Mittwoch, 29. September 2021
Hot!Verkauf unter Einstandspreis

Loewe geht gegen DiTech vor

Multimedia Hintergrund | Dominik Schebach | 10.10.2013 | Downloads | | 3  

Zwischen Loewe und dem Wiener Computer- und UE-Händler DiTech ist ein Konflikt entbrannt. Auslöser war die Aktion von DiTech, Loewe TV-Geräte unter dem Einstandspreis zu verkaufen. Loewe ließ daraufhin dem Wiener Computer- und UE-Händler eine Abmahnung zukommen, welche der DiTech-Gründer und GF Damina Izdebsky sofort auf seinen Blog online stellte. Was wiederum Loewe Österreich-GF Hannes Lechner in einem Kommentar auf den Plan rief.

Die Abmahnung durch den Rechtsanwalt ließ in ihrer Bestimmtheit nichts zu wünschen übrig. „Da Sie als Letztverkäufer im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs eine deutliche Unterschreitung des Verkaufspreises ankündigen, verhalten Sie sich gegen geltendes Recht“, heißt es in dem Schreiben der Kanzlei Graff Nestl & Partner an DiTech. „Sollten Sie das weiterhin tun, sieht sich meine Mandantin (Loewe) gezwungen, klageweise gegen Ihr Haus vorzugehen.“

Damian Izdebsky veröffentliche dieses Schreiben auf seinem Blog und doppelte nochmals nach. „Der Endkonsument, der in den letzten Monaten ständig von neuen Hiobsbotschaften des Unternehmens hört, überlegt es sich zweimal einen Fernseher einer Marke zu kaufen, die es vielleicht in wenigen Wochen nicht mehr gibt“, schreibt der DiTech-GF. „Natürlich kann ich die Sicht von Loewe verstehen: Der Hersteller möchte seine Marktpreise halten. Andererseits stehe ich als Händler den Konsumenten in der Pflicht. Wie soll ich meinen Kunden Premiumfernseher zu vollem Preis verkaufen, wenn sie vielleicht schon in einigen Wochen kein Service, keine Reparatur und auch keine Garantieleistungen mehr bekommen? Das hieße einerseits den Konsumenten über den Tisch ziehen und andererseits mein eigenes Unternehmen, DiTech, zu schädigen, da ich in einem solchen Fall auf den Loewe-Geräten sitzenbleiben würde. Beides will und werde ich bestimmt nicht tun.“

Dies forderte allerdings auch einige Kommentare heraus. „Lechner“ schrieb dazu: „Klarstellung: Sie verstoßen nachweislich und eindeutig gegen geltendes Gesetz!!!!!! Weiters ist es nicht gerade ein Meisterleistung, eine Handvoll von Geräten im Zeitraum Ende Jänner bis zur ersten Schutzschirmmeldung Mitte Juli nicht verkaufen zu können. Wo ist hier die so starke Beratungsqualität? Schlussendlich war es ditechs Absicht groß ins TV Business einzusteigen. Na ja. Hat ja großartig funktioniert.
Die Lösung IST sicher nicht alles deutlich unter Einstandspreis zu verkaufen. Hunderte FachHändler beweisen das Gegenteil, dass wenn die Verkaufkompetenz passt, sich auch gut Geld mit Loewe verdienen lässt. Und der Konsument Freude am Premiumprodukt hat. Auch jetzt in diesen schwierigen Zeiten. Abschließend…machen Sie sich mal keinen Sorgen um LOEWE. Möchte keine Wetten abschließen wer in Zukunft bessere Chancen hat in diesen herausfordernden Zeiten zu bestehen. ich wünsche Ihnen/ uns beiden, dass wir es gut meistern.

Lesen Sie den gesamten Post und die Reaktionen hier.

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Kommentare (3)

  1. Die Gier ist ein Luder …

    … und am Ende gibt es nur Verlierer!

    Loewe war so „gierig“ ihre Premium-Produkte über möglichst viele Vertriebskanäle anzubieten.
    Zugegeben – geschuldet einer wirtschaftlichen Notlage, weil schon länger das „Wasser bis zum Hals stand“!
    Preisagressive „Kistenschieber“ lassen sich nicht so einfach disziplinieren, wie langjährige und grundsätzlich loyale Händler!

    Ein Verkauf unter dem Einstandspreis ist in Österreich ja nicht illegal und ein „preisliches Agreement“ ist ein heißes Eisen und ein gefundenes Fressen für die Hüter der Paragraphen zur „beschleunigten Inflation“!

    DiTech hat mit „dieser Aktion“ hiermit wohl die geschlossenen Vereinbarungen mit Loewe gekündigt und kein Interesse mehr an einer künftigen Zusammenarbeit!
    All jene Kollegen, bei denen das Interesse an Loewe.Produkten auch „einfriert“, werden „demnächst“ diesem Beispiel folgen und uns ebenso „eiskalt gemixte Loewe Preisknaller“ (Internet-) Medien-wirksam servieren!
    Wahrscheinlich mehrheitlich diejenigen „von uns“, die „nebenbei Loewe-Produkte als lukratives Zubrot“ führ(t)en – „Kistenschieber eben – die andere Kollegen, welche zu einem beträchtlichen Teil ihre Erträge aus diesen Premium-Produkten erwirtschaften (müssen!) – absichtlich oder nicht – zusätzlich auch noch in wirtschaftliche Nöte „zwingen“!

    Denn als Kunden sind wir auch alle „gierig“ und wir scheren uns einen „Dreck“ darum, ob oder warum „irgendwer“ draufzahlt oder gar „draufgeht“! Hauptsache man hat das „Schnäppchen gekapert“!
    Wir stürzen uns mit Freude auf das beste Angebot! Geiz und Gier schalten eben das Hirn auf „Sparflamme“!
    Am Ende sind wir „Schnäppchenjäger“ – ALLE DIE VERLIERER!

  2. Einstandspreis

    Seit wann ist es ein Grund für eine Abmahnung, unter Einstandspreis zu verkaufen? Dann müsste auch Media/Saturn in einer Klagenflut untergehen!

  3. „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff!“

    Ich hoffe, andere Premium-Hersteller lesen diesen Artikel um wieder einmal den Beweis zu bekommen, das Premium-Produkte bei Dumping-Versendern nichts verloren haben!

    DiTech hat es scheinbar nicht geschafft, die hochwertigen LOEWE-Produkte zu „Normalzeiten“ verkaufen zu können – und nun wo das Schiff in Schieflage geraten ist, verlassen die sprichwörtlichen Ratten als erste das Schiff. Traurig.

    Umso mehr „Daumen hoch“ für Hannes Lechner, der seinen Mann steht und nicht in den Kopf in den Sand steckt.

    Und wie so oft: Totgesagte leben länger! Loewe hat es schon einmal geschafft und viele Andere auch, aber so etwas entzieht sich der Kenntnis von branchenfremden Quereinsteigern wie DiTech vermutlich…

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