Samstag, 16. November 2019
Mit funkvernetzten Rauchwarnmeldern auf Nummer sicher

Ei Electronics: Modernste Gebäudeautomatisierung im Kindergarten Aspach

E-Technik |Wolfgang Schalko | 07.11.2019| Bilder | |  
Der Kindergarten Aspach wurde komplett saniert und erhielt ein funkvernetztes Rauchwarnmelder-System zum Schutz vor Brandunfällen. Der Kindergarten Aspach wurde komplett saniert und erhielt ein funkvernetztes Rauchwarnmelder-System zum Schutz vor Brandunfällen. (© Ei Electronics) Bei der Generalsanierung des Kindergartens inklusive Zubau legten die Verantwortlichen der Marktgemeinde Aspach größten Wert auf Sicherheit. Mit in die Gebäudeautomatisierung integriert wurden deshalb auch funkvernetzte 10-Jahres-Rauchwarnmelder von Ei Electronics.

Idyllisch im Luftkurort Aspach, Bezirk Braunau/OÖ gelegen, befindet sich mitten im Ortszentrum der Gemeindekindergarten. Dieser ist seit 1975 im ehemaligen Schulgebäude, das 1841 erbaut wurde, untergebracht. Zuletzt 1994 saniert war das Gebäude samt seiner Installation mittlerweile in die Jahre gekommen und eine Generalsanierung wurde unausweichlich. Nachdem man einen Abriss in Erwägung gezogen hatte, entschied man sich letztlich doch, das historische Gebäude zu erhalten und zu sanieren. Das Platzangebot für fünf Gruppen und insgesamt rund 80 Personen reichte allerdings nicht aus und so wurde das bestehende Gebäude um einen Zubau in Holzriegelbauweise erweitert. Neben einer hochwertigen Innenausstattung und modernen Sanitäranlagen lag der Fokus bei der Elektroinstallation auf dem Thema Sicherheit.

Planung und Ausführung

Verantwortlich für Planung und die professionelle, normgerechte Umsetzung der gesamten Elektroinstallation und Gebäudeautomatisierung war das ortsansässige Unternehmen Gebotech. „Wir haben uns für ein Gesamtkonzept entschieden, das sowohl den Altbau, als auch den Neubau optimal miteinbindet. Um die Anforderungen des Betreibers bestmöglich zu erfüllen, wurde eine intelligente Steuerung benötigt, die alle Gewerke einbezieht. Ob es um die Heizungssteuerung, die Alarmanlage oder den vorbeugenden Brandschutz geht – ein System, in dem alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind, sorgt für weniger Wartungsaufwand und mehr Sicherheit“, fasst Geschäftsführer Gerhard Bogner seine Überlegungen zusammen.

Pflicht und Kür

Vernetzte Rauchwarnmelder sind bei einem Neubau oder umfangreichen Umbau im Kindergarten gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, diese Vorschrift zu erfüllen: Draht- oder Funkvernetzung. Sofern es die Voraussetzungen im Gebäude erlauben, entspricht eine Funklösung dem Stand der Technik. Ohne Verdrahtungsaufwand können Rauchwarnmelder ganz einfach miteinander vernetzt und bei Bedarf jederzeit um zusätzliche Melder erweitert werden. Ist eine Gebäudeautomatisierung bereits vorhanden, macht es auf jeden Fall Sinn, die Rauchwarnmelder miteinzubinden. Im Fall des Kindergartens Aspach kommt eine High-end-Lösung zum Einsatz, die über den ohnehin sehr sicheren Standard hinausgeht. Über Koppelmodule wird das System in die bestehende Gebäudeautomation integriert und so nutzt man die Funktionalitäten, die sich daraus ergeben, wie beispielsweise die Verständigung bei Melderauslösung über Push-Nachrichten aufs Mobiltelefon oder via Caller-Funktion und Sprachanruf. Für den Betreiber sind diese Funktionen besonders wichtig, da auch außerhalb der Betriebszeiten (zB in den Ferien) sichergestellt werden soll, dass ein Brand sich nicht unbemerkt ausbreiten kann.

Funksystem mit 10-Jahres-Rauchwarnmeldern

Rauchwarnmelder mit fest eingebauten 10-Jahres-Lithiumbatterien, wie dies beim Ei650W der Fall ist, bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber Geräten mit 9-Volt-Batterien. Die in der TRVB 122 geforderte Betriebsbereitschaft ist damit über einen Zeitraum von 10 Jahren gewährleistet und ein Batteriewechsel entfällt. Wird ein Brand von einem der Melder detektiert, so löst dieser aus und gibt die Information an alle anderen im Netzwerk eingebundenen Melder weiter. Damit wird sichergestellt, dass alle Personen, die sich im Gebäude befinden, flächendeckend gewarnt werden und rechtzeitig notwendige Maßnahmen ergreifen können.

Die Rauchwarnmelder wurden gemäß der geltenden OiB-Richtlinie 2 in allen Gruppenräumen, Gängen und Fluchtwegen sowie als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme auch in den Büroräumen installiert. Für eine übersichtliche Installation wurden die Melder in zwei Gruppen (Altbau und Neubau) eingeteilt. Auch ein Technikraum soll überwacht werden. Dieser Melder wurde mittels eines Ei428 Relaisausgangsmoduls ebenfalls über Funk in das System miteingebunden. Über je einen Ei450 Alarmcontroller pro Gruppe lässt sich im Alarmierungsfall der auslösende Melder rasch lokalisieren und stummschalten. Die Koppelmodule Ei414 sorgen für die Anbindung an die Gebäudeautomation. Über die in jedem Stockwerk installierten Ei407A Notwarnknöpfe kann außerdem bei Bedarf manuell ein Alarm ausgelöst werden.

Komplexe Anforderung – sichere Lösung

Eine professionelle Planung ist das Eine, für eine ebenso professionelle Ausführung bedarf es einer gut funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Hersteller, Großhändler und dem ausführenden Unternehmen. Nachdem Gerhard Bogner sich mit seinem Plan an seinen Großhändler gewandt hat, war Andreas Pumberger, Sonepar, klar, dass für dieses Projekt nur ein Hersteller in Frage kommen konnte. Abgesehen von der hohen Produktqualität und dem durchgängigen Support von der Planung bis zur Inbetriebnahme, gibt Ei Electronics dem Profi ein Software-Tool an die Hand, das in Bezug auf Diagnose und Wartung eines Funknetzwerks die bestmögliche Unterstützung bietet. „Der Vorteil dieses RF-Tools ist, dass Gerhard Bogner damit die Melder im Netzwerk regelmäßig auslesen kann und so im Detail über den Zustand der Melder Bescheid weiß“, weist Gerald Rausch, Vertriebsleiter Ei Electronics Österreich, auf diesen Komfort hin. „Das ist perfekt“, bestätigt Bogner, „ich bin jederzeit über sämtliche Ereignisse der einzelnen Melder informiert. Wie ist der Verschmutzungsgrad, wie der Batteriezustand, wie oft hat der Melder ausgelöst, wurde er dazwischen vom Sockel genommen, etc. All diese Informationen kann ich dann auswerten und in Form eines Berichtes meinem Kunden übergeben.“

Bilder
In allen Gruppenräumen, Büros und Gängen wurden Ei650W Rauchwarnmelder montiert und miteinander vernetzt.
In allen Gruppenräumen, Büros und Gängen wurden Ei650W Rauchwarnmelder montiert und miteinander vernetzt. (© Ei Electronics)
In jedem Abschnitt wurden gut sichtbar und außerhalb der Reichweite von Kindern der Ei450 Alarmcontroller und der Ei407A Notwarnknopf zum manuellen Auslösen eines Alarms montiert.
In jedem Abschnitt wurden gut sichtbar und außerhalb der Reichweite von Kindern der Ei450 Alarmcontroller und der Ei407A Notwarnknopf zum manuellen Auslösen eines Alarms montiert. (© Ei Electronics)
Das Koppelmodul Ei414 bildet mit seinen potentialfreien Kontakten die Schnittstelle zur Gebäudeautomation.
Das Koppelmodul Ei414 bildet mit seinen potentialfreien Kontakten die Schnittstelle zur Gebäudeautomation. (© Ei Electronics)
Bewährte Zusammenarbeit zwischen Hersteller, Elektrogroßhändler und Fachbetrieb (v.l.n.r.): Andreas Pumberger (Sonepar), Gerhard Bogner (Gebotech), Gerald Rausch (Ei Electronics).
Bewährte Zusammenarbeit zwischen Hersteller, Elektrogroßhändler und Fachbetrieb (v.l.n.r.): Andreas Pumberger (Sonepar), Gerhard Bogner (Gebotech), Gerald Rausch (Ei Electronics). (© Ei Electronics)

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