Freitag, 13. Dezember 2019
Traditioneller Event

Gute Stimmung beim EP:Kick-Off

Hintergrund | Wolfgang Schalko | 13.11.2019 | Bilder | |  
Geschäftsleiter Jörn Gellermann (li.) und Geschäftsführer Michael Hofer informierten über die aktuellen Entwicklungen und nächsten Schritte der Kooperation. Geschäftsleiter Jörn Gellermann (li.) und Geschäftsführer Michael Hofer informierten über die aktuellen Entwicklungen und nächsten Schritte der Kooperation. (© W. Schalko) Wie in den vergangenen Jahren lud ElectronicPartner auch heuer in die Burg Perchtoldsdorf, um den Blick zurück auf die Ereignisse des laufenden Jahres, vor allem aber nach vorne auf die kommenden Wochen und Monate zu richten. Bei Geschäftsführer Michael Hofer und Geschäftsleiter Jörn Gellermann war Optimismus angesagt – nicht zuletzt wegen des „Zugewinns” von Südtirol.

„Wir werden den Fachhandel weiter gezielt fördern”, stellte Geschäftsleiter Jörn Gellermann gleich zu Beginn seiner Ausführungen vor den wieder zahlreich anwesenden Hersteller- und Lieferantenvertretern klar. „Wir investieren hier gerne viel Zeit und Energie, um jungen Unternehmern den Einstieg zu erleichtern und den Erfolg von bestehenden zu sichern.”

Als Indikator für die positive Geschäftsentwicklung diente einmal mehr die Mitgliederentwicklung, bei der heuer gehörige Bewegung zu verzeichnen war: 54 Neuzugänge mit 61 Outlets bedeuten ein kontinuierliches Wachstum. Insgesamt zählt die Verbundgruppe nun 854 Mitgliedsbetriebe (2018: 848), davon 118 EP:Markenhändler (2018: 123), 662 ServicePartner (2018: 651) und 74 Eigenprofilierte (2018:74).

Was die Umsatzentwicklung betrifft, lag die Performance der EP:Markenhändler – abgesehen vom leichten Ausreißer Telekom – erneut durchwegs über dem Markt:

  • Unterhaltungselektronik: Markt -15,4%, EP: -7,9%
  • PC/Multimedia: Markt -0,14%, EP: +0,8%
  • Weißware: Markt -1,3%, EP: +3,0%
  • Telekom: Markt -8,4%, EP: -8,5%

Wie Gellermann anmerkte, könne man insbesondere in der Unterhaltungselektronik nur „schlecht über eine positive Entwicklung sprechen”. Allerdings hätten die EFHT und jüngsten Gespräche gezeigt, dass zumindest eine „positive Grundstimmung” herrsche und die Konzentration auf hochwertige Produkte wie Premium-TV über 55 Zoll für Zuversicht sorge. Auch im Bereich Telekom, der „nach Jahren des Wachstums jetzt deutlich ins Minus gerutscht” sei, glaube man „an eine in Zukunft wieder positiv Entwicklung”, wobei hier vor allem auf dem Thema Vernetzung große Hoffnungen ruhen. Das gelte ebenso für den Bereich PC/Multimedia, wo „Vernetzung ein Fokusthema bleibt und die Entwicklung zeigt, dass wir die richtige Richtung eingeschlagen haben.” Und bei der Weißware „freuen wir uns, dass wir deutlich über dem Markt liegen, obwohl der Aufwärtstrend ein wenig gebremst hat.” Hier trage die Vermarktungsmöglichkeit über das virtuelle Lager von EP: – die „fast alle Produzenten großer Hausgeräte bereits ergriffen” hätten – einen wesentlichen Teil zum Erfolg bei, weshalb man diese Möglichkeit auf weitere Warenbereiche ausbauen werde.

International betrachtet kann sich die Entwicklung der Kooperation ebenfalls sehen lassen: Der Einkaufsverbund E-Square, der mit 17 Verbänden in 16 Ländern und 11.300 angeschlossenen Händlern zu den globalen Top 10 im Bereich Home Electronics zählt, steigerte seinen (Netto-)Umsatz von 2017 auf 2018 um 8,9% auf 5,67 Mrd. Euro.

Marketing-Ambitionen und das „10. Bundesland”

Geschäftsführer Michael Hofer brachte den Gästen den vielseitigen Marketing-Mix näher, den ElectronicPartner für seine Mitglieder im kommenden Jahr bereit hält. Dazu zählen allein im Printbereich 24 Zentralwerbungen sowie die ungebrochen beliebten Individualwerbungen, außerdem Hörfunkspots (inkl. EP:Soundlogo), die zukünftig neben Ö3 auch auf regionalen Sendern ausgestrahlt werden sollen. Auch die TV-Spots werden in Zukunft zusätzlich zu den Sendern der Pro7Sat1Puls4-Gruppe auf regionalen Programmen zu sehen sein. Im Online- und Social Media-Bereich will man das Dienstleistungsspektrum in Richtung Händler (Stichwort Homepage-Betreuung und -Individualisierung) weiter ausbauen. „Der Webauftritt soll den Endkunden zum Kauf bewegen – über den Webshop oder im Geschäft. Das ist bis dato gut gelungen”, so Hofer, der hier das dichte Händlernetz der Verbundgruppe und die Möglichkeit zum Kauf in der Region noch stärker hervorheben will.

Das Überraschungsmoment hatte Hofer mit der Ankündigung, dass EP:Österreich ab 1. Jänner 2020 auch Südtirol mitbetreuen wird, auf seiner Seite. „27 neue Mitglieder südlich des Brenners, die derzeit die Zentrale in Düsseldorf betreut, werden damit zu uns stoßen”, freute sich der GF. Die Region um Bozen sei eine der kaufkräftigsten in Zentraleuropa, zudem sei Deutsch die landestypische Sprache – was „unseren Partnern aus der Industrie tolle Möglichkeiten eröffnet.”

Abschließend betonte Hofer, dass man die selbst gesetzten Qualitätskriterien weiter im Auge behalten und sich noch stärker als bisher auf die „interne Transformation auf Handel 4.0” konzentrieren werde – was nichts anderes bedeutet, als das Business noch konsequenter von der Kundenseite her zu denken, und zwar beginnend bei der Werbung und der Produktpräsentation bis hin zum Service und Aftersales-Angeboten. Er erwarte sich die „volle Unterstützung der Industriepartner, um den nachhaltigen Erfolg des Fachhandels voranzutreiben – auch im eigenen Interesse.” Und das könne nur gelingen, wenn man das Ganze als „Symbiose” verstehe.

Mehr vom EP:Kick-Off 2020 lesen Sie in der E&W 12/2019.

Übrigens: Am 28. November steht der diesjährige ElectronicPartner Charity Punsch Event am Programm. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der EP:Zentrale in Wiener Neudorf. Sämtliche Spenden kommen der Stiftung Kindertraum zugute.

Bilder
Der Einladung zum traditionellen Kick-Off in der Burg Perchtoldsdorf waren auch heuer wieder zahlreiche Lieferanten und Industriepartner gefolgt.
Der Einladung zum traditionellen Kick-Off in der Burg Perchtoldsdorf waren auch heuer wieder zahlreiche Lieferanten und Industriepartner gefolgt. (© ElectronicPartner)

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