Dienstag, 15. Oktober 2019
TP Vision: Murat Yatkin übernimmt Leitung für Philips TV in DACH

Henrik Köhler verlässt „seine Marke“ Philips TV

Die Branche |Stefanie Bruckbauer | 08.10.2019 | | 3  
Henrik Köhler (im Bild) verlässt TP Vision – das Unternehmen hinter Philips TV – mit Jahresende auf eigenen Wunsch. Im folgt der 43jJährige Murat Yatkin. (Foto: TP Vision, Philips) Henrik Köhler (im Bild) verlässt TP Vision – das Unternehmen hinter Philips TV – mit Jahresende auf eigenen Wunsch. Im folgt der 43jJährige Murat Yatkin. (Foto: TP Vision, Philips) 2015 kam er zurück, um „seiner“ Marke Philips TV zu alter Größe zu verhelfen. Zumindest in Österreich ist dieses Projekt grandios gescheitert. Nun verlässt TP Vision Dach-Chef Henrik Köhler das Unternehmen – „auf eigenen Wunsch“, wie es heißt. Sein Nachfolger wird Murat Yatkin.

Mit 1. Jänner 2015 übernahm Henrik Köhler die Verantwortung für das Geschäft mit Philips TVs in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er hatte große Pläne mit der einst stolzen Marke, machte viele Versprechungen, doch umgesetzt wurde davon – zumindest in Österreich – kaum etwas. Zuerst versuchte man es in Österreich mit einer eigenen Organisation, diese wurde bald geschlossen. Es folgten Kooperationen mit diversen Vertriebspartnern, doch auch die scheiterten. Die Geräte funktionierten lange nicht, das Service noch weniger und sukzessive wandte sich ein Fachhändler nach dem anderen von Philips TV ab.

(Exkurs: Den Vertrieb in Österreich verantwortet aktuell Wolfgang Palfy, der auch auf eine lange Karriere beim Philips Konzern zurückblicken kann und so wie Köhler „zurückgeholt“ wurde, um diverse Baustellen zu beseitigen. Zur Zeit ist Philips TV in Österreich nur bei Media-Saturn erhältlich und seit kurzem auch bei Expert, als einziger Kooperation. „Der Kunde fragt halt immer noch danach …“ Philips TV auch wieder flächendeckend im heimischen Fachhandel zu positionieren, scheiterte bisher an den nicht vorhandenen Ressourcen, wie Palfy im E&W-Interview 2018 erklärte.)

Zurück zum Thema

Henrik Köhler, meinte 2015 zu seinem „Amtsantritt“ noch hochmotiviert: „Ich empfinde die Stärke der Marke Philips und das Potential des Unternehmens TP Vision als sehr beeindruckend und bin sicher, dass wir gemeinsam mit dem Handel die Marke Philips bei Fernsehern in DACH wieder zu alter Stärke bringen werden.“ Die Erwartungen an den „kompetenten Philips-Mann“ waren groß. Heute, knapp fünf Jahre später, gibt der 61-Jährige das Ruder ab. Er verlässt das Unternehmen mit Jahresendeauf eigenen Wunsch, wie es heißt.

Die Leitung von TP Vision DACH wird Murat Yatkin übernehmen. Der 43-Jährige, der mit 1. Dezember seine Tätigkeit bei TP Vision beginnen wird, wird als „ausgezeichneter Branchenkenner“ beschrieben. „Nach Stationen bei Sony, wo er unter anderem die Neuausrichtung des Account Managements verantwortete, verschiedenen Führungspositionen in Vertrieb und Marketing bei Samsung sowie als Sales Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Groupe SEB, wird er zukünftig das Team von Philips TV & Audio DACH führen“, so TP Vision in einer Aussendung.

Optimismus

Die neue Aufgabe würde Murat Yatkin „mit dem Wissen um die besonderen Stärken der Marke Philips selbstbewusst angehen“, heißt es blumig weiter. „Ich freue mich sehr auf das Team und darauf, die Nachfolge von Henrik Köhler anzutreten. Mir ist bewusst, dass ich in große Fußstapfen treten werde. Die Marke Philips mit den Produktwelten TV, Audio und Kopfhörer ist ein überaus geschätzter Begleiter von Fachhändlern und Konsumenten in ihrem täglichen Leben. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit dem Team die intensive Zusammenarbeit mit den Handelspartnern weiter zu vertiefen, die bewährte Vertriebspolitik auch künftig konsequent umzusetzen und den eingeschlagen Wachstumskurs fortzuführen“, sagt Yatkin mit einer gehörigen Portion Optimismus.

Kommentare (3)

  1. Mir ist neu, dass Herr Yatkin jemals Teil der Geschäftsführung war. Diese bestand zu seiner Wirkungszeit aus Bahri Kurter und Cyril Buxtorf. Er mag Bahri Kurter´s Ausscheiden kurze Zeit zusammen mit seinem Kollegen Rainer Kreisel interimsweise für bestimmte Belange zuständig gewesen sein, aber er war nie offiziell als Geschäftsführer bestellt.

    1. Das wissen sie spätestens dann, wenn alles schief geht und sie nicht mehr wissen wohin.
      Hatten wir öfters.
      Der Fachhandel wird nur mehr als Problemlöser verwendet, da wo die Franz Josefs anstehen.

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