr gibt es keine signifikante Veränderung. Das bedeutet unter dem Strich: 8 von 10 Vertriebsmitarbeiter denken zumindest einmal im Monat an einen Jobwechsel.

36 Prozent der Befragten (bzw. 78 Prozent jener, die täglich an eine Neuorientierung denken), informieren sich auch tatsächlich über alternative Jobangebote. 33 Prozent der Befragten informieren sich einmal pro Woche über den Stellenmarkt. Damit sind knapp 70 Prozent der Teilnehmer am Jobmarkt aktiv.

Der Stellenmarkt im Internet hat die Printzeitungen längst überholt. 81 Prozent nutzen das Internet als Informationsquelle bei ihrer Jobsuche – gegenüber 65 Prozent , die auch die Zeitung heranziehen.  50 Prozent  nutzen auch das eigene, persönliche Kontaktnetzwerk bei der Suche nach Veränderung. Soziale Netzwerke im Internet wie Xing und LinkedIn verwenden nur mehr 35 Prozent (im Vorjahr noch 40 Prozent).

In eine Jobdatenbank tragen sich 34,6 Prozent ein. 31,5 Prozent gaben an, einfach auf Anfragen von Headhuntern zu warten, wobei nur 31 Prozent davon auch proaktiv Personalberater kontaktieren. In Summe sind es 21,3 Prozent der Befragten, die angegeben haben, Personalberater selbst zu kontaktieren. 20 Prozent der Befragten senden Initiativbewerbungen.

Interessant: Am Erfolgversprechendsten ist das eigene persönliche Kontakt-Netzwerk: Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer hat ihren aktuellen oder letzten Job über diesen Weg gefunden. Im Vorjahr waren es sogar 36 Prozent. Danach folgen die Stellenanzeigen (23 Prozent über Online-Anzeigen und 18,5 Prozent über Zeitungs-Anzeigen), die jeden fünften zu einem neuen Arbeitsplatz verholfen haben. 12 Prozent haben sich über einen Personalberater beruflich verändert. Initiativbewerbungen schneiden hingegen sehr schlecht ab. Nur 5 Prozent waren damit erfolgreich (obwohl es 20 Prozent versuchen). Noch weniger hilfreich waren offenbar nur soziale Online-Netzwerke wie Xing und LinkedIn, die nur in 1,1 Prozent der Fälle zu einem neuen Job führten. 

Auch in puncto Gehalt gibt die Studie Auskunft: Knapp 12 Prozent haben als Jahreszielgehalt weniger als 30.000 Euro angegeben (hier enthalten sind auch Teilzeitbeschäftigte und Arbeitssuchende). Mehr als die Hälfte (in Summe 56 Prozent) liegt beim Zielgehalt zwischen 30.000 und 70.000 Euro. Weitere 32 Prozent liegen darüber.

Die gesamte Studie können Sie hier downloaden!

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Kommentare (7)

  1. Spannender Arbeitsmarkt

    Ich glaube aber auch, dass die Tätigkeit im Vertrieb nur sinnvoll sein kann, wenn man sich damit auch damit identifizieren kann und Fachwissen im jeweiligen Bereich hat. Jemand der SAP-Software Lösungen verkaufen will, muss sich damit auch beschäftigt haben. Nicht umsonst weisen beispielsweise Vertriebsingenieure einen hohen Grad Fachwissen im technischen Bereich aus. Bei der Jobsuche kann auch gern im regionalen Raum mal gesucht werden. Kempten ist auf dem Stellenmarkt hier von einer hohen Dichte an industriellen Betrieben geprägt. Wenn das nötige Fachwissen vorhanden ist, kann man dort Fuß fassen. Berlin hingegen hat eine hohe Dichte an Startups. Dort technische Lösungen zu günstigeren Preisen an Neu-Unternehmer zu verkaufen fände ich spannend.

  2. Stellenanzeigen

    Social Networking wird bei der Jobsuche nach wie vor sehr stark unterschätzt! Was ich auch nicht schlecht finde, sind regionale Stellenanzeigen wie hier unter http://www.regio-jobanzeiger.de/ keine schlechte Sache! Wer sich auf dem Arbeitsmarkt Skills erworben hat, womit er sich unverzichtbar macht, kommen die Headhunter von allein.

  3. alle wollen gut bezahlte Jobs aber ihr Zeug günstig über den billigsten im Ausland kaufen

    es wird noch lange so weitergehen bei uns in Österreich, es werden auch noch viele viele mehr Ihre Jobs verlieren. Es wollen ja alle billigst im Ausland übers Internet kaufen…. koste es was es wolle… und wenns der eigene Arbeitsplatz ist… Aber so ist es halt. Alternativ kann man dann ja später immer noch beim Mäci anfangen -> oder, vielleicht sucht Amazon noch jemanden im Lager. Die sind ohne oft günstiger als manche Vertriebe. Da fragt man sich schon manchmal ob die sich nicht selbst das Wasser abgraben…

  4. Was sich am Markt tut ist erschreckend

    Ich war bis kürzlich für ein deutsches Unternehmen für den österreichischen Markt zuständig. Auch ich wurde durch eine externe Firma ersetzt. Was sich am Arbeitsmarkt derzeit abspielt ist einfach im Kopf nicht mehr auszuhalten. Selbst bei 100 %iger Erfüllung der Anforderungen, reicht meine Qualifikation offensichtlich nicht einmal für ein Vorstellungsgespräch aus. Jeder Hilfsarbeiter wird vermutlich besser behandelt.

  5. Was sind Vertriebler?

    In Zeiten des Internets, vertreiben tut das Internet. Probleme sollte der Vertriebler vielleicht lösen, kann er aber nicht, wird über das Internet gelöst, mehr oder wenig gut, meist mies. Vertriebler werden verschwinden so wie der Service der Firmen, ist ja auch schon Outgesourced. Werden wir halt den Vertrieb auch Out——-. Vielleicht kann die ganze Firma ausgelagert werden, wer ist der Erste?

  6. Suche auch Verkäufer,..

    …vorzugsweise um chinesisches Klump hierzulande an gut gäubige Abnehmer zu verramschen.
    Ein paar Jahre wirds ja noch so gehn, mit der Masche, dann gibts den wohlverdienten Tritt in den Arsch.
    So wie vor einigen Jahren die jetzt fehlenden u. wirklichen Fachleute entsorgt wurden.
    Zahlen täte ich übrigens um 50% mehr als die Chinesen pro Stunde erhalten, also so 1,5 €

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