Freitag, 12. August 2022
WKÖ-Handelsobfrau Lorentschitsch: „Reform ohne Verlierer”

Post Partner: Neues Provisionssystem ab 1. März

Hintergrund | Wolfgang Schalko | 27.02.2015 | | 2  Archiv
Kleine und mittlere Unternehmen sollen von den Modifikationen der Post Partnerschaft besonders profitieren. Kleine und mittlere Unternehmen sollen von den Modifikationen der Post Partnerschaft besonders profitieren.

„Mit dem Provisionssystem Neu konnte die Wirtschaftskammer Österreich in Verhandlungen im Rahmen des Post Partner-Beirats mit der Post AG eine deutliche Steigerung des Provisionsvolumens für Post Partner-Betriebe erreichen", zeigt sich Bettina Lorentschitsch, Obfrau der Bundessparte Handel in der WKÖ, erfreut. Zudem wird es Ausgleichszahlungen für jene geben, die nach dem neuem System weniger Provision erhalten würden, und das Provisionsmodell wird insgesamt vereinfacht.

„Damit konnte eine weitere Attraktivierung des rot-weiß-roten Erfolgsmodells Post Partnerschaft erreicht werden“, unterstreichen Lorentschitsch und Bundesspartengeschäftsführer René Tritscher: „Die Reform der Postpartnerschaft ist eine Reform ohne Verlierer, sie ist eine Win-win-win Situation für alle – die Kunden, die Post Partner-Unternehmen und die Post AG.“

Beim Großteil der Post Partner in ganz Österreich handelt es sich um Unternehmen aus dem Bereich Handel (rund zwei Drittel). 1.300 Post Partner (bei insgesamt 1.819 Post-Geschäftsstellen) gibt es derzeit (Stand: 1. Jänner 2015) in ganz Österreich.

Konkret umfasst das neue, ab 1. März 2015 geltende Provisionssystem für Post Partner-Unternehmen folgende Maßnahmen:

  1. 1 Million Euro pro Jahr mehr an Provisionen: Das Volumen der Provisionen für Post Partner wird mit 1. März 2015 um 1 Mio. Euro pro Jahr erhöht. Die Erhöhung wird vor allem dadurch erzielt, dass die erste Tarifstufe (Brief), die Basisprovision und IDM/Medienpost erhöht werden. Derzeit werden den 1.300 Post Partnern jährlich Provisionen in Höhe von 24,4 Mio. Euro ausbezahlt. „Davon profitieren vor allem kleine und mittlere Post Partner“, sind die Vertreter des Handels überzeugt.
  2. Ausgleichszahlungen für jene rund 150 Post Partner, die nach dem neuen System weniger Provision erhalten würden, zumindest für das laufende Jahr. Damit ist gewährleistet, dass kein Post Partner heuer weniger Provision als im 2014 erhält.
  3. Vereinfachung des komplexen Provisionsmodells: Das wird vor allem durch die Streichung der sogenannten „Produktsockel“ erreicht. Das bedeutet, dass der Post Partner für jede einzelne Dienstleistung eine fixe Abgeltung erhält. Bisher bekam der Post Partner für eine gewisse Anzahl von Dienstleistungen lediglich eine Pauschalsumme.

An weiteren Adaptierungen wird jedoch bereits gearbeitet: „Denn es wird immer schwieriger, Kleinst-Post Partner mit geringen Transaktionen und Umsätzen und Post Partner mit riesigen Volumina im Brief- und Paketbereich über einen Kamm zu scheren.“ Vor diesem Hintergrund konnte die Bundessparte Handel durchsetzen, dass es Überlegungen zu einer Neugestaltung der Post Partnerschaft gibt: „Damit soll den unterschiedlichen Bedürfnissen der Post Partner und Anforderungen an sie noch besser Rechnung getragen werden“, so Lorentschitsch und Tritscher mit Blick auf weitere Verbesserungen.

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Kommentare (2)

  1. Provisionssystem

    1. Erhöhung der Provisionen: vor 7 Jahren erhielt ein Post.Partner 19ct pro Brief, heute sind es 14 ct. Für eine Paketsendung ins Ausland erhielt ein Post.Partner 2,45 EUR, heute 90ct.rn2. Basisprovision erhöht: dafür Basisprovision von Paket- UND Briefsendungen gestrichenrnrnWieso müssen Post.Partner mit größeren Volumina im Brief- und Paketbereich ein Jahr warten, bis ein Modell für sie gefunden wird. Derzeit haben sie Provisionseinbußen für Mehrarbeit.

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