Mittwoch, 18. September 2019
Lokalaugenschein im Assisted Living Labor

Technikum Wien forscht mit KNX Austria am Smart Home

E-Technik |Dominik Schebach | 06.08.2019 | |  
Smart Home-Studiengangsleiter Friedrich Praus, sowie KNX Austria-Sprecher MArkus Zack präsentieren das Smart Home und Assited Living LAbor der FH Technikum Wien. Smart Home-Studiengangsleiter Friedrich Praus, sowie KNX Austria-Sprecher MArkus Zack präsentieren das Smart Home und Assited Living LAbor der FH Technikum Wien. (© Schebach) Smart Home-Lösungen sollen den Alltag komfortabler und sicherer machen. Einen sehr interessanten Bereich stellen dabei die Assistive Technologies dar, die besonders älteren Menschen ein unabhängiges Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen sollen. An den dafür notwendigen Tools forscht das Technikum Wien mit Unterstützung der KNX Austria im Assisted Living Labor, das im Mai 2019 eröffnete und am 6. August 2019 bei einem Lokalaugenschein für Journalisten vorgestellt wurde.

„Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich die Fakultät für electronic Engineering der FH Technikum Wien mit Smart Homes und Assistiven Technologien. Im Mai 2019 haben wir unser Smart Living Labor eröffnet. Auf mehr als 250 Quadratmetern – einschließlich Seminarbereich, Küche, Wohn- und Schlafbereich sowie Nassräumen – können moderne Smart Home Technologien getestet und vorangetrieben werden. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Entwicklung barrierefreier Eingabetechnologien“, erklärte dazu Friedrich Praus, Studiengangsleiter „Smart Homes und Assistive Technologien, FH Technikum Wien.

Diese barrierefreien Eingabetechnologien sollen die Vorteile eines Smart Homes auch für ältere Menschen oder solche mit Behinderungen zugänglich machen. Dazu hat das Smart Living-Forschungsprojekt am Technikum Wien zum Beispiel Lösungen entwickelt, mit denen sich Anwendungen im KNX-Netzwerk über Sprache, Augen- bzw. Lippenbewegungen oder sogar Nervensignale in den Muskelzellen steuern lassen. Ab 1. September wird das Technikum Wien zudem in seinem neuen Forschungsprojekt an der Entwicklung einer „Wissensdrehscheibe für Barrierefreie Technologie“ arbeiten. Dieses von der Stadt Wien geförderte Projekt stellt die Expertise der FH zum Thema Smart Home und Assistive Technologies zur Verfügung. Ein anderer Forschungsschwerpunkt zielt auf die digitale Unfallprävention im Smart Home ab, was besonders im hinblick auf Kinder bzw alleinlebende Senioren interessant ist.

Smart Homes sollen unser Leben generell einfacher, sicherer und energieeffizienter machen. Dafür werden Geräte im Haushalt digital vernetzt und kontrolliert. Die automatisierten Abläufe können an die jeweiligen Gewohnheiten und Bedürfnisse der Bewohner angepasst werden. Deswegen spricht der Trend zur Gebäudeautomatisation nicht nur Technikbegeisterte an, sondern besonders auch ältere Menschen oder körperlich beeinträchtigte Personen können von den assistiven Technolgien profitieren“, erklärte auch Markus Zack, Produktmanager Gebäudetechnik, Siblik und Sprecher von KNX Austria.

Das Smart Home Labor am Technikum Wien.

Studiengang Smart Home

Das Technikum Wien ist ein Netzwerkpartner des FEEI. Seit drei Jahren können an der FH der Lehrgang zum Smart Home belegt werden. „Dieser Studienlehrgang ist das schönste, was der Branche passieren konnte“, ist Markus Zack überzeugt. „Denn dessen Absolventen haben den Überblick zu den Entwicklungen zu Smart Home, die Fähigkeit die Technologie weiter zu entwickeln und mit den KNX-Produkten zu integrieren. Das ermöglicht z.B. bei assistiven Technologien maßgeschneiderte Lösungen für Endkunden, einschließlich der notwendigen Sicherheit.“ Und das trage natürlich wiederum zur weiteren Verbreitung von Bus-Systemen in privaten Haushalten und Betrieben bei.

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