Samstag, 7. Dezember 2019
Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens

Tops und Flops unter dem Christbaum

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 29.11.2019 | |  
Socken zählen nach wie vor zu den unbeliebtesten Weihnachtsgeschenken. (Bild: CarolaPohle/ pixelio.de) Socken zählen nach wie vor zu den unbeliebtesten Weihnachtsgeschenken. (Bild: CarolaPohle/ pixelio.de) Weihnachtszeit ist Studienzeit – darüber was die Österreicher denken, planen und kaufen. Auch das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen hat sich mit diesen Fragen beschäftigt und heraus gefunden: Weihnachten ohne Geschenke ist für die meisten Menschen undenkbar. Abgesehen davon sind die Vorstellungen der Österreicher aber recht unterschiedlich.

Was wird gerne verschenkt? Worüber freut man sich selbst? Wie viel wird gekauft – und wo? Diesen und weiteren Fragen ging das Österreichische E-Commerce-Gütezeichen in einer aktuellen Weihnachtsstudie auf den Grund. Wie die Befragung zeigt, sind die Österreicher grundsätzlich keine Last-Minute-Shopper: Ein Viertel (25,6%) besorgt ab Anfang Dezember Geschenke, 21,6% beginnen schon im November damit und immerhin 15,7% kaufen sogar das ganze Jahr lang Präsente, wenn es sich ergibt. Kurz vor dem Heiligen Abend stürmen lediglich 2,6% los.

Trotz der langen Vorlaufzeit scheint sich aber manch einer nicht allzu viele Gedanken über das passende Geschenk zu machen: Mehr als ein Drittel (34,3%) betont, dass das „perfekte Geschenk“ auf die eigenen Vorlieben bzw. Persönlichkeit eingehen soll. „Bei den Frauen liegt dieser Anteil sogar bei 39,9% – eine Steigerung von satten 10% gegenüber dem Vorjahr“, berichtet Thorsten Behrens, Geschäftsführer des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichen, und fügt augenzwinkernd hinzu: „Bei der Geschenkeauswahl sind wir eindeutig nicht das stärkere Geschlecht.“

Wer seiner Liebsten wirklich eine Freude machen möchte, kann auch etwas mit symbolischem Wert auswählen – oder einfach etwas, was auf ihrem Wunschzettel steht. Männer hingegen freuen sich durchaus auch über praktische Geschenke.

Geschenkeanzahl steigt, Frauen schenken mehr

Im Durchschnitt wollen die Österreicher heuer sieben Packerl – das ist eines mehr als 2018 – verschenken, wobei Männer sechs und Frauen acht Präsente planen.
Der Großteil davon bleibt in der Familie: 63,9% der Befragten beschenken ihren Partner, 61,5% die Eltern, 57,1% die eigenen Kinder und 36,9% ihre Geschwister. Immerhin noch 31,2% überlegen sich etwas für ihre Freunde. Arbeitskollegen hingegen werden nur von 9,4% beschenkt, Tanten und Onkel (8,9%) sowie Nachbarn (3,7%) sollten sich keine großen Hoffnungen machen.

Geld ist top, Socken ein Flop

Wie erwähnt, wünschen sich die Österreicher vor allem Geschenke, die auf ihre persönlichen Vorlieben eingehen. Dennoch stehen ganz oben auf den Wunschlisten drei Allzeit-Favoriten der eher materiellen Art: Bargeld (15,7%), Reisen (14,5%) und Gutscheine (13,9%). Ebenfalls beliebt: Erlebnisse/Ausflüge und Karten für Veranstaltungen. Etwas Selbstgemachtes wünschen sich hingegen nur 3,7% der Befragten.
Die Liste der unbeliebtesten Weihnachtsgeschenke führen einmal mehr Socken und Unterwäsche an (21,2%). Elektrowerkzeug bzw. Heimwerker-Ausrüstung und etwas Praktisches für den Haushalt wollen 8,6% der Befragten lieber nicht aus dem Geschenkpapier wickeln. Und bei jeweils 6,8% lösen Kosmetika oder Kinderartikel keine Jubelstimmung aus.
Jene 29,4%, die in diesem Jahr planen, Kinderartikel und -spiele zu verschenken, sollten also nochmals gut überlegen, wem sie diese zukommen lassen. Am liebsten schenkt man hierzulande übrigens Gutscheine (43,6%), auch Karten für Veranstaltungen (20,3%) und Bücher (20,0%) werden gerne gekauft.

Weihnachtsshopping erfolgt zunehmend online

Immer mehr Menschen wollen den „Geschenke-Stress“ in der Adventszeit reduzieren und greifen daher auf Online-Shopping zurück: Bereits 85% der Österreicher kaufen mindestens ein Weihnachtspräsent im Internet. Bei der Wahl der Anbieter spielt einerseits der Preis eine wichtige Rolle (gut die Hälfte der Käufer entscheidet sich aus monetären Gründen für einen bestimmten Web-Shop). Ausschlaggebend sind aber insbesondere auch die Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit eines Online-Shops (42,9%).

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