Montag, 18. Oktober 2021
Messe-Angebot nach der Vienna-Tec

SMART 2014 in Wien: Flucht nach vorn

Hintergrund E-Technik | Karl Pichler | 18.06.2013 | |  

Nun scheint es es ja gar nicht so lange her zu sein, dass die „Vienna-Tec” aus der Taufe gehoben wurde und neben der Intertool und Schweissen alle weiteren „elektronischen”  Messen wie energy-tec, ie-Industrieelektronik und Messtechnik unter dem Dach der Vienna-Tec in Wien starteten. Aber vor sieben Jahren bereits scheel und zweifelnd angesehen, wurde nun dieses Mehrbranchen-Messekonzept nach Messemacher- aber auch Besucher- und Aussteller-Meinungen als nicht mehr zeitgemäß begraben – rechtzeitig.

DI Matthias Limbeck, GF von Reed Exhibitions Wien, hat es sich mit Projektleiter Ing. Markus Reingrabner deshalb nicht nehmen lassen, Redakteure zu einem persönlichen Informationsgespräch einzuladen. E&W kann somit als erstes Branchenmedium weitergeben, dass in Zukunft nun wohl die Power-Days in Salzburg endgültig die erstrangige Installations-, Elektrotechnik- und Lichtmesse sein wird. Die heurige Auflage mit aktualisiertem Konzept war ja äußerst positiv verlaufen (E&W Online berichtete).

Es wird aber nicht der fachliche Salzburg-Inhalt der Power-Days sein, den man mit Schwung nach Wien mitnehmen wird, um neben einer Intertool wieder eine erfolgreiche Elektronik-Messe abzuhalten (E&W Online berichtete). Bezüglich fachlicher Ausrichtung für Aussteller und Besucher – die ebenfalls befragt wurden – wird die SMART aus Linz quasi nach Wien transferiert, das Ausstellungsprogramm wurde angeglichen (Themen Automatisierung mit Antriebstechnik, Industrie-Elektronik, Sensorik, Mess- und Regeltechnik, Steuerungstechnik, um nur die wichtigsten zu nennen). Da hätten also einige der in der Linzer Warteschleife stehenden Ausstellungswilligen die Chance, sich gleich am Wiener Messeboden einzubringen! Den Messeleuten fällt da sicher etwas Kommerzielles dazu ein. Sollen doch auch die weiteren Flächenpreise so gestaltet sein, dass eine leichte Steuerung der Aussteller insofern stattfindet, als auch „Kleine“ in Zugangs-Nähe große Chancen haben und nicht wieder die Größten alle visuell erdrücken. Also keine Lagenpreise wie bei den Edeltropfen? Ob das nun auch die großen Aussteller mit bekannten Namen goutieren, wird sich zeigen. Gesprochen wurde – so das Messemanagement – mit allen Key-Playern und Fachbeiräten.

Jedenfalls soll es bei der SMART AUTOMATION AUSTRIA auf dem Wiener Messegelände von 6. bis 8. Mai 2014 in Halle A (!) keine Aussteller-Breite mehr geben, sondern eher die Fokussierung auf die Kernthemen der Automatisierung, was sich auch im Rahmenprogramm zeigen soll. Möchte man nun eine erfolgreiche SMART Automation (mit allen Randbereichen) aus Linz in Wien abhalten, ist wohl die Entwicklung aller weiteren Fachmessen, auch in Salzburg, ein wirklich spannendes Thema für alle Beteiligten. Die „Wiener Flucht“ könnte sich da noch als segensreich erweisen…

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