Freitag, 18. Oktober 2019
Signify richtet Österreich-Vertrieb neu aus

Philips Lighting Austria umgekrempelt – Rudolf Koch geht

E-Technik |Wolfgang Schalko | 07.05.2019| Bilder | |  
Signify, Weltmarktführer für Beleuchtung, fokussiert hierzulande in Zukunft auf das Partnergeschäft und den dreistufigen Vertrieb. Signify, Weltmarktführer für Beleuchtung, fokussiert hierzulande in Zukunft auf das Partnergeschäft und den dreistufigen Vertrieb. (© Signify) Signify organisiert seinen Vertrieb in Österreich neu: Man konzentriert sich in der österreichischen Ländergesellschaft zukünftig auf das Partnergeschäft und will die Zusammenarbeit mit dem Elektrogroßhandel sowie ausgewählten Premiumpartnern verstärken. Im Zuge dieser Restrukturierung wird Österreich-Geschäftsführer Rudolf Koch das Unternehmen „auf eigenen Wunsch in bestem Einvernehmen” verlassen.

Der bisherige Direktvertrieb von Philips in Österreich wird verkleinert und künftig weitestgehend aus der Zentrale in Hamburg gesteuert, die für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH-Region) verantwortlich ist. Die Neuausrichtung ist Teil einer Reorganisation des Unternehmens in der gesamten DACH-Region. Signify setzt damit den strategischen Umbau zum führenden Anbieter für Licht- und Beleuchtungslösungen für professionelle Anwender sowie Beleuchtung im Internet der Dinge fort. „Wir stärken in Zukunft unseren dreistufigen Vertrieb in Österreich. Hierzulande besitzen wir starke Partnerschaften im Handel, die über lange Jahre gewachsen sind und die wir weiter intensivieren”, sagt Karsten Vierke, DACH-CEO Signify. „Unsere Kunden erhalten dabei weiterhin die Qualität und Services, die sie gewohnt sind. Wir sind überzeugt, dass wir nur zusammen mit unseren Großhandelspartnern den Endkunden in Österreich eine flächendeckende und individuelle Betreuung anbieten können.“

Getrieben von der Digitalisierung erlebt die Lichtindustrie derzeit eine Transformation, in der digitale Services und Beleuchtungslösungen an Bedeutung gewinnen. Licht wird in vielen Bereichen zunehmend zu einer intelligenten Sprache. Schon heute ist Signify laut Navigant Marktführer im Bereich „Licht für das Internet der Dinge“. Allein der Umsatz im IoT-Kerngeschäft „Systeme und Services“ wuchs im vergangenen Jahr um 51 Prozent.

Die Neuorganisation in Österreich ist eine Reaktion auf den beschriebenen Wandel in der Beleuchtungsindustrie, im Rahmen dessen Signify fortlaufend daran arbeitet, sein Geschäft anzupassen und effizienter zu gestalten. Von der Umstrukturierung in der österreichischen Ländergesellschaft sind zehn Mitarbeiter betroffen. Das Unternehmen ist bestrebt, die betroffenen Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen. Dazu gehören Schulungen, die Identifizierung anderer Stellenangebote innerhalb von Signify oder die Unterstützung bei der Suche nach Stellen in anderen lokalen Unternehmen.

Personelle Veränderungen an der Spitze

Rudolf Koch, Geschäftsführer Österreich, wird in diesem Zuge das Unternehmen verlassen – „auf eigenen Wunsch in bestem Einvernehmen”, wie man seitens Signify betont. Wolfgang Krickl wird die Position des Geschäftsführers in Österreich interimistisch übernehmen.

Rudolf Koch hat seine Karriere bei Philips im Außendienst für Schreibmaschinen, Computer und Zubehör begonnen. Nach Stationen im Produkt und Trade Marketing übernahm er 2001 die Leitung des Vertriebs in dem Bereich. 2007 wurde ihm die Leitung des Geschäftsbereichs professionelle Beleuchtung in Österreich übertragen. Ab 2014 war Rudolf Koch als Geschäftsführer das Gesicht von Philips Lighting in Österreich. Dazu Vierke: „Wir danken Rudolf Koch für sein Engagement in den vergangenen Jahren. Durch seine hervorragende Vernetzung im Markt und seinen Einsatz in Verbänden und Gremien im Bereich Licht und Industrie hat er Philips Lighting beziehungsweise seit vergangenem Jahr Signify in Österreich entscheidend mitgestaltet.“

Bilder
Österreich-Geschäftsführer Rudolf Koch wird das Unternehmen verlassen.
Österreich-Geschäftsführer Rudolf Koch wird das Unternehmen verlassen. (© W. Schalko)

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