Mittwoch, 11. Dezember 2019
Komponentenlieferant im Produktionsverbund

Miele stellt Werk Bürmoos neu auf

Hausgeräte | Dominik Schebach | 14.06.2019 | |  
Geschäftsführerwechsel im Miele Werk Bürmoos.Manfred Neuhauser, (li.) übergibt an Hendrik Wermers. Geschäftsführerwechsel im Miele Werk Bürmoos.Manfred Neuhauser, (li.) übergibt an Hendrik Wermers. (© Miele) In der Zeit von 2010 bis heute fertigt Miele in Bürmoos ein breites Produktspektrum. Nun soll im Salzburger Standort eine Konzentration auf die Komponentenfertigung erfolgen. Bis Ende 2019 sollen für diese Neuausrichtung 8 Mio Euro am Standort investiert werden. Gleichzeitig hat in Bürmoos auch ein Führungswechsel stattgefunden.

Mit 1. Juni 2019 hat Hendrik Wermers die Geschäftsführung in Bürmoos übernommen. Unter seiner Leitung soll der Standort auf die neue Wachstumsstrategie ausgerichtet werden, die in den vergangenen zwei Jahren entwickelt wurde. „Miele Bürmoos schaut heute in eine positive Zukunft“, so der neue Geschäftsführer. „Der Standort wächst und entwickelt sich zu einer neuen festen Größe im Miele Konzernverbund. Ich bin stolz, ein Teil dieses Wachstums und dieser tollen Mannschaft sein zu dürfen.“

In den vergangenen Jahren hat das 1962 gegründete Miele Werk Edelstahlschalterblenden für die Haushaltsgeräte und vor allem in der Miele Medizinsparte hochwertige Edelstahlspülräume und Körbe für Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsgeräte gefertigt. Diese Geräte kommen in Krankenhäusern, Laboren und medizinischen Einrichtungen zur hygienischen Aufbereitung von OP-Besteck, über Endoskope bis hin zu ganzen Krankenhausbetten zum Einsatz.

Nachdem Miele im Jahr 2019 die italienische Steelco übernommen hat, kommt es jetzt zu einer Neuverteilung der Aufgaben: Ein Großteil des bisherigen Produktportfolios soll ausgetauscht werden. In den kommenden zwei Jahren werden demnach viele neue Produkte in Bürmoos anlaufen – an den entsprechenden Produktionsprozessen wird derzeit gefeilt. Die Investitionsschwerpunkte liegen dabei in Zuschnitt- und Umformtechnologie für Edelstahlbleche und –drähte, Oberflächentechnologie und nicht zuletzt in Anlagen für die Herstellung von Teilen der jüngst vorgestellten neuen Einbaugeräte-Generation 7000.

Neue Führung

Um das Werk in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, ist neben einem Technologievorsprung auch entsprechendes Knowhow erforderlich. „Es ist entscheidend, die Wettbewerbsfähigkeit des Miele Werks auszubauen. Das ist unser Anspruch und wir sind schon auf dem besten Wege, das zu erreichen“, zeigt sich Wermers optimistisch.

Nach seinem Studium der Fertigungstechnik promovierte Wermers an der RWTH Aachen im Bereich Produktionsmanagement. Anschließend hat der gebürtige Deutsche seine fast 20-jährige Tätigkeit für die Bosch-Gruppe in der Bosch Thermotechnik begonnen, wo der heute 51-jährige Vater von zwei Kindern seit 2009 in geschäftsführenden Funktionen in Österreich und Deutschland tätig war. Der bisherige Geschäftsführer, Manfred Neuhauser, übernimmt strategische Aufgaben im Aufbau des internationalen Miele Produktionsverbundes.

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