Samstag, 6. Juni 2020
MMA Austria publiziert Leitfaden mobiler Trends

Mobiles Surfen voll im Trend

Telekom | Die Redaktion | 10.10.2012 | Bilder | |  
Mobiles Surfen nimmt dank des Smartphone-Booms ständig zu. Bereits 37% der ÖsterreicherInnen nutzen das Handy um zu surfen. Im Vorjahr waren es 16%. Mobiles Surfen nimmt dank des Smartphone-Booms ständig zu. Bereits 37% der ÖsterreicherInnen nutzen das Handy um zu surfen. Im Vorjahr waren es 16%.

64% der ÖsterreicherInnen verwenden ihr Mobiltelefon, um damit im Internet zu surfen. 2011 waren es lediglich 51%. Die Nutzung von mobilem Breitband-Internet mittels Datenkarte hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Mobiles Surfen liegt damit voll im Trend. Das und mehr zeigen die aktuellen Ergebnisse des "Mobile Communications Report 2012" der Mobile Marketing Association Austria (MMA). Darin werden bereits zum sechsten Mal die mobilen Nutzungsgewohnheiten der ÖsterreicherInnen erhoben.

Ende Juli bis Ende August 2012 erhob MindTake Research im Auftrag der MMA Austria bereits zum sechsten Mal die mobilen Nutzungsgewohnheiten der ÖsterreicherInnen. Neben der Verbreitung von Smartphones und den beliebtesten Anwendungsbereichen mobiler Endgeräte, wurden die Nutzung von Apps, mobilem Internet oder der Umgang mit Social Media abgefragt. Harald Winkelhofer, Präsident Mobile Marketing Association Austria und Geschäftsführer der IQ mobile GmbH: „Die Kommunikationsstudie der MMA Austria gilt als Leitfaden für die mobilen Trends in Österreich. Die Technologie-Affinität der ÖsterreicherInnen, die Markt durch dringung von Smartphones, die überdurchschnittliche Verwendung von Apps und die Nutzung von mobilem Internet zeigen auch in diesem Jahr, dass die ÖsterreicherInnen den mobilen Kanal sehr schätzen. Das beweist, dass Österreich einer der innovativsten Märkte im Mobilfunkbereich ist.“

Mobiles Surfen voll im Trend

Die mobile Internet-Nutzung steigt 2012 weiter an: Während letztes Jahr 16% der befragten ÖsterreicherInnen Datenkarten nutzten, um damit mobil zu Surfen, waren es heuer bereits beachtliche 37%. Aber nicht nur die User von Datenkarten mit einem fixen Vertrag haben sich mehr als verdoppelt. Auch die Anzahl der NutzerInnen mit Wertkarte ist von 3% auf 7% gestiegen. Zudem kann das Handy als mobiler Hotspot zum Internet surfen eingesetzt werden. 30% der Befragten tun das. Im Vorjahr nutzten 51% der Befragten das Handy „zum Surfen“, in diesem Jahr liegt der Anteil bereits bei 64%. Heavy User sind dabei vor allem Männer (72%) sowie Personen unter 20 Jahren (84%). 83% der 20- bis 29-Jährigen surfen mobil, bei den 30- bis 39-jährigen sind es noch immer beachtliche 68%. Auch die 40- bis 49-Jährigen sind im mobilen Internet mit 59% bereits stark vertreten. Bei Personen mit hoher Technologie-Affinität liegt der Anteil an mobilen Internet-Nutzern bei 92%. 31% der Befragten geben an, dass sie „kein geeignetes Handy“ besitzen, um mobil zu surfen. Weitere 30% sehen keinen Nutzen darin. Während im Vorjahr 40% als Hauptgrund für die Nicht-Nutzung von mobilem Internet, zu hohe Kosten angegeben haben, ist dies nur noch für 28% ein Grund das Internet am Handy nicht zu nutzen

Unverzichtbares Multi-Tool

Für 88% der befragten Personen ist es „sehr“ bzw. „eher wichtig“ ein Mobiltelefon zu besitzen. Je jünger die Befragten sind, desto höher der Stellenwert des Handys: Für 94% der unter 20-jährigen und 93% der 20- bis 29-jährigen ist das Handy unverzichtbar. Ähnlich hoch auch der Wert unter technikaffinen Personen: Diese Gruppe kann sich zu 94% kein Leben ohne Mobiltelefon vorstellen. Für Frauen ist ein Handy zu 72% essentieller Begleiter im Alltag, während das nur auf 57% der befragten Männer zutrifft.

Smartphones begehrter denn je

Der Smartphone-Anteil ist auch in den letzten zwölf Monaten weiter gestiegen: 2011 nutzten 56% der Befragten ein Smartphone, 2012 liegt der Anteil bereits bei 69%. Am stärksten vertreten ist das Smartphone unter Männern (75%; Frauen: 63%) und bei den unter 30-Jährigen (85%). Bei stark technik-affinen Personen liegt der Smartphone-Anteil sogar bei 92%.

Samsung weiter auf der Überholspur

In Sachen Smartphones hat Samsung weiterhin die Nase vorne. Der südkoreanische Konzern konnte den Abstand zu Apple dieses Jahr sogar noch ausbauen: 40% der Befragten besitzen ein Samsung-Gerät (2011: 33%), gefolgt von Apples iPhone (22%). Stark technik-affine Personen vertrauen aber weiterhin auf Apple – 41% dieser Gruppe besitzt ein iPhone. Der Anteil von Nokia ist im Smartphone-Segment im Vergleich zum Vorjahr von 15% auf 10% gesunken, so die Studie.

Android legt wieder zu

Unter den Smartphone-Betriebssystemen konnte Android im Vergleich zu 2011 weiter zulegen: 53% der Smartphones laufen unter Android (2011: 38%). Positiv für die Branche ist, dass der Anteil jener Personen die nicht wissen, welches Betriebssystem auf dem eigenen Smartphone installiert ist, von 31% auf 11% gesunken ist. Dabei wissen Frauen mit 17% weniger über das eigene Betriebssystem Bescheid als Männer (7%). Wenig überraschend: technik-affine Personen wissen besser über das Betriebssystem ihres Mobiltelefons Bescheid als technik averse Personen. Symbian und Windows Phone sind auf jeweils 4% der Smartphones installiert, haben jedoch im Vergleich zum Vorjahr (7%) etwas verloren. 

Tablet-PCs groß im Kommen – Apples iPad klarer Favorit

Bereits 21% aller Befragten besitzen einen Tablet-PC. Das ist immerhin ein Plus von 11% im Vergleich zum Vorjahr. Unter den Tablet-BesitzerInnen nutzen 48% das Tablet mit WLAN, 38% davon haben eines mit Mobilfunk-Vertrag und 14% verwenden ihr Gerät mit einer Wertkarte. Klarer Vorreiter in Sachen Tablet-PCs ist das iPad von Apple, das mit 52% das mit Abstand meistgenutzte Tablet ist. 21% haben ein Tablet von Samsung. Auf Platz 3 und 4 folgen weit abgeschlagen Geräte der Marken Asus (6%) und Sony (5%). Die Wahrscheinlichkeit der Befragten, sich in naher Zukunft ein Tablet kaufen zu wollen ist im Vergleich zum Vorjahr von 17% auf 23% gestiegen. Dabei geben 27% der Männer, aber nur 18% der Frauen an, sich in den nächsten 6 Monaten ein (neues) Tablet kaufen zu wollen. Je technik-affiner die Befragten, umso höher auch die Wahrscheinlichkeit für den Kauf eines Tablets.

Wie nutzen die ÖsterreicherInnen mobile Endgeräte?

82% der mobilen Internet-NutzerInnen tun das überwiegend zu privaten Zwecken. Lediglich 24% der Männer und nur 10% der Frauen surfen aus beruflichen Gründen mobil. Stark technik-affine Personen verwenden ihr Mobiltelefon mit 25% häufiger auch für berufliche Belange. Zudem nimmt der berufliche Gebrauch mit steigendem Alter zu. So geben 36% in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen an, ihr Handy dafür zu nutzen. Die Dauer der mobilen Internetsitzungen und die Nutzungsintervalle sind in Österreich konstant hoch: 53% all jener, die das Internet am Mobiltelefon nutzen, verwenden es „täglich“, weitere 25% „mehrmals pro Woche“. Unter 30-Jährige nutzen dabei das Internet am Handy besonders häufig: 71% der unter 20-Jährigen und 68% der 20- bis 29-Jährigen surfen täglich. Auch technik-affine Personen sind mit 87% häufiger mobil im Netz. 34% der mobilen Internet-NutzerInnen verbringen pro Tag mehr als 30 Minuten im Internet. Im Vergleich dazu waren im Vorjahr 27% mehr als 30 Minuten online. Bei den unter 20-Jährigen liegt dieser Anteil bei 41%, bei technologie-affinen Leuten bei 44%.

Immer noch beliebteste Anwendung: SMS

SMS ist wie im Vorjahr die am häufigsten genutzte Funktion am Mobiltelefon. 97% der Befragten schreiben SMS, 87% machen mit ihrem Handy Fotos und 85% nutzen es als Wecker. Bei der letzten Befragung haben nur 24% ihr Handy zur Aufnahme von Videos verwendet, aktuell nutzen diese Funktion bereits 35%. Signifikant gestiegen ist auch der Gebrauch des Handys zum Austausch von Daten – von 8% (2011) auf 27%. Nur noch 1% der Befragten telefoniert ausschließlich mit dem Mobiltelefon – 2011 waren es noch 4%. Im Vergleich zur letzten Studie nutzen mehr Personen die E-Mail-Funktion ihres Handys: 77% lesen ihre E-Mails bereits unterwegs, während dieser Wert voriges Jahr bei 70% lag. Weiterhin häufig verwendet werden „Wetterdienste“ (75%). Die Nutzung von Such- und Informationsdiensten liegt bei 71%. Mobile Shopping ist beliebter als im Vorjahr – Anstieg der User von 22% auf 35%. Auch Mobile-Banking wird mit 25% bereits häufiger genutzt als 2011 (14%).

Mobiles Einkaufen hat Zukunft

Im letzten Jahr haben 20% der ÖsterreicherInnen angegeben, über mobile Endgeräte online eingekauft zu haben. Aktuell ist dieser Anteil auf 36% gestiegen. Schon 43% der Männer aber erst 26% der Frauen haben bereits online über ihr Mobiltelefon eingekauft. Unter den technik-affinen Personen haben schon mehr als die Hälfte via Handy geshoppt. Vor allem die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen sind eifrige Online-Shopper. Da 99% der mobilen Online-EinkäuferInnen waren mit ihrem Einkauf zufrieden waren, würden 92% wieder mittels Handy einkaufen.

Kostenfreie Angebote bevorzugt

Der Download von Gratis-Apps und von Gratis-Spielen sind bei den mobilen InternetnutzerInnen die beliebtesten Angebote. Dennoch sind 46% der Befragten auch bereit etwa für „Musik“ Geld auszugeben, gefolgt von „Apps“ (40%), „Spielen“ (38%), den „Kauf von Spielfilmen“ (35%) sowie das „Leihen von Spielfilmen“ (32%). Die Preisbereitschaft liegt bei allen abgefragten Services durchschnittlich zwischen Eur 0,50 und Eur 5,00 pro Item.

Bereits 75% nutzen App-Stores

Die Zahl der App-Store-NutzerInnen ist im Vergleich zum Vorjahr gesamt um 3% auf 75% angestiegen. 38% haben bereits Google Play genutzt, 28% den App-Store von Apple. Der Ovi-Store von Nokia wird von 9% genutzt (2011: 11%), gefolgt von Windows Marketplace mit 5% (2011: 3%). 82% der mobilen Internet-NutzerInnen haben mehr als 6 Apps auf Ihrem Smartphone selbst installiert, ein Drittel sogar mehr als 20 Apps, wobei dabei der Anteil bei Männern mit 41% deutlich über jenen von Frauen liegt (23%). Bei technik-affinen Personen haben 50% über 20 Apps installiert.

Top-Apps: Herold, Hofer, Erste Bank und Billa

Von den abgefragten Apps ist „Herold“ jene App, die am häufigsten installiert ist: 31% der mobilen Internet-NutzerInnen verwenden das mobile Telefonbuch, gefolgt von den Apps von Hofer (22%), Erste Bank Netbanking sowie Billa (je 17%). Jeweils 12% nutzen die App von Herold und Erste Bank sogar mehrmals monatlich. Die App von Hofer wird von 11% mehrmals monatlich genutzt, Billa von 6%.

facebook – Die Nr. 1 der sozialen Netzwerke

facebook bleibt mit 95% das am häufigsten verwendete soziale Netzwerk. google+ hat im Vergleich zum Vorjahr um 7% zugelegt und liegt nun bei 25%. twitter nutzen 16% der Befragten und somit um 4% mehr als 2011.

Von unterwegs in soziale Netzwerke

63% der mobilen Internet-NutzerInnen loggen sich via Handy in soziale Netzwerke (2011: 66%) ein. Der Nutzungs-Anteil ist bei den unter 20-Jährigen mit 92% naturgemäß am Höchsten. Auch technikaffine Personen nutzen soziale Netzwerke mit 72% häufiger als Personen, die bei neuen Medien und Kommunikationstechnologien länger abwarten, bis sie sie ausprobieren (57%). 68% der Social-Network-NutzerInnen verwenden die entsprechende App und 51% nutzen soziale Netzwerke auch über den Browser. 78% der Social-Network-NutzerInnen steigen mindestens einmal pro Tag in ein soziales Netzwerk ein. 21% loggen sich sogar mehr als 5-mal pro Tag ein, um informiert zu bleiben. Die unter 30-Jährigen nutzen dabei soziale Netzwerke besonders häufig: 29% der unter 20-Jährigen und 26% der 20- bis 29-Jährigen verwenden facebook & Co mehr als 5-mal pro Tag.

Mobile Marketing – Marketing mit Potenzial

Marketingmaßnahmen, die speziell für mobile Endgeräte designt wurden, versuchen die Konsumenten möglichst direkt zu erreichen und anzusprechen. Ziel ist es, mittels Interaktionsmöglichkeit nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen und dabei den Konsumenten möglichst maßgeschneiderte Angebote zu offerieren, die ihnen das Leben im Idealfall vereinfachen.

Mobile Tagging / QR-Codes erfreuen sich großer Beliebtheit

Mobile Marketing wird von den mobilen Internetnutzern durchwegs wahrgenommen bzw. ist diesen bekannt. Unter den mobilen Werbemethoden ist Mobile Tagging / QR-Codes mit 28% die am häufigsten angenommen Werbeaktivität mobiler User. Das ist im Vergleich zu 2011 eine Steigerung um 7%. 22% nehmen gerne an Gewinnspielen per SMS teil und 15% klicken auf mobile Bannerwerbung. Als Anreiz an „Mobile Marketing Kampagnen“ teilzunehmen, steht für 59% der preisliche Anreiz im Vordergrund, gefolgt von interessanten Informationen (45%), kostenlosen Produktproben (41%) sowie der Möglichkeit der sofortigen Stornierung (40%).

Steigende Awareness in Sachen NFC

Die Akzeptanz für Mobile Couponing steigt. Bereits 28% der Befragten können sich vorstellen, es zu nutzen. 54% würden auch über ein NFC-fähiges Handy im Handel einen Gutschein einlösen. Vor allem Männer (62 Prozent) und unter 20-Jährige (62%) sind dieser neuen Möglichkeit. sehr aufgeschlossen gegenüber. Aber auch die 30- bis 39-Jährigen würden zu 61% die Möglichkeit nutzen Gutscheine mittels NFC einzulösen. Wenig überraschend: 72% der stark technik-affinen Personen würden das Einlösen von Gutscheinen mittels NFC begrüßen. Mittlerweile geben 9% der mobilen Internet-NutzerInnen an, dass ihr Smartphone NFC unterstützt. 45% wissen jedoch nicht, ob ihr Smartphone NFC-fähig ist. Bei Frauen ist hierbei der Anteil mit 57% höher als bei Männern (35%). 13% der Männer und 17% der technik-affinen Personen besitzen ein NFC-fähiges Smartphone.


Hintergrundinformation zur Studie

Ende Juli bis Ende August 2012 erhob MindTake Research im Auftrag der MMA Austria bereits zum sechsten Mal die mobilen Nutzungsgewohnheiten der ÖsterreicherInnen. Durchgeführt wurde die Studie mittels Computer Assisted Web-Interviews (CAWI).* Neben der Verbreitung von Smartphones und den beliebtesten Anwendungsbereichen des Handys, wurden die Nutzung von Apps, mobilem Internet, die Verwendung von sozialen Netzwerken via Handy-Internetzugang und die Bereitschaft zu mobilen Marketing-Angeboten sowie Werbung abgefragt. Sämtliche Infografiken wurden in Kooperation mit connected media erstellt und stehen zur freien Verfügung auf http://mmaglobal.com zum Download bereit. Als Quellenangabe bitten wir Sie, die Mobile Marketing Association Austria anzuführen.

* n=1.001; repräsentativ für die österreichische Bevölkerung von 15-59 Jahren; Befragungszeitraum: 30. Juli 2012 – 20. August 2012, Studienleitung: Mag. Martina Neidhart, http://research.mindtake.com

Bilder
2011 nutzten 56% der Befragten ein Smartphone, 2012 liegt der Anteil bereits bei 69%
2011 nutzten 56% der Befragten ein Smartphone, 2012 liegt der Anteil bereits bei 69%
Unter den mobilen Werbemethoden ist Mobile Tagging / QR-Codes mit 28% die am häufigsten angenommen Werbeaktivität mobiler User. Das ist im Vergleich zu 2011 eine Steigerung um 7%. (Copyright der Grafiken: Copyright: KB ConnectedMedia GmbH)
Unter den mobilen Werbemethoden ist Mobile Tagging / QR-Codes mit 28% die am häufigsten angenommen Werbeaktivität mobiler User. Das ist im Vergleich zu 2011 eine Steigerung um 7%. (Copyright der Grafiken: Copyright: KB ConnectedMedia GmbH)

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