Mittwoch, 28. September 2022
Wofür Österreicher 2013 ihr Geld ausgeben

Generali-Geldstudie

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 07.01.2013 | |  Archiv
Laut „Generali-Geldstudie 2013“ planen die Österreicher 2013 wieder mehr Ausgaben für die Bereiche des täglichen Lebens ein. (Bild: clearlens-images / PIXELIO, www.pixelio.de) Laut „Generali-Geldstudie 2013“ planen die Österreicher 2013 wieder mehr Ausgaben für die Bereiche des täglichen Lebens ein. (Bild: clearlens-images / PIXELIO, www.pixelio.de)

Nachdem im Vorjahr der Spargedanke dominierte, planen die Österreicher 2013 wieder mehr Ausgaben für die Bereiche des täglichen Lebens ein. Ganz oben auf der Wunschliste stehen das eigene Wohlbefinden und der Sport, noch vor dem Urlaub und
Investitionen in das Zuhause. 22% der Österreicher haben derzeit mehr Geld zur Verfügung, als noch vor einem Jahr. Das geht aus der „Generali-Geldstudie 2013" hervor.

Von Platz 3 im Vorjahr – hinter Wohnen und Urlaub – rücken die Ausgaben für Wohlbefinden und Sport erstmals auf den Siegerplatz. Im vergangenen Jahr wollten nur 15% der Befragten für diesen Bereich mehr Geld ausgeben. Heuer sind es 24%. Besonders groß ist der Wunsch nach dem Wohlbefinden mit 41% bei den unter 30-Jährigen und mit 31% bei den 40- bis 49-Jährigen. 28% der Männer und 21% der Frauen planen hier Mehrausgaben.

Auf den Plätzen 2 und 3 liegen Urlaub und Wohnen. 22% wollen im kommenden Jahr wieder öfters und/oder länger urlauben (2011: 18%), und 20% investieren in ihr Zuhause (2011: 19%). Die Mehrausgaben für das Wohnen entfallen mit 46% auf Miete, Betriebs- und Heizkosten, mit 39% auf die Einrichtung und mit 35% auf die Instandhaltung und Renovierung.
Zu den Gewinnern im Mehrausgaben-Ranking zählen neben dem Wohlbefinden auch die Bereiche Freizeit und Hobbys sowie Auto und Mobilität. Um jeweils 5%-Punkte konnten sie auf 18% bzw. 14% zulegen. Beim Auto beziehen sich die Mehrausgaben zu 49% auf die Treibstoffpreise und zu 44% auf die Autoanschaffung. 20% rechnen mit Mehrausgaben für den öffentlichen Verkehr.

Altersvorsorge stabil – Sparbuch verliert

Insgesamt sind die Österreicher in ihrer „privaten Budgetpolitik“ sehr konstant. Das betrifft auch die Altersvorsorge. Insgesamt investieren etwa 70% der Österreicher in die Altersvorsorge. 6% planen mehr dafür auszugeben. Unter die Top 5 bei den Mehrausgaben vorgerückt ist das Sparverhalten der Österreicher. 17% wollen nächstes Jahr mehr sparen, im Vorjahr waren es 13%. Der Begriff „Sparen“ wird dabei jedoch weit gefasst. 45% legen mehr Geld aufs Sparbuch, 27% wollen verstärkt bausparen, und 15% wollen mehr Bargeld „horten“. 14% sparen in Form von privaten Lebensversicherungen, 13% in Form von privaten Pensionsvorsorgen, und 11% legen ihr Erspartes in Aktien und Fonds an.

Im Vergleich zum Vorjahr hat vor allem das Sparbuch als Sparform an Beliebtheit verloren. Diejenigen, die 2013 weniger sparen wollen, werden vor allem ihre Sparbuch-Einlagen reduzieren. Aber auch bei denjenigen Personen, die 2013 mehr für Sparen ausgeben werden, hat sich das Sparvolumen auf dem Sparbuch reduziert (2012: 63%; 2013: 45%). Im Gegensatz dazu haben die private Pensionsvorsorge (2012: 4%; 2013: 13%) und die private Lebensversicherung (2012: 2%; 2013: 14%) bei Personen, die mehr sparen wollen, an Bedeutung gewonnen.

In die Aus- und Weiterbildung wollen 17% der Österreicher wieder mehr investieren. Im Vorjahr lag der Wert bei 14%. Eine hohe Ausgabebereitschaft haben mit jeweils 27% die jungen Österreicher unter 30 Jahre und von 30 bis 39 Jahre.

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat dazu geführt, dass nunmehr schon 15% der Österreicher mit höheren Ausgaben für Nahrungsmittel und Getränke im nächsten Jahr rechnen. Bei den 30- bis 39-Jährigen erwarten sogar 25% höhere Ausgaben für Lebensmittel.

Verfügbares Geld wird wieder mehr

22% der Österreicher haben wieder mehr Geld zur Verfügung. Dies sind um 8%-Punkte mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich mehr leisten als noch vor einem Jahr können sich vor allem junge Menschen bis 30 Jahre (2012: 47%; 2011: 26%) und Männer (2012: 29%; 2011: 16%), während nur 16% der Frauen angeben, 2013 mehr Geld zur Verfügung zu haben (2011: 13%). Die Anzahl jener Personen, die derzeit weniger Geld zur Verfügung haben, ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben (2012: 28%; 2011:30%). Im Vergleich zur Vorjahreserhebung ist das verfügbare Einkommen in fast allen Bundesländern gestiegen. Über dem Österreich-Schnitt und damit besonders kaufkräftig sind die Wiener (29%) und die Niederösterreicher (26%).

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