Sonntag, 16. Januar 2022
Details werden bekannt

Rakuten.at: 5 Mio. Euro Verlust

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 04.08.2016 | Bilder | | 1  
Wie E&W berichtete, wird der Online Marktplatz Rakuten.at mit Ende August geschlossen. Medien veröffentlichten nun erstmals konkrete Zahlen. So häufte Rakuten in Österreich seit der Gründung im Jahr 2013 mehr als 5 Mio. Euro Bilanzverlust an. Wie E&W berichtete, wird der Online Marktplatz Rakuten.at mit Ende August geschlossen. Medien veröffentlichten nun erstmals konkrete Zahlen. So häufte Rakuten in Österreich seit der Gründung im Jahr 2013 mehr als 5 Mio. Euro Bilanzverlust an.

Ende Mai wurde bekannt, dass die E-Commerce-Plattform Rakuten.at, die sich selbst auf der Unternehmens-Homepage als einen der führenden österreichischen Marktplätze bezeichnete, ihr Tun mit Ende August einstellt. (E&W berichtete) Nun wurden Zahlen bekannt, auf Grund derer nachvollziehbar ist, warum die Reißleine gezogen wurde ...

Der Online Marktplatz Rakuten kündigte (wie E&W berichtete) im Frühjahr auf der Unternehmens-Website an, seine Plattformen in Großbritannien und Spanien einzustellen. Als Grund wurde zu geringes Wachstum angegeben. Und auch in Österreich wird es Rakuten.at mit Ende August nicht mehr geben, Österreichische Händler und Kunden sollen aber weiterhin über die deutsche Plattform Rakuten.de operieren und kaufen können, wie Österreich-GF Dieter Kindl gegenüber Medien erklärte. Händler in Österreich, so Kindl weiter, würden ohnehin bereits 85% ihres Umsatzes auf der deutschen Seite generieren.

Der Schritt wurde als Teil einer groß angelegten Restrukturierungsmaßnahme beschrieben. „Künftig sollen Frankreich und Deutschland im Fokus stehen, wo das Geschäft mehr Potenzial für Skalierung und Wachstum hat“, so Rakuten.

Konkrete Zahlen

Das Wirtschaftsblatt veröffentlichte nun konkrete Zahlen, genauer geht es um 5,3 Millionen Euro Verlust in Österreich. Im Jahr 2013 ist Rakuten in Österreich gestartet. Laut Wirtschaftsblatt, dass sich auf einen Firmenbuchauszug bezieht, hat das Unternehmen in diesem Zeitraum einen Bilanzverlust von 5,3 Millionen Euro angehäuft. „Im Geschäftsjahr 2015 lag der Jahresverlust bei 1,6 Millionen Euro.“

Dabei hatte Dieter Kindl mit Rakuten in Österreich so große Pläne, wie er u.a. auch E&W im Interview schilderte. Ebay zu überholen sei „in Griffweite“, meinte er, und 2016 wolle man erstmals Gewinne schreiben. Die „kleinstrukturierte österreichische Unternehmenslandschaft“ sei nämlich ideal für das Rakuten-Geschäftsmodell …  

 

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Der österreichische GF Dieter Kindl war bis zuletzt optimistisch, mit Rakuten in Österreich Gewinne zu schreiben ...
Der österreichische GF Dieter Kindl war bis zuletzt optimistisch, mit Rakuten in Österreich Gewinne zu schreiben ...
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