Freitag, 21. Februar 2020
Stabile Verbraucherstimmung

Handelsverband Konsumbarometer

Hintergrund | Stefanie Bruckbauer | 31.01.2020 | |  
Das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes zeigt: Die Verbraucherstimmung präsentiert sich in Österreich zu Beginn des neuen Jahres optimistisch. Mit einem Wert von 103,08 weist es für Dezember 2019 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Erhebungen auf. Das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes zeigt: Die Verbraucherstimmung präsentiert sich in Österreich zu Beginn des neuen Jahres optimistisch. Mit einem Wert von 103,08 weist es für Dezember 2019 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Erhebungen auf. Laut aktuellem Handelsverband Konsumbarometer präsentiert sich die Verbraucherstimmung in Österreich zu Beginn des neuen Jahres optimistisch. Es weist für Dezember 2019 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Erhebungen auf. Die Verbraucherstimmung sei damit - nach einer verhaltenen Entwicklung in den Sommermonaten 2019 - zuletzt deutlich angestiegen. Ist Deutschland präsentiert sich die Situation ganz anders, dort wurde ein neuer Tiefstand erreicht.

„Die Stimmung der heimischen Verbraucher stabilisiert sich auf einem höheren Niveau und gibt uns Händlern damit Hoffnung, dass nach dem Weihnachtsgeschäft die schwächere Neujahrsphase gut durchtaucht werden kann. Wesentliche Auslöser für den jüngsten Anstieg sind eine deutliche Steigerung der Anschaffungsneigung sowie eine optimistische Einkommenserwartungen der Konsumenten“, erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Eine starke Steigerung habe zuletzt die Anschaffungsneigung der österreichischen Verbraucher gebracht. „Im 9-Monate-Vergleich verzeichnen November und Dezember die mit Abstand höchsten Werte – im Vergleich zum Referenzmonat März ergibt das ein beträchtliches Plus, was sich wiederum in einem höheren Gesamtbarometer niederschlägt“, erläutert Will.

Was die Konjunkturerwartung angeht, dürften die heimischen Verbraucher laut Barometer auch 2020 von einer zumindest stabilen Konjunkturentwicklung ausgehen. Die Einstufung des Preisniveaus und damit die Inflationserwartungen der heimischen Konsumenten habe sich in den vergangenen neun Monaten weitgehend konstant gezeigt. „Die Verbraucher erwarten demnach einen leichten Rückgang der Inflation“, erläutert Will.

Der positive Konsumbarometer-Ausblick des Handelsverbandes wird durch die vom WIFO präsentierten Wirtschaftszahlen für das vierte Quartal bzw. für das Gesamtjahr 2019 untermauert. So habe zwar der anhaltende Rückgang der Industriekonjunktur die gesamtwirtschaftliche Dynamik auch in den Wintermonaten gebremst, dafür ist der Dienstleistungssektor als Wachstumsmotor eingesprungen. Allein im Handel konnte die Wertschöpfung im vierten Quartal 2019 laut aktueller Berechnung des WIFO um +0,3% ausgeweitet werden. Damit setze sich das österreichische BIP-Wachstum auf niedrigem Niveau fort. Für 2019 ergibt sich laut WIFO ein Wirtschaftswachstum von real 1,6%.

Den bei der Regierungsklausur präsentierten Zeitplan für erste Entlastungsschritte und eine Ökologisierung des Steuersystems bewertet der Handelsverband grundsätzlich positiv. So soll u.a. 2021 der Eingangssteuersatz bei der Lohn- und Einkommensteuer von 25% auf 20% gesenkt werden. „Der heimische Handel begrüßt die geplanten Entlastungsschritte der Regierung im Ausmaß von 1,6 Milliarden Euro und hofft auf konsumstimulierende Effekte. Dafür braucht es im Gleichklang auch lenkungspolitische Maßnahmen, damit die Kaufkraft der heimischen Konsumenten nicht in Drittstaaten abfließt“, kommentiert Will.

Auch die avisierte Anhebung des Familienbonus von 1.500 auf 1.750 Euro sowie des Kindermehrbetrags auf 350 Euro für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf begrüßt der österreichische Handel in seiner Rolle als einer der größten Arbeitgeber des Landes, wie Will sagt: „Planungssicherheit erwarten sich die österreichischen Händler bei der versprochenen Senkung der Körperschaftsteuer von 25% auf 21%. Investitionsanreize wirken dann effizient, wenn sie zeitlich absehbar sind. Eine ökosoziale Steuerreform kann gerade in Zeiten der Digitalisierung und des Klimawandels auch ein Instrument für faire Wettbewerbsbedingungen sein, wenn diese lenkungspolitisch treffsicher ausgestaltet.“

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