Sonntag, 20. Oktober 2019
Arbeitsausschuss Blitzschutz weist auf die richtige Montage hin

Information der e-Marke zur neuen Fundamenterdernorm OVE E8014

E-Technik |Wolfgang Schalko | 02.07.2019| Bilder | |  
Der Arbeitsausschuss Blitzschutz und Erdung der Bundesinnung der Elektrotechniker möchte vor allem den Planern und Baufirmen bewusst machen, dass die Erdungsanlage ein enorm wichtiger Bestandteil der Elektroinstallation eines Gebäudes und nicht bloß ein „lästiges Anhängsel“ von Baumeisterarbeiten ist. Der Arbeitsausschuss Blitzschutz und Erdung der Bundesinnung der Elektrotechniker möchte vor allem den Planern und Baufirmen bewusst machen, dass die Erdungsanlage ein enorm wichtiger Bestandteil der Elektroinstallation eines Gebäudes und nicht bloß ein „lästiges Anhängsel“ von Baumeisterarbeiten ist. Seit 1. Jänner 2019 ist die neue Fundamenterdernorm OVE E8014 in Kraft. Aus diesem Grund möchte der Arbeitsausschuss Blitzschutz und Erdung der Bundesinnung der Elektrotechniker (WKÖ) nochmals seinen Fokus auf die richtige Montage der Fundamenterdungsanlage legen. Denn noch immer scheint vielen am Hausbau beteiligten Professionisten, Bauherren und deren Vertretern die immense Bedeutung einer ordnungsgemäßen und normgerechten Erdungsanlage nicht bewusst zu sein.

Eine ordnungsgemäße und normgerechte Erdungsanlage ist kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für eine sichere und störungsfreie Funktion der Elektrik und Elektronik im Gebäude. Das möchte der Arbeitsausschuss Blitzschutz und Erdung vor allem den Planern und Baufirmen bewusst machen – und dass diese keinesfalls nur als ein „lästiges Anhängsel“ von Baumeisterarbeiten angesehen wird.

Was hat sich im Vergleich zur alten Norm geändert?

  • Zwingend ist eine Vermaschung des Niro-Anlageerders unter der Sauberkeitsschicht bei isolierenden oder Dichtbeton-Fundamenten von max. 10 x 20 Meter vorgeschrieben
  • Der Fundamenterder in der Bodenplatte muss alle 2 Meter mit der Bewehrung verklemmt werden. Rödelungen als Lagefixierung sind nicht mehr zulässig

Häufige Probleme auf der Baustelle

Sehr oft ist bei Baubeginn noch kein Elektrotechniker beauftragt, jedoch sind die Fundamentierungsarbeiten schon voll im Gange: Die Baufirma legt unter Umständen in Eigenregie den Erdungsdraht ein und danach werden die Fundamente betoniert. In vielen Fällen kommen Elektrotechniker oder Blitzschutzfirmen erst auf die Baustelle, wenn der Rohbau fast fertig ist. Dann kann das böse Erwachen folgen:

  • Erdungsanschlusspunkte fehlen oder sind falsch positioniert
  • Das falsche Material wurde eingebaut
  • Auf eventuelle isolierte Fundamente wurde bei der Verlegung des Erders nicht Rücksicht genommen.
  • Eine Vermaschung des Niro Anlageerders unter der Sauberkeitsschicht wurde nicht gemacht.

Kostenintensive Ersatzmaßnahmen und unnötige Diskussionen mit den Projektverantwortlichen können dann die Folge sein.

Grundsätzlich stellt sich die Frage: „Darf die beauftragte Baufirma die Erdungsanlage überhaupt verlegen?“ Die Antwort ist: „Nein!“

In jedem Fall ist dafür Fachwissen im Blitzschutz- und Erdungsbau notwendig, denn in der neuen Erdernorm ist festgelegt, dass die Fundamenterdungsanlage von einer Elektrofachkraft zu verlegen, zu dokumentieren und zu protokollieren ist.

Nach den Vorschriften der OVE E 8014:01-01-2019 ist in neu zu errichtenden Gebäuden eine entsprechende Fundamenterdungsanlage zu verlegen. Rechtzeitig vor Baubeginn sind die Maßnahmen für eine normgerechte Planung und Montage der Fundamenterdung mit einem befugten Elektrotechniker zu klären. Denn die Erdungsanlage ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Schutzmaßnahme gegen gefährliche Körperströme und stellt eine Notwendigkeit zur Ableitung von Blitzströmen dar.

Um die Funktion der Erdungsanlage zu gewährleisten, ist die Ausführung von Fundamenten (Betongüte, Abdichtung, Wärmedämmung, usw.) unbedingt zu berücksichtigen. Erst wenn alle relevanten Punkte durch den Bauherrn bzw. die bauausführende Firma geklärt wurden, kann die Fundamenterdungsanlage normgerecht montiert werden.

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Vor Baubeginn sind müssen Maßnahmen für eine normgerechte Planung und Montage der Fundamenterdung mit einem befugten Elektrotechniker geklärt werden.
Vor Baubeginn sind müssen Maßnahmen für eine normgerechte Planung und Montage der Fundamenterdung mit einem befugten Elektrotechniker geklärt werden.
Sonst drohen leicht vermeidbare Diskussionen und kostenintensive Ersatzmaßnahmen.
Sonst drohen leicht vermeidbare Diskussionen und kostenintensive Ersatzmaßnahmen.

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