Mittwoch, 11. Dezember 2019
Editor's ChoiceOhne Google?

IFA: Huaweis Android-Probleme reißen nicht ab

Telekom | Dominik Schebach | 09.09.2019 | |  
Auf diesem Gerät können wir die Google Mobile-Dienste (GMD) nicht installieren“, zitiert der Spiegel Richard Yu, Chef der Huawei Consumer Sparte. „Diese Option werden wir unseren Kunden überlassen, die das selber machen können. Auf diesem Gerät können wir die Google Mobile-Dienste (GMD) nicht installieren“, zitiert der Spiegel Richard Yu, Chef der Huawei Consumer Sparte. „Diese Option werden wir unseren Kunden überlassen, die das selber machen können." Auf der IFA hat Huawei die jüngste Version seines P30 sowie seine neue Hardware, sprich die neuesten Smartphone-Chips in den Mittelpunkt gestellt. Ganz konnte der Telekom-Konzern allerdings dem Thema Nummer eins, der Auseinandersetzung rund um das US-Embargo, doch nicht entkommen. Wie der Spiegel berichtet wird das nächste Huawei-Smartphone, das für 18. September angekündigte Mate 30, zwar mit Android aber ohne die dazugehörigen Google-Dienste kommen.

Im Rahmen seiner Keynote gab sich Richard Yu, Chef von Huaweis Verbraucher-Sparte, recht optimistisch. Schließlich stellte Huawei mit dem neuen Prozessor Kirin 990 einen leistungsfähigen Smartphone-Chip mit integrierter 5G-Technologie vor. Das macht dann auch wieder zusätzlichen Platz im Smartphone frei. Auch die neueste Version des P30 Pro in neuen Farben wurden in Berlin entsprechend gefeiert.

Doch, worüber in US-Medien in den vergangenen Wochen schon immer wieder spekuliert wurde, dürfte jetzt zupass kommen. Während die derzeitigen Smartphones mit dem vollständigen Android-Betriebssystem samt Google-Diensten ausgeliefert werden, dürfte das kommende Mate 30 das erste Smartphone von Huawei ohne Google-Dienste in den Handel kommen, das berichtet der deutsche Spiegel nach einem Interview mit Richard Yu. „Auf diesem Gerät können wir die Google Mobile-Dienste (GMD) nicht installieren“, zitiert der Spiegel Yu. „Diese Option werden wir unseren Kunden überlassen, die das selber machen können.“

Das Mate 30 werde zwar über das Betriebssystem Android verfügen, die beliebten Dienste wie Goolge Mail oder Google Maps müssen sich die User selbst installieren. Ob die User darauf einsteigen, oder gleich einen anderen Smartphone-Hersteller wählen, bleibt abzuwarten. Erschwerend kommt hinzu, dass das Smartphone anscheinend auch keinen vorinstallierten Zugang zum Google Play Store hat, womit den Usern auch der Zugang zu den neuen Apps erschwert wird.

Sollten das US-Embargo gegen Huawei bestehen bleiben, so werde Huawei auf sein eigenes Betriebssystem Harmony OS ausweichen, so Yu gegenüber dem Spiegel. Dies könnte bereits beim P40 passieren, das für das kommende Frühjahr geplant sei.

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