Donnerstag, 20. Juni 2019
Weichen für Gigabyte-Gesellschaft werden jetzt gestellt

VAT setzt auf Glasfaser statt Kupfer

Telekom |Dominik Schebach | 18.03.2019 | |  

Der Verband der alternativen Telekom-Netzbetreiber fordert den Ausbau flächendeckender Glasfasernetze. Die Mitglieder des VAT sehen darin eine entscheidende Weichenstellung in Richtung Gigabit-Gesellschaft. Außerdem wollen sie die Nachfrage nach leistungsfähigen Telekom-Diensten ankurbeln.

„Mit dem vorliegenden Entwurf der Breitbandstrategie 2030, ist dem BMVIT ein guter erster Schritt in Richtung Gigabit-Society gelungen“, sagt VAT-Präsident und 3CEO Jan Trionow und betont, „dass die Mitglieder des VAT einen wesentlichen Teil dazu beitragen, eine flächendeckende Versorgung mit verlässlicher und zukunftssicherer, mobiler und fester Breitbandinfrastruktur zu gewährleisten.“

Mit einem Seitenhieb auf Ex-Monopolist A1 fordert der VAT-Präsident deswegen auch eine Reorganisation des Förderungen ein, um die passenden Rahmenbedingungen für einen flächendeckenden Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur zu schaffen. „Einmal mehr wird bestätigt, dass der Weg unserer Mitglieder, auf Glasfaser zu setzen, der Richtige ist. Die Strategie legt ganz klar dar, dass die Ertüchtigung des Kupfernetzes nicht nachhaltig ist“, erklärt Trionow. „Ergänzend schlagen wir vor, in der Breitbandstrategie 2030 Maßnahmen zu verbesserten Förderungsbedingungen und besseren Datengrundlagen für Telekombetreiber vorzusehen, die zu einer Beschleunigung der Verfügbarkeit von FTTH und 5G führen werden.“

Um die Nachfrage nach schnellen Netzen noch weiter anzureizen schlägt der VAT vor, die Mehrwertsteuer für Telekommunikationsdienste auf 10% zu senken. Schließlich sei Breitband längst ein Grundbedürfnis und sollte daher auch als solches besteuert werden, wie Trionow darlegte.

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