Freitag, 7. Oktober 2022
Regionale Frequenzblöcke geplant

TKK: Vorbereitungen zu 5G-Auktion in der Zielgerade

Telekom | Dominik Schebach | 22.02.2018 | |  Archiv
Die 5G-Lizenzen sollen nach Regionen vergeben werden. Dabei unterscheidet die TKK nach urbanen und ländlichen Gebieten. (Grafik: TKK) Die 5G-Lizenzen sollen nach Regionen vergeben werden. Dabei unterscheidet die TKK nach urbanen und ländlichen Gebieten. (Grafik: TKK)

Die Telekom Control Kommission bzw die RTR bereiten derzeit die Auktion für die 5G-Frequenzen vor. Heute wurden die ersten Eckpunkte für die Betreiber bekanntgegeben. Demnach soll die Einstiegshürde sehr niedrig angesetzt werden. Insgesamt belaufen sich die Rufpreise derzeit auf rund 30 Millionen Euro. Stirnrunzeln ruft bei den Betreibern allerdings die regionale Stückelung hervor.

Sie sind der Grundstoff im Mobilfunk-Business: die Frequenzen. Nach den schlechten Erfahrungen bei der Auktion der 4G/LTE-Lizenzen, damals musste die Branche rund 2 Mrd Euro für die Nutzungsrechte am Funkspektrum hinblättern, ist natürlich jeder darauf gespannt, wie die Telekom Control Kommission dieses Mal das Verfahren anlegt. Nach bisher zwei Konsultationen und einer Anhörung sind die Bedingungen für die geplante Vergabe im Herbst beinahe fertig. Jetzt startet die letzte Konsultationsrunde für die Ausschreibungsunterlagen und Auktionsregeln. Sollten die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sein, dann kann die Auktion im Herbst über die Bühne gehen.

In dieser letzten Runde soll gemeinsam mit den Interessenten und der Branche der Feinschliff vorgenommen werden“, sagt RTR-GF Johannes Gungl. „Ich lade im Auftrag der Vergabebehörde Telekom-Control-Kommission (TKK) alle Beteiligten zum Dialog ein.“

Unter den Hammer kommen zwei „Pionierbänder“ im Bereich 3,4 bis 3,8 GHz. Wohl im Hinblick auf die Kritik nach der letzten Auktion ist diesmal nach eine „einfache Clockauktion“ geplant. Bei den Mindestgeboten orientierte sich die TKK an nationalen und internationalen Vergleichswerten.  Dabei wurden die Rufpreise allerdings sehr niedrig angesetzt. Jede Frequenzzuteilung läuft für knapp 20 Jahre, somit bis Ende 2039. 

Regionaler Wettbewerb

Ungewöhnlich ist allerdings, dass die TKK die 5G-Frequenzen regional ausschreiben will. Dabei wird zwischen ländlichen und urbanen Gebieten unterschieden. Die TKK will es damit auch regionalen Breitbandanbietern und Energieversorgern ermöglichen, neue Angebote auszubauen. Damit nicht ein Bieter allein den Großteil der Frequenzen kaufen und Mitbewerber vom Markt verdrängen kann, wird die Höchstmenge an zu erwerbenden Frequenzen beschränkt. In dieser Konsultationsphase schlägt die TKK also „Spektrumskappenvon 140 bis 160 MHz vor. Die Menge ist abhängig von Region sowie Betreiber und wird in der Konsultation zur Diskussion gestellt. 

Zudem hat die TKK Versorgungsauflagen festgesetzt: Diese sollen ein Horten der Frequenzen verhindern. „Je nach zugeteilter Frequenzmenge und Region muss ein erfolgreicher Bieter bis zu 1.000 Standorte mit 5G versorgen. Die Hälfte davon bis Mitte des Jahres 2020, um 5G rasch an die Nutzerinnen und Nutzer zu bringen“, erläutert Gungl. 

Bei der heutigen T-Mobile-Pressekonferenz begrüßte T-Mobile CEO Andreas Bierwirth zwar den niedrigen Einstiegspreis, beklagte allerdings die zusätzliche Komplexität durch die Verteilung nach Regionen.

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