Dienstag, 15. Oktober 2019
Mehr Transparenz und Sicherheit beim Kauf von Elektrogeräten

Europaweites Projekt zur Marktüberwachung

Hintergrund |Stefanie Bruckbauer | 05.08.2019 | |  
Das Projekt EEPLIANT 3, das als bislang größtes EU-finanziertes europaweites Projekt zur Marktüberwachung beschrieben wird, soll Kunden dabei unterstützen, sich auf korrekte Produktinformationen verlassen zu können. Geräte, die Mindeststandards nicht erfüllen, werden vom Markt genommen, wie die beteiligte Österreichische Energieagentur erläutert. Das Projekt EEPLIANT 3, das als bislang größtes EU-finanziertes europaweites Projekt zur Marktüberwachung beschrieben wird, soll Kunden dabei unterstützen, sich auf korrekte Produktinformationen verlassen zu können. Geräte, die Mindeststandards nicht erfüllen, werden vom Markt genommen, wie die beteiligte Österreichische Energieagentur erläutert. EEPLIANT 3, das „bislang größte EU-finanzierte europaweite Projekt zur Marktüberwachung“, wie die Initiatoren sagen, soll für mehr Transparenz und Sicherheit für Konsumenten beim Kauf von Elektro-Geräten sorgen. Getestet werden ua. Klimageräte, Wäschetrockner, Beleuchtungsprodukte und Heizgeräte. Als Ziele werden Effizienz und Energieeinsparungen sowie verlässliche Informationen für Verbraucher angegeben.

„Das Projekt EEPLIANT 3 unterstützt Kunden dabei sich auf korrekte Produktinformationen verlassen zu können – Geräte, die Mindeststandards nicht erfüllen, werden vom Markt genommen“, erläutert Thomas Bogner von der Österreichischen Energieagentur. „Dies ist das größte EU-Marktüberwachungsprojekt im Energiebereich, das jemals von der Europäischen Union finanziert wurde“, so Bogner weiter. Die Österreichische Energieagentur ist einer von 29 Partnern aus 20 EU-Mitgliedstaaten und der Türkei, die sich für das Projekt zusammengetan haben. Das Projekt EEPLIANT 3 wurde offiziell mit einer Konferenz am 19. Juni 2019 in Brüssel gestartet und ist damit die Fortsetzung von EEPLIANT 1 und 2.

Korrekte Produktinformation und Geräte, die Mindeststandards erfüllen

Der Fokus liegt auf der Umsetzung der EU-Vorschriften zum Energielabel und Ökodesign, die Mindeststandards und eine korrekte Produktdeklaration fordern. Produkte werden im Rahmen des Projektes auf ihre tatsächliche Effizienz hin bewertet und getestet. Bei Nichterfüllung der Mindest-Kriterien muss der Hersteller das Produkt anpassen oder es wird vom Markt genommen. Dabei handelt es sich zB um Produkte wie Klimageräte, Lüftungsanlagen, Wäschetrockner, Warmwasserbereitern und Warmwasserspeichern, Beleuchtungsprodukte und Raumheizgeräte. „Mit diesen Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass Konsumenten und professionelle Beschaffer im EU-Markt durchwegs auf Produkte zugreifen können, die gewisse Mindeststandards erfüllen“, erklärt Bogner. „Transparente vollständige Produktinformation und das Energielabel sollen die Auswahl besonders effizienter und qualitativ hochwertiger Produkte unterstützen.“

Ziele von EPPLIANT 3

Wie Bogner erklärt, wurde EEPLIANT 3 nicht nur entwickelt, um den Energieverbrauch von Produkten auf dem EU-Markt zu überprüfen. „Es dient auch als Plattform und Instrument für den Aufbau von Verbindungen und Synergien zwischen wichtigen Interessengruppen wie Industrie, Handel und Verbraucher und Umwelt-NGOs. Diese Interaktionen sollen dabei helfen, einen gemeinsamen europäischen Markt für energieeffizientere Produkte mit hohen Konformitätswerten zu schaffen.“
Das Projekt soll durch den Wissenstransfer und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen EU-Marktüberwachungsbehörden einen großen Mehrwert für alle Beteiligten bieten, wie Bogner erläutert. „Herausforderungen und Prioritäten in diesem Bereich sollen identifiziert und neuartige IT-Tools entwickelt werden, um die Marktüberwachung und ihre Wirksamkeit ständig zu verbessern.

Über EPPLIANT 3

EEPLIANT3 (Energy Efficiency Compliant Products 2018) ist ein Projekt einer EU-weiten Marktüberwachungsinitiative, die von der Europäischen Union im Rahmen von Horizon 2020 mit einer Laufzeit von Juni 2019 bis Mai 2023 finanziert wird.
EEPLIANT 3 wird von PROSAFE, der Austrian Energy Agency und dem Vores Bureau koordiniert. Das Projektkonsortium besteht aus 24 Marktüberwachungsbehörden und fünf Organisationen aus Ländern, wie: Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Schweden und der Türkei.

 

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