Landesgremien: Jetzt sind auch die Wiener vereint
Landesgremialobmann Erwin Pellet, sowie die Voristzenden der beiden Berufszweige, für den Elektrohandel Roman Adametz, sowie für den Einrichtungsfachhandel Johann Klein.
Jetzt hat auch Wien nachgezogen. Gemeint ist die Zusammenlegung der Landesgremien des Elektro- und Einrichtungsfachhandels mit dem Start der neuen Funktionsperiode. Die konstituierende Sitzung des neuen Landesgremiums fand am 16. März statt. Heute stellten Landesgremialobmann Erwin Pellet sowie Johann Klein, Vorsitzender Berufszweig Einrichtungsfachhandel, sowie Roman Adametz, Vorsitzender Elektrohandel, die Ziele des neu formierten Gremiums vor.
„Das Bauchgefühl sagt mir, dass wir gut miteinander können. Die Zusammenführung von Einrichtungsfachhandel und EFH ist eine vernünftige Lösung. Das passt zusammen und das gehört zusammen“, erklärte Landesgremialobmann Erwin Pellet. Das neue Gremium vertritt rund 3200 Mitgliedsbetrieb, von denen rund 2800 aktiv gemeldet sind. Zwei Drittel der Mitglieder gehören dem EFH an, ein Drittel sind dem Einrichtungsfachhandel zuzuordnen. Die „Verzögerung“ von fünf Jahren kam vor allem dadurch zustande, da in der vergangenen Funktionsperiode die Gremien des EFH und des Elektrogroßhandels in Wien zusammengelegt wurden. Und drei Gremien auf einmal wollte man dann doch nicht vereinen.
Programm
Die Shwerpunkte des neuen Gremiums liegen in den Bereichen E-Commerce, die Problematik runf um den barrierefreien Zugang zu den Geschäftslokalen und die bedarfsgerechte Lehrlingsausbildung. Wunderwuzzis sei man zwar nicht, aber mit der Erfahrung aus der Praxis könne man Mitglieder nicht nur beratend unterstützen, sondern auch den einen oder anderen notwendigen Anstoß geben, so Pellet dazu.
Ein Beispiel dafür ist die Image-Werbung des Gremiums für den EFH zB mit Radiospots bei Radio Arabella, um den Fachhandel besser gegenüber der Konkurrenz aus dem Netz zu positionieren. Denn der EFH kämpfe nicht nur mit sinkenden Umsätzen, sondern auch mit schwindenden Kundenzahlen wie Adametz betonte: „Wir müssen deswegen darauf schauen, dass die Kunden wieder gern zu uns kommen.“
Ein heißes Thema über die gesamte Branche bleibt deswegen auch die Lehrlingsausbildung. Hier will das Gremium zusätzlich zur Berufsschule über das WIFI ergänzende Angebote machen, um die Lehrlinge besser auf den Berufsalltag vorzubereiten. „Gerade im Hinblick auf die Konkurrenz aus dem Netz können wir nur daran arbeiten, dass wir bei Beratung und Service die besseren sind“, so Klein. „Unser Personal ist deswegen das wichtigste Kapital.“
Barrierefreiheit
Ein besonders wichtiger Punkt bleibt für Pellet die Barrierefreiheit beim Zugang zu den Geschäften des Wiener Handels. „Das ist wieder ein Gummiparagraph geworden. Denn hier liegt es dann im Ermessen des Magistrats festzustellen, was dem einzelnen Händler zuzumuten ist.“ Die Wiener Handelssparte bietet deswegen Zugang zu einem Beraterpool der Kammer sowie zusätzlichen WIFI-Kurse und ein Merkblatt an (siehe Downloads).


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