Mittwoch, 29. September 2021
Hot!Geht DiTech das Geld aus?

DiTech am Limit

Hintergrund | Dominik Schebach | 21.10.2013 | | 7  
DiTech verhandelt mit den Banken, um „die Finanzierung für weiteres Wachstum sicherzustellen DiTech verhandelt mit den Banken, um „die Finanzierung für weiteres Wachstum sicherzustellen".

Noch Anfang Oktober eröffnete der Wiener Händler in der SCS einen neuen Flagshipstore. Jetzt soll der Kreditversicherer eines wichtigen IT-Lieferanten das Limit von DiTech herabgesetzt haben.

Der Verdacht liegt nahe, dass sich DiTech bei der Expansion der vergangenen Jahre übernommen hat. Beim Unternehmen sieht man die Sache naturgemäß anders, wenn man auch die Schwierigkeiten mit einem Lieferanten bestätigt. DiTech-Sprecher Mario Gündl erklärte gegenüber E&W: „Derzeit befindet sich DiTech in den Gesprächen mit den Banken, um die Finanzierung für weiteres Wachstum sicherzustellen.“ Im Gegensatz zu Medienberichten vom Wochenende wolle die Familie Izdebsky derzeit jedoch nicht verkaufen, so Gündl und kündigte für die kommenden Tage weitere Neuigkeiten von Seiten DiTech an.

Dass DiTech unmittelbar vor dem Weihnachtsgeschäft das Kreditlimit gekürzt wird, ist für den Händler natürlich besonders kritisch. Derzeit soll das Unternehmen intensiv auf der Suche nach einem Geldgeber sein. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte DiTech einen Umsatz von 120 Mio Euro (+14%). Der operative Gewinn betrug 216.000 Euro. Die Verbindlichkeiten beliefen sich auf 22,7 Mio Euro. Davon 7,7 Mio  bei Banken. Gegenwärtig beschäftigt DiTech 300 Mitarbeiter und betreibt 22 Filialen.

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Kommentare (7)

  1. Ja, es geht immer billiger, auch wenns nix mehr bringt

    @alexander:
    Du hast so Recht.. ordentliche Beratung für einen Endkunden (PC oder Notebook im Basic-Segment) ist schon nach ca. 5 Min. Gesprächszeit völlig unrentabel.
    Auch wir überlegen bereits, unser Ladenlokal dicht zu machen (zumindest für Endkunden)

    Was mich aber am meisten an der ganzen Sache irritiert.
    op-Gewinn von 216 taussis bei einem Umsatz von 216mio, da würde bei so gut wie jeder Finanzprüfung die ganze Firma eher als Liebhaberei deklariert….

    Aber was solls, jeden Tag steht ein Trottel auf, und mit Sicherheit findet Ditech einen Investor, der gerne mal auf die rasche etwas Knete verbrennen möchte 🙂

    Gestern standen wir noch knapp vor dem Abgrund, heute sind wir schon einen ganzen Schritt weiter…

  2. Umsatzrendite

    Na da bin ich ja mal gespannt wer bei einer Umsatzkapitalrendite von 1,8% brutto einsteigt. Bei 120 Millionen sollte man sogar bei einem niedrigen Zinssatz auf der Bank mehr Geld für sein eingesetztes Kapital bekommen, ohne mit diesem Risiko zu arbeiten.

  3. Bin schon neugierig,

    wie das mit dem Totengräber AMAZON weiter geht. Wenn der überlebt, sollen die von der Industrie nie mehr sagen, der Preis ist nicht von uns.

  4. Deflation

    Es ist kein Wunder in dieser Branche. Als langjähriger IT Dienstleister haben wir in diesem Jahr das Ladengeschäft geschlossen, da mit dem Handel kein Brot mehr zu verdienen ist. Ich frage mich, was dann mit E-Tec und anderen ist, die ja noch billiger verkaufen. Alle Welt spricht von Inflation, in unserer Branche gibt es seit Jahren eine stete Deflation, die Preise sinken laufend, die Margen mit. Gesunde Preise kann keiner mehr machen, weil sich die Geiz-ist-geil Händler selbst gegenseitig fertig machen. Wie man sieht genügen selbst € 400.000,- Umsatz pro Mitarbeiter nicht mehr, um gesund zu überleben. Der IT Handel liegt bei diesen Margen im Sterben, so sieht es einfach aus!

  5. Kein Wunder

    Wenn man Ditech so beobachtet, kommt die Erinnerung an Birg auf. Wurde auch immer größer, mit eigenem Großhandel usw. Er nennet sich ja auch Computer Fachmarkt, wobei das Wort Fach sicher nicht passt.

  6. Wundert’s irgendwen!?

    Sie ist eine heimtückische Infektion, diese „Expanditis“!!! Oft bleibt sie für viele Jahre unbemerkt und dann, wenn man sie übergaupt nicht brauchen kann, in Zeiten des Stillstands und der Rezession, brícht sie unweigerlich aus und macht alles kaputt was filigran und auf Wolken gebaut wurde…

  7. Bad News zur Unzeit

    Hmm, kann es sein, dass diese Bad News ganz gut zum Konfrontationskurs passt, der aufgrund des Loewe Pricings derzeit in der Branche umgeht?
    DiTech braucht mich sicher nicht zu deren Verteidigung, dies ist auch gar nicht meine Absicht, aber ich erlaube mir anzumerken, dass das Timing irgendwie sehr sonderbar ist….
    Wie auch immer: Da es nur eine Handvoll nennenswerte Kreditversicherer in Europa gibt, trifft sowas nie nur einen Lieferanten. Wenn es also Probleme gibt, dann garantiert nicht nur mit einem Lieferanten…

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