Montag, 25. Oktober 2021
SMART-Premiere

Connected 4 Productivity zeigt Schaltschrankbau 4.0

E-Technik | Karl Pichler | 01.06.2017 | |  
Der Empore-Messestand mit den „Darstellern” (v.l.n.r.): Thomas Kladensky (Sonepar), Josef Kranawetter (Weidmüller), Werner Renner (Thonauer), Angelika Thonauer (Lightouse), Andreas Hrzina (Rittal) und Martin Berger (Eplan). (Fo: K.Pichler)
Der Empore-Messestand mit den „Darstellern” (v.l.n.r.): Thomas Kladensky (Sonepar), Josef Kranawetter (Weidmüller), Werner Renner (Thonauer), Angelika Thonauer (Lightouse), Andreas Hrzina (Rittal) und Martin Berger (Eplan). (Fo: K.Pichler)

Diese Kooperation, erstmals im Rahmen der SMART Automation in Linz vorgestellt, wurde auf Initiative von Weidmüller-Geschäftsführer Josef Kranawetter gegründet. Angelika Thonauer, Eigentümerin der Lighthouse Werbeagentur und ehem. Mitbegründerin der Fa. Thonauer, eröffnete das Live-Projekt, das einem breiten Fachpublikum vorgestellt wurde.

Vom Engineering bis hin zur Auslieferung – „Wir sehen bei unseren Kunden im Maschinen- und Anlagenbau immer mehr die Thematik Kommunikation, Vernetzung und Produktivität als einen zentralen Diskussionspunkt“, so Weidmüller-GF Josef Kranawetter zur Eröffnung. „Mit der Kooperation möchten wir zeigen, wie die Verbindung der Daten im Detail funktioniert. Das Projekt veranschaulicht, wie das Zusammenspiel von Engineering bis hin zur Auslieferung genau abläuft und wie die Fertigungsbereiche tatsächlich miteinander vernetzt sind.“

Erste Engineering-Prozesse und Konfiguratoren

Martin Berger, GF Eplan Software & Service führte vor, wie heutige Engineering-Prozesse beginnen. Mit modernstem Engineering könne man schon mit einer Vorfertigung starten, von der kompletten Klemmenbeschriftung und dem Klemmenaufbau bis hin zur Augmented Reality. „Die Daten können direkt von Eplan aus gespeist werden“, so Berger. Für die Klimatisierung werde zum Beispiel ein Konfigurator verwendet, der gemeinsam mit Rittal entwickelt wurde. „Luftströme u.Ä. bis hin zu einer durchgehenden Kühlung können hiermit rasch und effizient konfiguriert werden, um nur ein Beispiel zu nennen“. Ein weiteres Highlight sei, ergänzte Berger, dass mit heutiger Technologie Einbausituationen im Schaltschrank automatisch erkannt würden und die Daten automatisch an die Komax-Maschinen zur Draht- und Kabelfertigung der Fa. Thonauer übergeben werden könnten.
Werner Renner, GF Thonauer, wies auf die Wettbewerbsfähigkeit im Schaltschrankbau hin. Es müsse um Kostensenkung gehen. Beim Material sei dies seiner Meinung nach eher schwierig zu bewerkstelligen. „Bei den Prozesskosten ist dies jedoch noch möglich, da ist noch etwas drin“, zeigte sich Renner optimistisch und verwies auf die Prozess-Straße. „Hier zeigen wir in der Praxis, wie das im Detail von statten geht.“

100.000 Schaltschränke jährlich

„Ohne Schaltschränke gibt es keine Automatisierung“, so Andreas Hrzina, verantwortlich für Marketing und Produktmanagement bei Rittal. Jährlich würden mehr als 100.000 Schaltschränke alleine in Österreich verbaut. Der weltweit größte Elektro-Großhandel, Sonepar (vertreten durch Thomas Kladensky, Leiter Industrie & Vertrieb/Key Account), verstand sich als digitales Bindeglied – die Drehschreibe für alle Komponenten.

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