Donnerstag, 20. Juni 2019
T-Mobile vor A1 und Drei

Chip-Netztest: Dreimal „Sehr Gut“

Telekom |Dominik Schebach | 12.03.2019 | |  

Innerhalb der DACH-Region gilt traditionell Österreich als gut versorgt, wenn es um Mobilfunk geht. Das bestätigt nun auch der jüngste CHIP-Netztest, der gemeinsam mit den Experten von NET CHECK 2019 durchgeführt wurde. Dieses Jahr bietet nicht nur A1 Telekom Austria sondern auch T-Mobile und Drei die Telefonie über den 4G-Mobilfunkstandard VoLTE an. Damit verbessert sich T-Mobile um zwei Plätze und setzt sich auch beim CHIP-Netztest an die Spitze vor A1. Aber auch Drei erhielt von den Testern ein "Sehr Gut".

Lange Zeit setzte A1 die Maßstäbe und war strukturell im Vorteil“, fasst Wolfgang Pauler, Testchef bei CHIP das Ergebnis aus Sicht der Tester zusammen. „Unter anderem durch das technische Upgrade auf VoLTE bei T-Mobile und Drei verändert sich nun zum ersten Mal die lange unangefochtene Hackordnung der Netzbetreiber.“ T-Mobile erhält damit von CHIP die Schulnote 1,24. Auch in den beiden Wertungskategorien „Telefonie“ sowie „Mobiles Internet“ erzielt der Netzbetreiber das beste Ergebnis im Test. A1 verfehlt seinen angestammten ersten Platz nur um Haaresbreite mit der Gesamtnote 1,27. Drei ist mit einer Bewertung von 1,4 derweil fast gleichauf wie der deutsche Netztestsieger DT mit 1,36.

Flächendeckend

Keinen großen Unterschied konnten die Tester von CHIP zwischen der Versorgung in ländlichen bzw urbanen Gebieten feststellen. Mit durchschnittlich 60 MBit/s positioniert sich T-Mobile in Österreich noch hinter Drei (67 MBit/s) und  A1 (über 78 MBit/s). Zum Vergleich: In Deutschland schneidet die Deutsche Telekom auf den Verbindungsstraßen am besten ab – mit 44 MBit/s. Zudem machen die Netze so gut wie keine Fehler: Das Abrufen von YouTube-Livestreams in FullHD verlief demnach fast immer reibungslos.

Die Mobilfunkversorgung auf der Bahn bleibt allerdings eine Baustelle. A1 bietet hier das beste Netz und liegt beim Telefonieren mit einer Quote von 6,7% an abgebrochenen Gesprächen vorne. T-Mobile kommt hier auf 8,6%. Auch das Surfen funktioniert nicht reibungslos. Der Up- bzw. Download einer Datei sowie der Abruf eines Livestreams von YouTube gelingt bei A1 nur in 94% aller Fälle. Das sind über 5%weniger als in den Städten. Dennoch bescheinigt der CHIP-Netztest allen Netzen bei der Versorgung in Zügen ein „gutes“ Ergebnis – und zumindest ein um eine Klasse besseres Ergebnis als in Deutschland. Das Niveau der Schweiz wird allerdings nicht erreicht.

Für den Test legten die Prüfer von NET CHECK insgesamt mehr als 7500 Kilometer mit speziellen Messfahrzeugen sowie -rucksäcken durch Österreich zurück. Die Fahrt führte sie vom Bodensee bis ins Burgenland. Mehr als 1.500 Kilometer wurden mit Fernzügen zurückgelegt. Wien und vier Landeshauptstädte, zehn mittelgroße Städte sowie 20 kleinere Städte wurden dabei unter die Lupe genommen.

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