Montag, 22. April 2019
Ausblick

ABB auf der Hannover Messe

E-Technik | Wolfgang Schalko | 16.03.2015 | Bilder | | 1  
Testaufbau für das 525 kV kunststoff-isolierte Kabelsystem. Testaufbau für das 525 kV kunststoff-isolierte Kabelsystem.

Von 13. bis 17. April steht die Hannover Messe auf dem Programm. ABB präsentiert in Halle 11, Stand A 35 Innovationen, Lösungen und Services rund um Automatisierung und Energietechnik entlang der gesamten Wertschöpfungskette – hier ein erster Vorgeschmack.

Einen wichtigen Baustein für die Energiewende bildet das neue XLPE-Gleichstromkabel für mehr als 500kV – die Innovation ermöglicht das Übertragungsnetz der Zukunft mit Hochspannungs-Gleichstrom-Freileitungen und Teilverkabelungsstrecken. Eine der Herausforderungen, die die Energiewende bereithält, sind die neuen Aufgaben, die das Übertragungsnetz künftig übernehmen muss. Um diese so effizient wie möglich zu bewältigen, ist unter anderem auch der Neubau von mehr als 2.000 Trassenkilometern für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) geplant, die in vielen Fällen auch sensible Umweltbereiche oder Wohnbebauung passieren. Das von ABB entwickelte kunststoff-isolierte Gleichstromkabelsystem für Spannungen bis 525 Kilovolt (kV) weist eine so hohe Leistungsdichte auf, dass erstmals ein Kabelsystem ungefähr die gleiche Leistung übertragen kann, wie ein Freileitungssystem.

Eines der Highlights im Bereich der Niederspannungsprodukte stellt der Softstarter PSTX mit besonders komfortabler Bedienung dar. Die Baureihe bietet kompletten Motorschutz in nur einem Gerät und arbeitet auch bei Last- und Netzunregelmäßigkeiten absolut zuverlässig. Die neuen Strombegrenzungsvarianten Standard, Zweifach und Rampe ermöglichen die volle Kontrolle des Motors während des Starts und den sicheren Motorbetrieb in schwächeren Netzen.

Einen Durchbruch erzielte ABB im Bereich der ökoeffizienten Schaltanlagentechnik: Durch die Entwicklung einer Lösung, die das Gas Schwefelhexafluorid durch ein neuartiges Isoliergasgemisch ersetzt, kann die Schaltanlage die Emission von Kohlendioxidäquivalenten über den Lebenszyklus der Ausrüstung um bis zu 50% gegenüber dem Vorgängermodell mit gleicher Nennleistung reduziert werden.

Der Bereich Prozessautomatisierung kann unterdessen mit dem ersten FDI-konformen Stand-Alone-Software-Produkt aufwarten und stellt auf der Hannover Messe die erste Version des „Next Generation Device Management“ vor. Somit liefert ABB das erste Tool, das Feldgeräteintegration (FDI) mit den nicht proprietären, gemeinsamen FDI-Common-Host-Components unterstützt. Bereits im Jahr 2009 begannen die Entwicklungsarbeiten zur Feldgeräteintegration mit dem Ziel, das Beste der text- (DD, EDDL, usw.) und grafikbasierten (FDT/DTM) Geräteintegration miteinander zu verbinden. Bis zum Jahr 2011 war die FDI-Spezifikation formal ausgearbeitet, und die meisten Organisationen (HART, PRO-FIBUS, FF, FDT, OPC) sowie die weltweit führenden Anbieter von Automatisierungstechnik waren beteiligt. Nach jahrelanger, intensiver Arbeit und mit dem einzigen Ziel, die Geräteintegration radikal zu vereinfachen, wurden im November 2014 die FDI-Spezifikation und mit ihr die gemeinsamen Host-Komponenten (FDI Common Host Components) sowie die integrierte Entwicklungsumgebung (FDI Package IDE) für FDI-Geräte-Pakete vorgestellt.

Bilder
Komfort und Funktion im Fokus – Softstarter der Baureihe PSTX.
Komfort und Funktion im Fokus – Softstarter der Baureihe PSTX.
Die erste gasisolierte Schaltanlage (GIS) mit ökoeffizientem Isoliergasgemisch.
Die erste gasisolierte Schaltanlage (GIS) mit ökoeffizientem Isoliergasgemisch.
ABB präsentiert das erste FDI-gestützte Gerätemanagement-Tool (im Bild das FDI-Logo).
ABB präsentiert das erste FDI-gestützte Gerätemanagement-Tool (im Bild das FDI-Logo).

Kommentare (1)

  1. Interessant

    Hannover glänzt nicht nur auf dem Arbeitsmarkt mit interessanten Jobs (vgl. hier ), sondern bietet mit Messen wie ABB Inspirationen für weitere Forschungstechnologien. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen!

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