Montag, 25. Oktober 2021
„Ein Desaster“

Multiband-Auktion: FEEI ist „bestürzt“

Telekom | Dominik Schebach | 22.10.2013 | |  
FEEI-GF Lothar Roitner fordert den Erlös der Multiband-Auktion für die IKT-Branche ein. FEEI-GF Lothar Roitner fordert den Erlös der Multiband-Auktion für die IKT-Branche ein.

Angesichts des Ergebnis der Multiband-Auktion meldet sich auch der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie zu Wort.  FEEI-GF Lothar Roitner zeigt sich über die Lizenzkosten von mehr als 2 Mrd Euro bestürzt und wiederholt eine bestehende Forderung des Verbands: Er fordert, dass die Lizenzgebühren in der Branche reinvestiert werden.

Das ist ein telekommunikationspolitisches Desaster“, erklärte Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI. „Die Aufgabe der RTR und des BMVIT ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen schnellen Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration LTE fördern, und nicht durch geschicktes Versteigerungsdesign eine Ertragsmaximierung zu betreiben. Das Geld, das die Branche jetzt dem Staat bezahlen muss, wird beim Ausbau fehlen. Die Folge wird ein langsamer Ausbau der Netze und somit Nachteile für die Konsumenten bringen. Und das alles dafür, dass wahrscheinlich ein großer Teil des Geldes in schwarzen Budgetlöchern des Staatsdefizits verschwinden wird.“

Der FEEI stellt ganz klar fest, dass für zukünftige Versteigerung ein neues Design hinterlegt werden muss, um leistbare und nachhaltige Ergebnisse erzielen zu können. Aufgrund der gescheiterten Versteigerung seien nun nachhaltige Förderungen für den Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur und der IKT-nahen Forschungsförderung im Sinne des Wirtschaftsstandorts Österreich gefragt. „Denn es muss klar sein, dass nach dem Desaster der Versteigerung dieses Geld aus der IKT-Branche wieder zurückfließen muss, um einerseits den entstandenen Schaden zu reduzieren und andererseits nachhaltige Akzente zu setzen“, stellt Roitner fest.

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