Mittwoch, 12. August 2020
Der stille Killer

Ei Electronics: Die unterschätzte Gefahr von Kohlenmonoxid

E-Technik | Wolfgang Schalko | 01.10.2019 | |  
Leistungsfähige Kohlenmonoxidwarnmelder mit LCD-Display zeigen den CO-Wert in ppm sowie Handlungsempfehlungen wie „Lüften“ oder „Raum verlassen“ an. Leistungsfähige Kohlenmonoxidwarnmelder mit LCD-Display zeigen den CO-Wert in ppm sowie Handlungsempfehlungen wie „Lüften“ oder „Raum verlassen“ an. (© Ei Electronics) Im Sommer 2019 dominierten beinahe wöchentlich Zwischenfälle mit Kohlenmonoxid die Schlagzeilen. Oft kam es dabei zu lebensbedrohenden Vergiftungen, teilweise mit Todesfolge. Auslöser war in den meisten Fällen der gleichzeitige Betrieb von Gasthermen und mobilen Klimageräten bei geschlossenen Fenstern. Kohlenmonoxid hat jedoch immer Saison, denn mit Beginn der Heizperiode ergeben sich weitere Gefahrenquellen. Der wirksamste präventive Schutz ist ein Kohlenmonoxidwarnmelder. Bei Überschreitung einer gesundheitsgefährdenden Gaskonzentration schlägt er Alarm und kann so Leben retten.

Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Materialien. Im häuslichen Umfeld erfolgt das beispielsweise in Gas-, Öl-, Brikett- oder Pelletheizungen, Kamin- oder Kohleöfen, offene Kamine sowie Gasherde oder Gasboiler. Obwohl Feuerstellen in Privatwohnungen ordnungsgemäß installiert und regelmäßig gewartet werden müssen, kommt es immer wieder zu Vergiftungsfällen durch mangelnde Frischluftzufuhr oder versperrte Abluftwege. Unfallursachen sind beispielsweise auch durch Vogelnester verstopfte Kamine oder defekte Gasthermen. Das entstandene CO verteilt sich unbemerkt im Raum und kann durch Wände diffundieren. Eine einzige defekte Gastherme kann so die Bewohner eines ganzen Mehrfamilienhauses gefährden. Aber auch Holzpellets können bei der Lagerung das giftige Gas freisetzen.

Wie wirkt CO auf den Menschen?

Atmet der Mensch Kohlenmonoxid ein, bindet sich das CO direkt an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) und blockiert damit die Aufnahme von Sauerstoff im Blut. Infolgedessen kommt es zu einem Sauerstoffmangel. Schon geringe Mengen eingeatmeten Kohlenmonoxids führen zu Herz- und Hirnschäden, größere Mengen zum Tod. Nach einer Kohlenmonoxidvergiftung reicht es nicht aus, einfach nur Frischluft einzuatmen, um den Sauerstoffmangel im Blut auszugleichen. Die Regeneration des Körpers kann nur erfolgen, indem überproportional viel Sauerstoff in den Blutkreislauf gelangt. Das Vergiftungs-Opfer muss reinen Sauerstoff unter erhöhtem Umgebungsdruck für einen definierten Zeitraum einatmen.

Was macht CO so gefährlich?

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses, hochtoxisches Gas. Innerhalb weniger Sekunden kann es zu Übelkeit, später zu Bewusstseinsverlust und zum Tod führen. Das Teuflische daran ist, dass die Symptome einer leichten Kohlenstoffmonoxidvergiftung jenen einer Grippe ähneln: Kopfschmerzen, Schwindel, allgemeines Unwohlsein. Im Ruhezustand sind oft keinerlei Symptome spürbar, erst zB. beim Aufstehen versagen plötzlich die grundlegenden Körperfunktionen. Dann kann es schon zu spät sein.

Prävention durch Hightech

Den einzigen präventiven Schutz vor einer Kohlenmonoxidvergiftung bietet ein Kohlenmonoxidwarnmelder. Bei der Produktauswahl sollten Installateure neben den Anforderungen aus den europäischen Normen weitere Eigenschaften der Warnmelder vergleichen (siehe unten). Leistungsfähige Kohlenmonoxidwarnmelder von Ei Electronics bieten Hightech auf engstem Raum. Sie besitzen eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren einschließlich Stromversorgung. Das Herzstück, der elektrochemische Sensor, wird werkseitig in echtem Gas kalibriert und löst ab 43 ppm einen Alarm aus. Besonders anwenderfreundlich ist ein Display, das die Gaskonzentration anzeigt und Maßnahmen wie „Lüften“ oder „Raum verlassen“ vorschlägt. Außerdem können via AudioLINK die Melderdaten durch eine Smartphone-App ausgelesen werden. Unter Umständen kann die schleichende Gefahr des Atemgifts nicht bemerkt werden, da sich die Gaskonzentration dauerhaft unterhalb der Alarmschwelle befindet. Der Statusbericht im Rahmen der Melderdiagnose liefert neben dem Batterie- und Sensorstatus auch rückwirkend Informationen zur gemessenen Kohlenmonoxidkonzentration. Durch diese Ereignisdiagnose kann man frühzeitig eine Kohlenmonoxid-Gefahrenquelle erkennen und vorbeugende Maßnahmen gegen einen CO-Unfall treffen.

Know-how von Profis

Anders als bei Rauchwarnmeldern gibt es in Österreich für die Installation von Kohlenmonoxid-Warnmeldern keine gesetzlichen Vorschriften. Vor diesem Hintergrund sind Fachleute gefordert, sich das nötige Wissen über die Gefahrenlage sowie geeignete Präventionsmaßnahmen selbst anzueignen. Eine Möglichkeit dazu ist die Schulung von Ei Electronics zur TÜV-geprüften Fachkraft für Kohlenmonoxid in Wohnräumen und Freizeitfahrzeugen (www.eielectronics.at/schulungen).

Merkmale leistungsfähiger Kohlenmonoxidwarnmelder:

  • Geprüft nach EN 50291 (Teil 1 und 2) sowie EN 50270 und EN 60335-1
  • 10 Jahre Lebensdauer für Sensor und Stromversorgung
  • Auslesen der Melderdaten via Smartphone App
  • Werkseitige Kalibrierung des Sensors in echtem Kohlenmonoxid
  • Funkvernetzbar mit Rauch- und Wärmewarnmeldern
  • Display zur Anzeige des Kohlenmonoxidgehalts in ppm
  • Visuelle Anzeige eines Voralarms bei niedrigen Gaskonzentrationen
  • Ereignisspeicher zur Anzeige von erhöhten Kohlenmonoxidkonzentrationen während Abwesenheit
  • Farbige LEDs zur Anzeige von Störungen oder bevorstehendem Meldertausch

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