Dienstag, 11. August 2020
Ein Plus von 1,5%

WKÖ: Weihnachtliche Zwischenbilanz

Die Branche | Stefanie Bruckbauer | 18.12.2019 | |  
„Der österreichische Einzelhandel geht mit Zuversicht und Schwung in den Endspurt des Weihnachtsgeschäftes 2019“, sagen Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ, und Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel in der WKÖ. (Bild: WKÖ) „Der österreichische Einzelhandel geht mit Zuversicht und Schwung in den Endspurt des Weihnachtsgeschäftes 2019“, sagen Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ, und Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel in der WKÖ. (Bild: WKÖ) Die WKÖ analysierte gemeinsam mit der KMU Forschung Austria das Weihnachtsgeschäft 2019 im heimischen Einzelhandel und kam zu dem Schluss: „Die Händler gehen zuversichtlich in den Endspurt. Die Umsatzentwicklung bis inklusive 3. Adventsamstag ist positiv, insgesamt liegt das Weihnachtsgeschäft rund 1,5% über Vorjahresniveau.“

Der österreichische Einzelhandel geht mit Zuversicht und Schwung in den Endspurt des Weihnachtsgeschäftes 2019“, sagte Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ, bei der Präsentation der traditionellen Zwischenbilanz zur Umsatzentwicklung des Weihnachtsgeschäftes bis inklusive 14. Dezember 2019 (dritter Adventsamstag), auf Basis von Berechnungen der KMU Forschung Austria.

Trotz der sich abschwächenden Konjunkturlage lässt sich das Christkind offensichtlich nicht die Stimmung verderben“, verweist Buchmüller auf eine stabile Konsumnachfrage in Österreich. Inklusive dem dritten Adventsamstag hat der heimische stationäre Einzelhandel ein Umsatzplus von 1% eingefahren.

Der Start ins Weihnachtsgeschäft am ersten Adventsamstag (ebenfalls +1%) verlief laut WKÖ gut. Der zweite Adventsamstag (7. Dezember 2019) konnte – ausgehend vom niedrigen Niveau 2018 – deutlich zulegen (plus 6%). „Der hohe Anstieg liegt zu einem Großteil daran, dass der zweite Adventsamstag 2018 auf Maria Empfängnis gefallen ist und die Umsätze damals daher geringer waren, weil viele Geschäfte gar nicht oder nur kürzer geöffnet hatten“, erklärt Buchmüller. Der dritte Adventsamstag blieb stabil auf Vorjahrsniveau. „Bis inklusive des dritten Adventsamstags hat der heimische Handel rund 55% seiner Weihnachtsumsätze eingefahren“, sagt der Obmann.

„Wir gehen davon aus, dass sich der Weihnachtsumsatz heuer insgesamt auf rund 1,545 Mrd. Euro belaufen wird und damit rund 15 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau liegt“, erklärte Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Bundessparte Handel in der WKÖ.

„Insgesamt – also on- und offline zusammen – liegt das bisherige Weihnachtsgeschäft rund 1,5% über dem Niveau des Vorjahres. Dabei zeigt sich: Die Dynamik im österreichischen Onlinehandel hält auch heuer an. Wie schon im vergangenen Weihnachtsgeschäft, steigt auch 2019 der Umsatz im Onlinehandel um 5%. Das entspricht rund 7% der gesamten heimischen Weihnachtsumsätze. Mit anderen Worten: 93% der Weihnachtsumsätze der heimischen Händler erwirtschaftet der stationäre Einzelhandel“.

Auch bei der Kauforientierung bleibt der stationäre Handel wichtigster Impulsgeber, wie Thalbauer ausführt: „Rund 48% der Österreicher holen vor dem Kauf ihrer Geschenke Informationen auch im Internet ein. Rund jeder Dritte plant, das eine oder andere Weihnachtspräsent auch online zu kaufen. Unsere Kunden informieren zwar sich gerne auch im Internet, Geschäfte und Schaufenster bleiben jedoch Infoquelle Nummer eins für sie.“

Höchste Zuwächse bei Sportartikeln und Spielwaren

Im Branchenvergleich schneiden vor allem der Einzelhandel mit Sportartikeln (plus 4%) sowie der Spielwarenhandel (plus 3%) besonders gut ab. Der Möbel-Einzelhandel, Elektrogeräte, Computer und Foto sowie der Lebensmitteleinzelhandel kommen jeweils auf einen Zuwachs von 2%. „Insgesamt zeigt sich, dass die stabile Entwicklung heuer von fast allen Branchen getragen wird“, erläuterte KMU Forschung Austria-Experte Wolfgang Ziniel. Nur der Einzelhandel mit Schuhen und Lederwaren erzielte bisher weniger Umsätze.

„Die stärksten Tage stehen noch bevor“

Der Endspurt vor dem Heiligen Abend bringt dem heimischen Handel traditionell noch umsatzstarke Tage, wie die WKÖ ankündigt: „Vor allem der vierte Adventsamstag, der heuer auf den 21. Dezember fällt, wird erfahrungsgemäß höhere Umsätze bringen als die vorhergehenden drei Samstage“, sagen Buchmüller und Thalbauer.

„Insgesamt werden heuer etwa 35% der gesamten Weihnachtsumsätze in den Tagen nach dem dritten Adventsamstag bis zum Heiligen Abend – zwischen dem 16. und dem 24.12. – erzielt“, so Ziniel. Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester umfasst heuer 3,5 Einkaufstage, in dieser Zeit werden etwa 10% der Umsätze erwirtschaftet werden, schätzte der Experte.

Gute Stimmung in der Branche

Die Stimmung in der Branche ist gut, wie die WKÖ sagt: „29% der befragten Einzelhändler rechnen mit einem Umsatzplus im Weihnachtsgeschäft (2018: 28%), 41% (2018: 34%) gehen davon aus, dass sie stabile Umsätze erwirtschaften können. 30% erwarten, weniger umzusetzen – damit fällt die Einschätzung zuversichtlicher aus als im vergangenen Jahr.

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