Mittwoch, 29. September 2021
Messe der amerikanischen UE-Branche

CE Week: Das UE Geschäft brummt

Multimedia | Stefanie Bruckbauer | 25.06.2013 | |  
Die CE-Week, bei der strategische Themen und Trends der Unterhaltungselektronik im Vordergrund stehen, geht in den USA gerade über die Bühne. Die Stimmung in der Branche ist erfreulicherweise sehr gut. (Bild: CE Week) Die CE-Week, bei der strategische Themen und Trends der Unterhaltungselektronik im Vordergrund stehen, geht in den USA gerade über die Bühne. Die Stimmung in der Branche ist erfreulicherweise sehr gut. (Bild: CE Week)

Seit gestern und noch bis 28. Juni hat die CE Week ihre Pforten geöffnet. Bei dieser, vom US-Verband der Unterhaltungselektronik-Branche CEA veranstalteten Messe stehen strategische Themen und Trends der UE-Branche im Vordergrund. Und gleich zur Eröffnung wurde verkündet: Dank Tablets, Smartphones und Soundbars brumme in den USA das Geschäft mit Unterhaltungselektronik.

Das Geschäft „brummt“ also. Das Wachstum dürfte besser ausfallen als im Jänner vorhergesagt. Seit Jahresbeginn wurden 45% mehr Tablets, 20% mehr Smartphones und sogar 60% mehr Soundbars ausgeliefert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den Soundbars ist zudem der durchschnittliche Verkaufspreis um 20% höher.

Bei Blu-Ray-Playern gibt es zwar kaum Mengenzuwachs, aber der durchschnittliche Großhandelspreis ist gestiegen. Audioreceiver sind zwar insgesamt rückläufig, doch legen Geräte mit Netzwerkanschluss zu. Hochwertige Kopfhörer haben immer mehr Fans, in den USA geht dieser Bereich nach Umsatz der Milliarde entgegen. Zu Weihnachten erwarten die CEA-Experten starke Nachfrage nach vernetzten Geräten für den Fitnessbereich sowie nach „smarten“ Armbanduhren, sofern diese in Stückzahlen lieferbar sein werden.

Auch das Geschäft mit Fernsehern läuft überraschend gut. Vor einem halben Jahr wurde noch ein flacher Verlauf des TV-Geschäftes prophezeit, nun wurden aber seit Jahresbeginn um 12% mehr Geräte verkauft als im Vergleichszeitraum 2012. Der Umsatz ist dabei um 10% gestiegen. Der Trend geht auch hier zu immer größeren Geräten. Der in den vergangenen Jahren beobachtete Verfall der TV-Preise hat sich deutlich verlangsamt, was die CEA-Mitglieder sehr froh stimmt. Ein 40- bis 45-Zoll-TV kostet heute ein wenig mehr als die Hälfte des Preises von vor vier Jahren.

Die Umsätze mit Videospielen und einschlägiger Hardware lagen im Mai, laut Marktbeobachtern, fast ein Drittel unter dem Vorjahreswert. Für dieses Gesamtjahr wird ein Rückgang um 19% erwartet. Dafür soll es aber nächstes Jahr einen deutlichen Aufschwung geben, Grund zu dieser Annahme gibt die neue Konsolengeneration samt passender Titel.

Positiver Ausblick

Es dürfte langsam wieder ein wenig bergauf gehen in den USA,  „die Rahmenbedingungen stimmen die Branche froh“, wie Medien berichten. Der allgemeine wirtschaftliche Ausblick der US-Bürger sei positiv, die Arbeitslosigkeit gehe zurück, und die Verbraucher erhalten leichter Kredite. Hinzu komme eine aufgestaute Nachfrage und eine steigende Risikobereitschaft bei Investoren. Schließlich habe der japanische Yen von Oktober bis April gegenüber dem US-Dollar fast ein Viertel seines Werts eingebüßt, womit Importe aus Japan deutlich billiger geworden sind. Ein Wermutstropfen: Die europäische Wirtschaftslage werde in den USA weiterhin als Risikofaktor wahrgenommen.

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