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Montag, 27. Mai 2024
Studie von EHI und Statista

„E-Commerce-Markt Deutschland 2018“

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 11.09.2018 | Bilder | |  Archiv
Zum zehnten Mal geben EHI und Statista einen Überblick über den aktuellen E-Commerce-Markt in Deutschland. Auf Basis der Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2018“, in der die 1.000 umsatzstärksten Onlineshops untersucht wurden, entstand das Ranking der Top-100-Onlineshops. Im Bild die Top 10. (Grafik: EHI und Statista) Zum zehnten Mal geben EHI und Statista einen Überblick über den aktuellen E-Commerce-Markt in Deutschland. Auf Basis der Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2018“, in der die 1.000 umsatzstärksten Onlineshops untersucht wurden, entstand das Ranking der Top-100-Onlineshops. Im Bild die Top 10. (Grafik: EHI und Statista)

Das Handelsforschungsinstitut EHI und Statista geben zum nunmehr zehnten Mal einen Überblick über den aktuellen E-Commerce-Markt in Deutschland. Auf Basis der Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2018“, in der die 1.000 umsatzstärksten Onlineshops untersucht wurden, entstand das Ranking der Top-100-Onlineshops.

EHI und Statista haben den deutschen E-Commerce-Markt 2018 erneut detailliert unter die Lupe genommen und dabei auch wieder ein ausführliches Ranking der Unternehmen nach Umsatz erstellt. Wie die Zahlen zeigen, konnte der deutsche E-Commerce-Umsatz, wie in den vergangenen Jahren, auch 2017 deutlich zulegen. Die deutschen Top-100-E-Commerce-Händler erwirtschafteten einen Umsatz (mit physischen Gütern) von 30,5 Milliarden Euro. Verglichen mit den Onlineumsätzen im Jahr 2016 (die sich damals auf 27,4 Milliarden Euro belifen) bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von gut +11,3%

Keine Überraschung

Wenig überraschend ist, dass Amazon.de das Ranking nach wie vor anführt. Der Internetriese hält mit einem Umsatz von 8,8 Milliarden Euro einen großen Abstand zum Zweitbesten, bei dem es sich um Otto.de handelt. Die Plattform konnte 3 Milliarden Euro Umsatz verbuchen. Den dritten Platz belegt (wie schon im Vorjahr) Zalando.de mit 1,3 Milliarden Euro. „Zusammen erzielten die Top-3-Onlinehändler einen Umsatz von 13,1 Milliarden Euro und machen 43% des Umsatzes des gesamten Rankings der führenden 100 Onlinehändler aus“, fassen EHI und Statista zusammen.

Wenig stationär

Christoph Langenberg, E-Commerce-Experte beim EHI, stellt fest: „Unumstritten ist der Trend im Handel, sowohl online als auch stationär Geschäfte zu betreiben. aber offensichtlich macht man häufiger den Schritt von stationär zu online als andersherum.“ Laut EHI und Statista sind insgesamt 68 Unternehmen der Top-100-Onlinehändler auch stationär aktiv. Von diesen haben allerdings die meisten (nämlich 57) ihre Wurzeln im stationären Handel oder im Versandhandel. Nur 11 von ihnen seien ehemalige Online-Pure-Player, die also zuerst im E-Commerce tätig waren. Unter diesen 11 gebe es zudem nur drei Händler, die mehr als fünf stationäre Stores haben: Misterspex.de (10), Cyberport.de (13), Mytoys.de (17). Weitere wie Zalando.de und Home24.de betreiben stationär ausschließlich Outlet-Formate mit Sonderabverkäufen. „Der Trend fällt bei genauerer Analyse also sehr deutlich zugunsten des Onlinehandels aus und bezieht sich auf stationäre Händler, die vermehrt ins Netz drängen – Onlinehändler mit Ursprung im Netz zieht es sehr viel weniger in die Einkaufsstraßen der Städte“, sagen die Studienmacher.

On- und offline zahlt sich aus 

Die Strategie in beiden Vertriebskanälen – also on- und offline – aktiv zu sein, scheint sich auszuzahlen, wie EHI und Statista festhalten. „Mediamarkt.de, Saturn.de und Ikea.de profitieren mit über 30% von einem überdurchschnittlich großen relativen Umsatzwachstum im E-Commerce. Allerdings: Auch, wenn der Spitzenreiter des Rankings, Amazon.de, nur 9% Umsatzwachstum im eigenen Retail-Onlinehandel verbuchen kann, ist das absolut gesehen (700 Millionen Euro) immer noch am meisten und hält die Mitbewerber auf großem Abstand.“ 

Hier noch mal das Ranking der 10 Erstplatzierten:

Amazon, 8.816,7 Mio. Euro

Otto.de, 2.956 Mio. Euro 

Zalando.de, 1.281,4 Mio. Euro

Notebooksbilliger.de, 751,5 Mio. Euro

mediamarkt.de, 734,2 Mio. Euro

lidl.de, 594 Mio. Euro

bonbrix.de, 591 Mio. Euro

caberport.de, 533 Mio. Euro

conrad.de, 494,4 Mio. Euro

alternate.de, 472,2 Mio. Euro

 

Sonstige interessante Platzierungen aus branchennahen Segmenten:

13. saturn.de, 442,2 Mio Euro

14. apple.de, 431,4 Mio. Euro

17. ikea.de, 304 Mio. Euro

20. mindfactory.de, 261,2 Mio. Euro (Unterhaltungselektronik)

35 medion.com, 154,6 Mio. Euro

40. comtech.de, 141 Mio. Euro

54. ao.de, 125 Mio. Euro (elektronische Haushaltsgeräte)

66. rebuy.de/kaufen, 107,1 Mio. Euro (Unterhaltungselektronik)

69. druckerzubehoer.de, 101,1 Mio. Euro

70. redcoon.de, 99,8 Mio. Euro

72. jacob.de, 96,7 Mio. Euro (Unterhaltungselektronik)

74. computeruniverse.de, 94,9 Mio. Euro (Unterhaltungselektronik)

79. store.ho.com, 89,3 Mio. Euro (Unterhaltungselektronik)

85. reichelt.de, 73,8 Mio. Euro (Unterhaltungselektronik)

87 dell.com, 72,4 Mio. Euro (Unterhaltungselektronik)

99 pollin.de, 56,3 Mio Euro (Unterhaltungselektronik)

 

Bilder
Die deutschen Top-100-E-Commerce-Händler erwirtschafteten einen Umsatz von 30,5 Mrd. Euro. Verglichen mit den Onlineumsätzen im Jahr 2016 bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von gut +11,3%. (Grafik: EHI und Statista)
Die deutschen Top-100-E-Commerce-Händler erwirtschafteten einen Umsatz von 30,5 Mrd. Euro. Verglichen mit den Onlineumsätzen im Jahr 2016 bedeutet dies eine Umsatzsteigerung von gut +11,3%. (Grafik: EHI und Statista)
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