Montag, 22. April 2019
Fakten, Entwicklungen & Werkzeuge für den Betriebserfolg

Red Zac: Ein Tag Messe „für alle“

Hintergrund Die Branche | Elektro AT | 05.04.2019 | |  
Grosses Kino Am 26. und 27. April veranstaltet Red Zac seine Frühjahrs-Vertriebsmesse in Salzburg und bietet dort großes Kino. Für den zweiten Messetag haben sich die Vorstände Alexander Klaus und Peter Osel etwas ganz Spezielles einfallen lassen, etwas, von dem alle profitieren können ... (Bild: Red Zac) Für die Aprilausgabe der E&W trafen wir die beiden Red Zac Vorstände Peter Osel und Alexander Klaus zum Gespräch. Fakten und Entwicklungen im Elektrohandel, Sinn und Wert von Red Zac 2.0 für den einzelnen Händler sowie das Weiterbildungsangebot an der Red Zac wurden dabei besprochen. Ein Schwerpunkt im Gespräch lag zudem auf der Red Zac Vertriebsveranstaltung im April in Salzburg. Für diese hat sich die Kooperation etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Der GfK Panelmarkt 2018 zeigt kein rosiges Bild für den stationären Elektrofachhandel. Der Onlinekanal wuchs in den relevanten Bereichen UE, Große und Kleine Hausgeräte teils zweistellig. Der stationäre Handel gesamt betrachtet verlor hingegen in allen drei Segmenten. Österreich weist aktuell über alle Produktgruppen einen Internetanteil von 25% auf, wie Peter Osel weiß. „Damit liegen wir in Europa im Mittelfeld.“

Red Zac konnte das Jahr 2018 zwar insgesamt mit einem zarten Plus von 1% abschließen. Die Marktentwicklung stimmt die beiden Vorstände dennoch sehr nachdenklich. Vor allem der Black Friday würde massive Spuren hinterlassen. Am Beispiel der Elektrokleingeräte sagt Alexander Klaus: „Der Onlinekanal verzeichnete 2018 ein starkes Plus von 18%, während der stationäre Handel insgesamt ein Minus von 2% aufweist. Das Wachstum im Internet hat besonders in den zwei letzten Monaten des Jahres stattgefunden. Im Oktober lag der Internetanteil bei den Kleingeräten noch bei 29,6%. Im November und Dezember stieg der Anteil auf 31,9%. Das heißt, schon bald wird jedes dritte Kleingerät im Internet gekauft und nicht im stationären Handel.“

Starke Basis

Klar ist: Es muss etwas getan werden. Red Zac hat schon vor einigen Jahren damit begonnen. Konkret gesagt war es im Jahr 2013 als die Basis für Red Zac 2.0 gelegt wurde. Ein Konzept, das auf den fünf Eckpfeilern Einkaufs-, Lager- und Vertriebsoptimierung sowie Optimierung von Bekanntheit und Betriebserfolg liegt und „in der Branche – vor allem im Elektrofachhandel – seinesgleichen sucht“, sagt Alexander Klaus. Die Kooperation stellt ihren Händlern dabei hochmoderne Systeme zur Verfügung, mit denen sie ihren wirtschaftlichen Erfolg optimieren können. Osel dazu: „Wir versuchen immer besser zu werden. Wir haben mit Red Zac 2.0 Werkzeuge entwickelt, die es bisher nicht gab in einer Kooperation und sie zeigen schon ihre Wirkung.“ (mehr darüber in der kommenden E&W)

Etwas mit Erlebnis- und Eventcharakter

Osel und Klaus betonten in den letzten Jahren immer wieder, dass sie sich darum kümmern werden, dass es für die Red Zac Mitglieder immer zwei Messen im Jahr geben wird. Und sie haben das beinhart durchgezogen. Auch dieses Jahr gibt es im Frühjahr wieder ein Vertriebsevent – am 26. und 27. April in der Messe Salzburg in Halle 1. Es sollte mehr geboten werden, als „nur eine reine Vertriebsmesse“, wie Klaus sagt, „etwas mit Erlebnis- und Eventcharakter“. Und so startet die Vertriebsmesse zumindest „intern“ schon am Donnerstag Abend mit einem Galadinner im Casino Salzburg in Klessheim. Eigentümer, Funktionäre und Geschäftsführer von Red Zac sind dabei eingeladen, einen Abend im „familiären“ Kreis unter Kollegen verbringen zu können. Die Mitglieder hätten sich so einen Abend „unter sich“ wieder Mal gewünscht, wie Kaus berichtet.

Am Freitag und Samstag geht die eigentliche Messe über die Bühne – mit über 70 Marken und einem umfang- sowie abwechslungsreichen Rahmenprogramm (für alt und jung), wie man es von Red Zac gewohnt ist (auch darüber erfahren Sie mehr in der kommenden E&W).

Absolutes Novum

Am zweiten Messetag wird es ein absolutes Novum geben: Der Samstag ist nämlich für alle „offen“. Das heißt, auch Nicht-Mitglieder können die Veranstaltung besuchen, dort Gespräche führen, etwas essen und trinken. „Es gibt keine Anmeldung, es wird also niemand registriert“, erklärt Klaus und ergänzt: „Wenn es schon eine Branchen-Messe in Österreich im Frühjahr gibt, dann sollten alle Händler die Möglichkeit haben sich das anzusehen. Vor allem Unkooperierte, denn die haben sonst nur im Herbst die Chance eine Messe zu besuchen. Unsere Händler und auch die Industrie erachten das als richtig feine Sache, wie uns in im Vorfeld geführten Gesprächen mitgeteilt wurde.“

Mehr über den Markt und wo er bzw. Red Zac sich hinbewegt, über das Konzept Red Zac 2.0, über Know How Optimierung sowie Weiterbildung und natürlich die Vertriebsmesse im April, lesen Sie (wie gesagt) in der Aprilausgabe der E&W.

 

Folgende Leserkommentare wurde im alten System gepostet

(und von der Redaktion ins neue System übertragen)

Lean-Coach | 6. 4. 2019, 16:54 Uhr

„Absolutes Novum“ oder Ein Zeichen gegen die „Gier“!

Ich finde es großartig, dass es ein Unternehmen gibt, das „Außenstehenden“, vielleicht sogar Mitbewerbern die Möglichkeit bietet von der eigenen Arbeit zu profitieren. In diesem Fall von der Arbeit eine Messe organisiert und ausgerichtet zu haben.
Warum mich das so fasziniert? Zum einen, weil ich als „Lean Coach“ oft erlebe, wie eine Unterstützung über Firmen- oder „Silo“-Grenzen hinweg plötzlich beiden Seiten Vorteile bringt. Zum anderen, weil ich vor ein paar Wochen etwas über eine sehr komplexe wissenschaftliche Arbeit gelesen habe, in der es um menschliche Entscheidungen, Spieltheorie und Wirtschaftswachstum geht: Die bahnbrechenden Arbeiten von Londoner Wissenschaftlern, die etwas mathematisch beweisen, das vielen „sowieso klar“ ist. Nämlich, dass Solidarität (in der Wirtschaft) keine romantische Idee ist, sondern langfristig zum Vorteil aller Beteiligten führt. Die einfachen Schlussfolgerungen daraus sind z.B. „Wettbewerb ist gut, aber jemandem etwas geben, heißt nicht gleichzeitig jemand anderem etwas wegzunehmen“ oder dass „zwei kooperierende Bauern in einem Tal mehr Erfolg haben, als zwei konkurrierende.“ Es gibt über diese banalen Beispiele hinaus natürlich auch sehr komplexe Beweise für den Erfolg kooperativer, ganzheitlicher Vorgehensweisen.
Der österreichische Erfolgsautor Marc Elsberg hat dieses Thema in seinem jüngsten Buch „Gier“ verarbeitet. Ich habe das Buch noch nicht ganz gelesen, die Thematik ist aber sehr interessant.
Im Kleinen wissen die meisten von uns was gut funktioniert, in der Wirtschaft hingegen agieren wir oft ganz anders.
Jedenfalls haben dieses System des „Vermehrens durch Teilen“ nur wenige Firmen verstanden, vielmehr stehen oft Neid, Missgunst und die Endlosspirale gegenseitiger Versuche den anderen zu übervorteilen, als übliche Vorgehensweisen im Vordergrund und man ist versucht zu glauben es funktioniert nur so.
Ich bin jedenfalls beeindruckt von dieser Einstellung auch anderen Händlern die Möglichkeit zu geben, sich diese Veranstaltung anzusehen und möchte dem Initiator dazu gratulieren und – wenn er interessiert ist, ein kostenloses halbtägiges Lean Training für ihn und sein Team anbieten. Vielleicht entstehen dadurch ja noch mehr gute Ideen.
Wolfgang Grasl

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