Dienstag, 18. Juni 2019
Mehr als nur Hardware

BSH: 13,4 Mrd Umsatz in 2018

Dominik Schebach | 11.04.2019 | |  
Die BSH Geschäftsführung unter Karsten Ottenberg hat heute in München das Jahresergebnis für 2018 vorgestellt. (Foto: BSH Hausgeräte) Die BSH Geschäftsführung unter Karsten Ottenberg hat heute in München das Jahresergebnis für 2018 vorgestellt. (Foto: BSH Hausgeräte) In einem herausfordernden Umfeld konnte die BSH Hausgeräte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 13,4 Mrd. Euro erzielen. Es ist dies dennoch der zweithöchste Umsatz der Unternehmensgeschichte. Wechselkursbereinigt entspricht der Umsatz einem Plus von knapp einem Prozent, auf Euro-Basis verzeichnet die BSH Hausgeräte einen Rückgang von 3,2%. Wie das Unternehmen heute, 11. April 2019, in München bekannt gegeben hat, soll für das kommende Jahr vor allem auch die Kooperation mit Start-ups weiter verstärkt werden.

 

„Nach acht Jahren mit starkem Wachstum haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr spürbar verändert: Die Entwicklung unserer Märkte ist volatiler geworden, gleichzeitig sehen wir einen stark zunehmenden Wettbewerb aus Asien sowie Herausforderungen und Veränderungen im Handel„, sagt Karsten Ottenberg, Vorsitzender der BSH-Geschäftsführung. „In diesem Umfeld hat sich die BSH gut behauptet und mit unserer Hardware+ Strategie adressieren wir für die Zukunft die richtigen Themen.“

Unter der Hardware+ Strategie will BSH Hausgeräte nicht nur mit neuen und innovativen Geräten am Markt punkten, sondern die Kunden auch zunehmend mit digitalen und individuell zugeschnittenen Zusatzdienstleistungen überzeugen. Zusätzlich will das Unternehmen neben seinen Kernländern auch den Eintritt in die Märkte von Schwellenländern forcieren.

Unterschiedliche Ergebnisse in den Regionen

Betrachtet man die Regionen, so präsentiert sich ein recht unterschiedliches Bild: Positiv entwickelte sich der Umsatz in den BSH-Regionen  Nordamerika (+2,5%) und Asien-Pazifik (+11,3%). Deutlich ist das Ergebnis in der Region T-MEA-CIS (Türkei, Naher Osten, Afrika, Russland und GUS- Staaten) eingebrochen. Aufgrund der Wechselkurseffekte kam es zu einem Umsatzrückgang von -16% (+3,2% auf Basis der lokalen Währung). In der Region Greater China (China, Hongkong und Taiwan) ist die BSH weiterhin der größte nicht-chinesische Hersteller. Hier wird allerdings die Umsatzentwicklung durch eine verminderte Nachfrage nach Konsumgütern sowie den Unsicherheiten aus dem Handelsstreit mit den USA belastet (-5,7%).

Gemischt präsentiert sich der Kernmarkt Europa: In vielen Ländern Osteuropas, sowie in Frankreich, Italien und den Niederlanden konnte die BSH Hausgeräte ihre Marktanteile steigern. Die Situation insbesondere in den Märkten Deutschland und Großbritannien belastete hingegen die Umsatzentwicklung in Europa, so dass diese in Summe knapp auf dem Vorjahresniveau blieb (- 1,2%). Insgesamt verzeichnet die BSH zum Jahresende 2018 einen stabilen Beschäftigungsstand mit weltweit rund 61.000 Mitarbeitern.

Forschung und Entwicklung – Investitionen auf Vorjahres-Niveau

Auch im Jahr 2018 steigerte die BSH ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich. Dabei standen weiterhin digitale Technologien und Innovationen im Fokus. Im vergangenen Jahr hat der Hausgerätehersteller neben den 5,0% des Gesamtumsatzes für Forschung und Entwicklung auch 619 Millionen Euro (4,6% des Gesamtumsatzes) für Investitionen aufgewendet.

Die BSH investierte dabei stark in bestehende und neue Standorte, insgesamt in zehn Technologiezentren und Fabriken weltweit. Neu entwickelt wurde auch die einheitliche Steuerungseinheit SystemMaster für verentzte Hausgeräte. Der neue Mikroprozessor und seine einheitliche Softwarearchitektur ermöglichen es Konsumenten, auf ihren vernetzten Hausgeräten digitale Services zu nutzen, Apps und Programme herunterzuladen sowie Software zu aktualisieren. Erste Geräte mit dieser neuen Plattform kommen ab 2020 in den Handel.

Ausbau von Home Connect

Die BSH Hausgeräte will mehr als ein reiner Hardwarhersteller sein. Das Untenrehmen hat deswegen im vergangenen Jahr ein Reihe von Kooperationen mit Start-ups gebildet.

Weiter ausgebaut wurde Home Connect. Derzeit sind 37 Partner Teil der Home connect-Plattform und bieten in 34 Ländern ihre Dienstleistungen für vernetzte Hausgeräte an. Weitere Länder und Partner werden im Laufe des Jahres folgen. Konsumenten können künftig wählen, über welchen Kanal sie mit Home Connect interagieren wollen, sei es per App, Sprachsteuerung, Facebook-Messenger oder über sogenannte Wearables, etwa die Fitbit Smart Watch. So ermöglicht Home Connect dem Konsumenten einen persönlich effizienten Einstieg in die Welt der individuellen Zusatzdienstleistungen für seine vernetzten Hausgeräte.

Start-ups

Im vergangenen Jahr hat die BSH Hausgeräte die Digital Business Unit gegründet. Aktuell läuft in dieser Einheit sowohl das Future Home Accelerator Programm, das die BSH gemeinsam mit dem Start-up-Spezialisten Techstars ins Leben gerufen hat, als auch die BSH Venture Client Initiative BSH Startup Kitchen. Das Accelerator-Programm dient in erster Linie dazu, innovative digitale Services für Konsumenten in Zusammenarbeit mit ausgewählten Start-ups zu identifizieren und zu entwickeln. Am 9. Mai 2019 werden die zehn Finalisten-Teams ihre Produkte und Lösungen der BSH und potentiellen Investoren präsentieren. „Wir sind davon überzeugt, dass wir von Transparenz, Neugier und Wissensaustausch mit jungen Unternehmen profitieren können. Unsere BSH Startup Kitchen und unser Accelerator-Programm fördern Innovationen, mit denen wir zügig Produkte und Services in der vernetzten Welt anbieten, die die Bedürfnisse unserer Konsumenten weltweit wirklich befriedigen“, sagt Karsten Ottenberg.

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