Mittwoch, 26. Juni 2019
Sonnige Aussichten für 2018

PV Austria: 2017 – Ein gutes Photovoltaikjahr

E-Technik |Wolfgang Schalko | 29.11.2017 | |  
Beim PV Austria rechnet man mit einem guten PV-Jahr 2018. Beim PV Austria rechnet man mit einem guten PV-Jahr 2018.

Mit dem gestrigen 28. November wurde der Fördertopf des Klima- und Energiefonds (8 Millionen Euro) für Kleinanlagen zwei Tage vor der Ablauffrist vollkommen ausgeschöpft. Damit können in Österreich mehr als 5.500 Anlagen gebaut werden. „Die Kleinanlagenförderung ist eine phantastische Erfolgsgeschichte“, betonte PV Austria-Präsident Hans Kronberger.

Der Förderbedarf konnte von ursprünglich 2.800 Euro im Jahr 2008 auf aktuell 275 Euro pro Kilowattpeak gesenkt werden. Dazu Hans Kronberger: „Die Bedeutung liegt nicht nur im Ausbauvolumen, sondern auch in der Bewusstseinsbildung. Jede Anlage ist eine Botschaft für das zukünftige Energiezeitalter. Mit der Förderung wird eher finanzschwachen und idealistischen Errichtern der Zugang zur Eigenstromerzeugung ermöglicht. Die Sonnenstromerzeugung sichert eine gewisse Unabhängigkeit von Lieferländern fossiler Rohstoffe, schont die dafür notwendigen Devisen und stabilisiert den Strompreis.“ Für das Jahr 2017 hat der Branchendienst Kreutzer, Fischer und Partner einen leichten Zuwachs von 155 Megawattpeak installierte Leistung (im Jahr 2016) auf 170 Megawattpeak prognostiziert (im Jahr 2017).

Der Bundesverband Photovoltaic Austria sieht eine starke Tendenz zum Eigenstromverbrauch, auf Grund der stark gesunkenen Anlagenkosten, die es lukrativer machen den gewonnen Strom selbst zu verbrauchen, als ins Netz einzuspeisen. „Photovoltaikstrom rechnet sich, dies erkennen immer mehr Errichter“, so Kronberger weiter. Der PVA wartet auf die offizielle Marktstatistik des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) um eine endgültige Bilanz des PV-Zubaus ziehen zu können.

Sehr wohl kann aber bereits eine Prognose für das Jahr 2018 abgegeben werden: Durch die kleine Ökostromreform und die Novelle zum Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetz (ElWOG) rechnet der PVA für das Jahr 2018 mit einem zusätzlichen Ausbauvolumen von 60 bis 70 Megawattpeak. Dies wird ermöglicht durch ein zusätzliches Fördervolumen und der ersten bundesweiten Speicherförderung in der Höhe von 15 Millionen Euro, der Möglichkeit gemeinschaftlicher Nutzung einer Anlage durch mehrere Hausparteien und einer Reihung der Anträge mit Bevorzugung der Eigenverbrauchsanlagen. Durch letztgenannten Punkt ist es möglich, die gesamte Fördersumme des bisherigen Ökostromgesetzes voll zu nutzen. Dies ergibt die Chance, die jährliche Fördersumme von 8 Millionen Euro endlich voll zu nutzen, denn einen Fehler im Gesetz verlor die Photovoltaikbranche pro Jahr zirka 2 Millionen Euro an Fördergeldern (Was für die gesamte Laufzeit von 13 Jahren insgesamt 26 Millionen Euro ergibt, die der Photovoltaik entgingen).

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