Donnerstag, 9. Juli 2020
120-jähriges Bestehen & 70 Jahre Elektro Ramert

Elektro Ramert feiert Doppel-Jubiläum

Hintergrund | Wolfgang Schalko | 24.10.2019 | Bilder | |  
EP:Regionalleiter Erich Theuermann und EP:Geschäftsführer Michael Hofer gratulierten Nina Ramert, Brigitte Ramert, Günther Ramert und Heinz Ramert zum Doppel-Jubiläum (v.l.n.r.). EP:Regionalleiter Erich Theuermann und EP:Geschäftsführer Michael Hofer gratulierten Nina Ramert, Brigitte Ramert, Günther Ramert und Heinz Ramert zum Doppel-Jubiläum (v.l.n.r.). Das südoststeirische Familienunternehmen Ramert hat dieser Tage gleich doppelten Grund zum Feiern: Den Anlass geben das 120-Jahr-Jubiläum sowie das 70-Jahr-Jubiläum als Elektro Ramert. Der am Hauptplatz in Feldbach angesiedelte Traditionsbetrieb ist in Österreich sowie neun Ländern Südosteuropas tätig und beschäftigt 36 Mitarbeiter in den Bereichen Elektrohandel und Elektroinstallation.

Anlässlich dieses Doppel-Jubiläums luden die Seniorchefs Günther und Brigitte Ramert sowie die Juniorchefs Heinz und Nina Ramert zu einem besonderen Brunch in die Ramert-Räumlichkeiten am Feldbacher Hauptplatz. Unter den zahlreichen Gratulanten waren Steiermarks Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk, Feldbach-Bürgermeister Josef Ober, Tourismusobmann Christian Ortauf, WKO-Regionalstellenobmann Günther Stangl, langjährige Partner des Unternehmens wie ElectronicPartner-Geschäftsführer Michael Hofer und der Leiter der Grazer Schäcke-Niederlassung Gerd Lambauer, uvm.

In diesem Rahmen warfen die beiden Unternehmer-Generationen einen Blick zurück zu den Anfängen – denn begonnen hat bei Ramert eigentlich alles ganz anders, als man heute vermuten mag. Die Firma Ramert wurde im Jahr 1899 am Feldbacher Hauptplatz als Lederzubehör-Geschäft (eigentlich Lederzugehör, wie es damals hieß) gegründet. Der Wechsel in den Elektrohandel und die Elektroinstallation erfolgte erst 50 Jahre später mit der Eröffnung eines neuen Geschäftsstandortes im südoststeirischen Gnas (ein Schritt, den die Zerstörung der Räumlichkeiten im Zweiten Weltkrieg notwendig gemacht hatte). Um 3.000 Schilling seien damals Waren und Installationsmaterial angeschafft worden, berichtete Günther Ramert.

1956 übersiedelte die Firma zurück nach Feldbach. Heinz Ramert (Enkelsohn von Firmengründer Heinrich Ramert), der Gründer des Elektrogeschäftes, verstarb im Jahr 1977, worauf seine Frau Veronika und sein damals erst 24-jähriger Sohn Günther Ramert die laufenden Geschäftstätigkeiten übernahmen. „Starke Frauen gehören zur Erfolgsgeschichte des Unternehmens”, ortete Günther Ramert auch in diesem Punkt eine gewisse Tradition. Über die Jahre hinweg gewann der Betrieb an Größe und baute sich einen zuverlässigen Kreis an Stammkunden auf, zu denen etwa der Traditionsbetrieb Moden Müller (der später in Otto Versand und Vögele aufging), Deichmann oder die Zotter Schokoladen Manufaktur zählen. 2001 folgten die ersten Aufträge in den benachbarten Ländern – wobei sich der Expansionskurs mancher Partner entsprechend positiv in der Umsatz- und Geschäftsentwicklung von Ramert niederschlug.

Seit Ende 2009 ist auch Heinz Ramert, der Sohn von Brigitte und Günther Ramert, in der Firma tätig und hat im September 2013 die Geschäftsführung übernommen. Dabei teilen Junior und Senior die Begeisterung für schöne Autos – ein nicht unwesentlicher Aspekt, war doch „die Auto-Leidenschaft ein Türöffner für viele tolle Aufträge und Projekte”, wie Günther Ramert anmerkte.

Große Auszeichnungen für kleinen Betrieb

Der steirische Familienbetrieb wurde in seiner Geschichte vielfach für seine Leistungen prämiert – etwa mehrere Male vom „Wirtschaftsblatt“ in der Kategorie „dynamische Kleinbetriebe“. Die bisher höchsten Auszeichnungen erhielt man in den Jahren 2011 und 2012 im Rahmen des „Austria’s Leading Companies“-Bewerbs: 
1. Platz in der Kategorie „Solidester Kleinbetrieb Österreichs“ 2011 und 1. Platz in der Kategorie „Solidester Kleinbetrieb Steiermark“ 2012. Außerdem wurde dem Unternehmen im Jahr 2012 vom damaligen Landeshauptmann Franz Voves das steirische Landeswappen überreicht – „Das ist die größte Ehre für uns”, betonte der Seniorchef.

Das Ramert-Dienstleistungsportfolio

Es gibt kaum eine Leistung, die mit Strom zu tun hat und die Elektro Ramert nicht anbietet. Von der Stromerzeugung mit Photovoltaik über die Verteilung mit Niederspannungsschaltanlagen bis hin zu Stark- und Schwachstrominstallationen ist das Leistungsspektrum breit gefächert und auch in Fragen der Sicherheitstechnik ist Ramert ein kompetenter Ansprechpartner – egal, ob es um Blitzschutz, Brandschutz oder Einbruchsschutz geht. Im Bereich Lichttechnik werden ebenfalls vielfältige Leistungen angeboten, die von Geschäfts-, Veranstaltungs- und Sportstättenbeleuchtung über LED-Sonderlichtlösungen bis hin zu Fluchtwegs- und Sicherheitsbeleuchtung reichen. Darüber hinaus zählen auch maßgeschneiderte SPS Lösungen und Smart-Home-Systeme für Gewerbebetriebe und Privathaushalte zum Leistungsspektrum des Unternehmens.

Die Elektro Ramert GmbH betreut Handelsgesellschaften im Bereich Schuh-und Textilhandel sowie Systemgastronomie in Österreich, Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Serbien, Slowenien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Zusätzlich werden Spezialkomponenten für speicherprogrammierbare Steuerungen nach ganz Europa exportiert. Auch in vielen anderen Branchen zeichnet sich Elektro Ramert als verlässlicher Partner in puncto Neuplanung oder Umgestaltung aus. Spitzenrestaurants, Banken oder Autohäuser in ganz Österreich setzten bereits auf die durchdachten und intelligenten Elektrolösungen des Familienunternehmens.

Das Geschäft in Feldbach

Am Hauptplatz in Feldbach wird auf rund 1.500 Quadratmetern in Büros, auf Lager- und Geschäftsflächen sowie in den Werkstätten gearbeitet. Herzstück ist das Elektro-Ladengeschäft, das zuletzt im Jahr 2014 modernisiert wurde und den Kunden aus dem Großraum Südoststeiermark eine erstklassige Auswahl, beste Beratung sowie familiäres Ambiente bietet. Man vermittelt authentisch, dass auch ein erfolgreiches Unternehmen mit viel Persönlichkeit und Menschlichkeit geführt werden kann.

Die Verkaufsräume selbst beherbergen ein umfangreiches Angebot an Elektrogeräten aller Sparten von namhaften Anbietern wie Apple, Dyson, Gorenje, Graef, Jura, KitchenAid, Miele, Philips, Samsung, Siemens, Smeg, Sonos, Sony, Tefal, uvm – präsentiert und vorgeführt von kompetenten Fachberatern.

Photovoltaik und andere Zukunftsperspektiven

Ein großes Thema der letzten Jahre war die Nachfrage nach regenerativen Energiegewinnungssystemen. Dieser Trend hält weiter an und natürlich ist Elektro Ramert auch auf diesem Gebiet der perfekte Ansprechpartner: Bereits im Jahr 2008 erfolgte der Einstieg in das Photovoltaik-Segment. Seither hat die Elektro Ramert GmbH mit ihrem Team aus Spezialisten etwa 6 MWp PV-Leistung installiert – oder anders gesagt: ca. 24.000 PV-Module auf einer Fläche von rund 40.000 m2.

Ein Gespür für zukunftsträchtige Themen hatte man bei Elektro Ramert in der Vergangenheit aber schon öfter bewiesen – etwa, als der Seniorchef in den 1980ern das Potenzial von Mobiltelefonie erkannte und in den Markt für C-Netz Handys einstieg (und sich in diesem Zuge auch an Distributor TFK beteiligte).

Dass man dabei stets die richtigen geschäftlichen Tugenden an den Tag legte, attestierte im Rahmen der Feierlichkeiten Robert Pessl. Der für die Um- und Ausbauten bei Moden Müller (und später Vögele) Verantwortliche nannte vier Eckpfeiler für die jahrelange erfolgreiche Partnerschaft der Unternehmen: „Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, faire Preisgestaltung und hohe fachliche Kompetenz.” Genau darin ortet auch Juniorchefin Nina Ramert das Erfolgsrezept: „Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind sicher Hauptkriterien, und Know-how bildet ohnehin die Basis, die wir auch im Betrieb weitergeben. Wir versuchen, mit der Zeit zu gehen, keine Technologie auszulassen und immer am neuesten Stand zu sein – und das kommt bei unseren Kunden gut an.”

Einer erfolgreichen Zukunft steht somit auch aus Sicht von ElectronicPartner-Geschäftsführer Michael Hofer (Elektro Ramert ist seit 2001 Mitglied der Verbundgruppe) nichts im Wege: „Elektro Ramert bietet herausragende Qualität und Leidenschaft, wie man sie nur selten sieht. Das Unternehmen stellt sich den Herausforderungen der Branche, übernimmt regionale Verantwortung und baut Kompetenz für Zukunftsthemen auf. Auch das Thema Nachfolge ist bereits geregelt – den nächsten 120 Jahren steht also nichts mehr im Wege und wir wünschen dabei alles erdenklich Gute!”

Bilder
Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, war voll des Lobes für die unternehmerische Leistung der Ramerts – und überreichte anschließend natürlich zwei Jubiläums-Urkunden.
Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, war voll des Lobes für die unternehmerische Leistung der Ramerts – und überreichte anschließend natürlich zwei Jubiläums-Urkunden.
Stellvertretend für die Lieferanten richtete Gerd Lambauer, Leiter der Schäcke-Niederlassung Graz, Dankesworte an den Traditionsbetrieb und hob die „nicht immer einfache, aber stets gute und faire Zusammenarbeit“ hervor – die im Fall von Schäcke seit fast 30 Jahren besteht.
Stellvertretend für die Lieferanten richtete Gerd Lambauer, Leiter der Schäcke-Niederlassung Graz, Dankesworte an den Traditionsbetrieb und hob die „nicht immer einfache, aber stets gute und faire Zusammenarbeit“ hervor – die im Fall von Schäcke seit fast 30 Jahren besteht.

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