Freitag, 12. August 2022
„Die Geldbörse der Zukunft“

Mobile Payment auf dem Vormarsch

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 31.07.2014 | |  Archiv
Wie Marketagent.com herausgefunden hat, denkt jeder Dritte, dass sich Mobile Payment in Österreich völlig durchsetzen wird. (Grafik: Marketagent.com) Wie Marketagent.com herausgefunden hat, denkt jeder Dritte, dass sich Mobile Payment in Österreich völlig durchsetzen wird. (Grafik: Marketagent.com)

Wie das Online Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com in einer Studie herausgefunden hat, könnte das Mobiltelefon die Geldbörse in Zukunft ersetzen. Denn wie die Befragung von mehr als 1000 Österreichern zum Thema „Mobile Payment“ (Bezahlung mittels Mobiltelefon) ergeben hat, empfinden 57% M-Payment als innovativ und zukunftsorientiert. Jeder Dritte denkt, dass sich Mobile Payment in Österreich völlig durchsetzen wird.

Die Ergebnisse der Marketagent.com-Studie zum Thema Mobile Payment zeigen, dass drei von zehn Österreichern (30,4%) das Mobiltelefon zum Bezahlen im stationären Bereich bereits eingesetzt haben. „Bisher halten sich die Österreicher noch sehr zurück“, so Dominique Ertl, Studienleiterin von Marketagent.com, „denn lediglich 6,1% der Non-User können sich vorstellen, künftig mobil zu bezahlen.“ Bei der Betrachtung nach Alter zeigt sich: „Je jünger die Konsumenten, desto interessanter ist die Bezahlung mittels Mobiltelefon“, so Marketagent.com. Wobei die Einsatzmöglichkeiten der mobilen Bezahlform sehr weitläufig sind: „Vor allem für die Bezahlung von Parkscheinen (72,1%), Fahrscheinen für öffentliche Verkehrsmittel (63,3%) und Zugtickets (57,1%) können sich jene Personen zukünftig Mobile Payment vorstellen, die bisher noch keine Erfahrung damit gemacht haben.“

Die Vorteile von M-Payment liegen laut der Marketagent.com-Umfrage überwiegend in der Praktikabilität (35,5%). „Auch dass man mit dem Mobiltelefon als „Geldbörse“ kein separates Portemonnaie mehr mitnehmen muss (31,6%) und sich die Sorge erspart, ob man genügend Bargeld dabei hat (30,8%), spricht für die innovative Zahlungsart“, sagt Ertl.

Geschlechtervergleich

Trotz der erwähnten Vorteile sind viele Österreicher skeptisch: „Nur etwa jeder zehnte Befragte würde Mobile Payment überwiegend Vorteile zuschreiben. Wobei auch hier gilt: Je jünger, desto positiver gestimmt ist man gegenüber der neuen Bezahlform“, sagt Marketagent. Im Geschlechtervergleich sind die Herren der mobilen Bezahlung eindeutig positiver geneigt, als die Frauen: „Während 14,2% der Männer mehrheitlich die Vorteile sehen, sinkt der Wert bei den Frauen auf 8,1%“, zeigen die Ergebnisse.

Immer mehr Händler – wie zB. Billa, Merkur und auch Hartlauer – ermöglichen bereits die Bezahlung mittels Mobiltelefon. Der Durchbruch von M-Payment ist, laut Studienmachern, bis dato aber noch nicht gelungen. „Aber immerhin denkt jeder Dritte (35,5%), dass sich Mobile Payment langfristig in Österreich durchsetzen wird und somit ein enormes Wachstumspotenzial hat. Und immerhin empfinden 57% der Österreicher die mobile Bezahlung als innovativ und zukunftsorientiert“, so Ertl.

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