Sonntag, 22. September 2019
„Eine wahre Innovationsflut“

IFA 2019: Die Trends der Branchen

Die Branche |Stefanie Bruckbauer | 02.09.2019 | |  
Wie IFA Veranstalter gfu informiert, kommen „die global führenden Hersteller und Marken dieses Jahr mit einer wahren Innovationsflut“ nach Berlin. Sprachgesteuerte, vernetzte Geräte für das Smart Home, Künstliche Intelligenz in immer mehr Produkten, Fernseher mit einer beeindruckenden Bildqualität, faltbare und flexible Displays sowie neue Formen der Mobilität seien dabei nur einige der Top-Trends.

KI, also künstliche Intelligenz, setzt in diesem Jahr spannende Trends: Viele Gerätearten arbeiten auf Basis dieser Technologie und lernen selbst, um immer leistungsfähiger zu werden und erhöhten Kundennutzen zu bieten. Dazu gehören beispielsweise Bildskalierung auf 8k-Auflösung, Sprachsteuerung und Tonoptimierung. Die IFA zeigt zudem erste Endgeräte für 5G, „die Technik für superschnelle Kommunikationsnetze der nächsten Generation“, wie gfu sagt. Netzbetreiber präsentieren Ausbau-Pläne, Anwendungsszenarien zeigen zudem, was von 5G auf mittlere Sicht zu erwarten ist: „Sehr hohe Bandbreiten und verzögerungsfreie Kommunikation.“

Ein weiterer Trend sind flexible Displays für Fernsehgeräte, Smartphones oder Tablets. Neben zahlreichen Prototypen gibt es auch schon Seriengeräte zu sehen, zum Beispiel einen Großbild-Fernseher mit rollbarem Bildschirm oder Tablets, die sich auf die halbe Größe zusammenfalten lassen und dann als Smartphone funktionieren.

3D-Tonformate und 360 Grad-Wiedergabe mit rundum strahlenden Lautsprechern, die auch die Höhendimension des Raums akustisch ausleuchten, verleihen dem Begriff Raumklang eine neue Bedeutung. Dazu gehören auch 3D-Tonformate für die Kopfhörer-Wiedergabe.

Auch bei den Hausgeräten zieht zunehmend Künstliche Intelligenz ein – beispielsweise bei der Auswahl des passenden Waschprogramms von Waschmaschinen. „Im Zusammenspiel mit dem allgemeinen Trend zur Vernetzung entstehen so immer smartere, vielseitigere und leistungsfähigere Produkte“, sagt gfu.

Nach wie vor sind Kriterien wie Nachhaltigkeit, Energie-Effizienz und Ressourcenschonung für die Verbraucher von hoher Bedeutung. Hier setzen die neuen Hausgeräte wieder neue Maßstäbe für einen möglichst geringen Verbrauch von elektrischer Energie, Wasser und Waschmitteln.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Gesundheit. Schlagworte wie gesunde Essenszubereitung, Ernährung, Fitness, Wohlbefinden und saubere Umgebungsluft sind stark gefragt. Ein weiterer Aspekt ist gezieltes körperliches Training, unterstützt von der Technik, beispielsweise durch am Körper zu tragende Fitnesstracker.

Marktentwicklung in Deutschland 1. HJ: leicht unter Vorjahresniveau

Der Markt für Home Electronics-Produkte in Deutschland, dargestellt im HEMIX, Home Electronics Market Index, bewegt sich im ersten Halbjahr 2019 mit einem Minus von 1,4% leicht unter Vorjahres-Niveau. „So wurde in den Monaten Jänner bis Juni 2019 ein Gesamt-Umsatzvolumen von 19,2 Milliarden Euro erreicht, nach 19,5 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Mit einem Umsatz von rund 12,3 Milliarden Euro weist der Bereich Consumer Electronics im ersten Halbjahr 2019 ein Minus von 4,1% im Vergleich zum Vorjahrszeitraum auf. Die Unterhaltungselektronik (- 7,1%, rund 3,9 Mrd. Euro) und privat genutzte Telekommunikation (- 4,1%, knapp 5,4 Mrd. Euro) verzeichneten jeweils ein Umsatzminus. Lediglich die privat genutzten IT-Produkte (+ 0,3%, rund 3 Mrd. Euro) konnten den Umsatzrückgang aus dem ersten Quartal 2019 stoppen“, berichtet gfu.

Beide Elektro-Hausgeräte-Segmente zeigten im ersten Halbjahr 2019 erneut eine positive Entwicklung: Elektro-Großgeräte verzeichneten ein Umsatzplus von 1,7% auf 4,3 Milliarden Euro, die Elektro-Kleingeräte generierten einen Zuwachs um 7,1% und 2,6 Milliarden Euro Umsatz.

„Die IFA wird den internationalen und nationalen Märkten auch in diesem Jahr positive Impulse geben“, sagt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH. Für das Gesamtjahr 2019 wird für den Markt der Home Electronics-Produkte eine stabile Marktentwicklung auf Vorjahresniveau erwartet. Kamp weiter: „Es steht außer Zweifel, dass anhaltende Diskussionen zu globalen Handelskonflikten, politischen Streitigkeiten und auch zum Brexit ihren Einfluss auf das Kaufverhalten der Konsumenten bei Neuanschaffungen haben. Die Niedrigzinsen sorgen weiter dafür, dass die Verbraucher ihr Geld nicht verstärkt auf die Bank tragen, so dass wir für das zweite Halbjahr, auch durch die Impulse der IFA, positiv gestimmt sind.“

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