Freitag, 5. Juni 2020
Abstand halten

Maskenpflicht für Geschäfte

Hintergrund | Dominik Schebach | 30.03.2020 | | 9  
Sogenannte MSN-Masken sollen in Zukunft in allen Supermärkten und darüber hinaus, überall wo es zu Kontakt kommen kann, getragen werden. Diese Maßnahme ersetze allerdings nicht das Abstandhalten. Sogenannte MSN-Masken sollen in Zukunft in allen Supermärkten und darüber hinaus, überall wo es zu Kontakt kommen kann, getragen werden. Diese Maßnahme ersetze allerdings nicht das Abstandhalten. (© schebach/elektro.at) Bei der heutigen Pressekonferenz hat die Bundesregierung weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus vorgestellt. So soll in Geschäften wie Supermärkten eine Maskenpflicht auch für die Kunden eingeführt werden.

Wer auf eine Beendigung der Maßnahmen nach Ostern gehofft hat, wurde enttäuscht. Bei der heutigen Pressekonferenz hat Bundeskanzler Sebastian Kurz in dieser Hinsicht keinen Optimismus aufkommen lassen. „Es ist die Ruhe vor dem Sturm“, beschreibt Kurz die jetzige Situation. Es gehe darum, das Gesundheitssystem insbesondere die intensivmedizinische Betreuung zu stützen. Deswegen müsse man die Verbreitung des Virus noch stärker bremsen als bisher. Dazu gehört als wichtigster Punkt das Tragen von Masken, ein verstärkter Schutz von gefährdeten Gruppen sowie die noch konsequentere Einhaltung der bisher schon gesetzten Maßnahmen.

Mit der Maskenpflicht für Supermarkt- und Geschäftskunden sind allerdings nicht medizinische Schutzmasken gemeint, sondern ein so genannter Mund-Nasen-Schutz. Dieser diene weniger zum Selbstschutz, sondern um die Übertragung durch die Luft zu bremsen. Das Tragen einer Maske soll zudem nicht das Abstandhalten ersetzen. Verteilt werden sollen die MNS-Masken dem Vernehmen nach ab Mittwoch über die Supermärkte. Mit dem dazugehörigen Erlass des Sozialministeriums sollen auch die Einhaltung des Sicherheitsabstandes in Geschäften verbessert werden.

Wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober ergänzte sollen besonders gefährdete Gruppen zusätzlich geschützt werden. Dazu werde die Regierung dafür sorgen, dass Angehörige von Risiko-Gruppen nicht mehr zur Arbeit gehen, sondern nur noch im Home Office tätig sein müssten. Ist das nicht möglich, so seien sie freizustellen. Den Arbeitgebern werde diese Maßnahme abgegolten.

Bei der Pressekonferenz wurde auch eine Frage bezüglich der Lebensmittelketten, die auch andere Sortimente vertreiben, gestellt. Leider ging Bundeskanzler Kurz auf den Punkt der Mischbetriebe überhaupt nicht ein, sondern verwies lediglich auf Aktivitäten der WKÖ in diesem Zusammenhang. Wann die Maßnahmen aufgehoben werden, wollte Kurz ebenfalls nicht sagen. Nur soviel: Der Handel soll vor den Schulen wieder geöffnet werden.

Kommentare (9)

  1. Anfangs ist ja gesagt worden, dass Masken nichts helfen und man diese alles Stunden tauschen müsste. War diese Behauptung nur dafür da, da es keine Masken gegeben hat.

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    1. Kontext verstehen und Aluhut absetzen:
      Es wurde immer gesagt dass die Masken nicht vor eine Infektion schützen. Sie gewährleisten aber dennoch einen gewissen Schutz um Andere nicht anzustecken.
      Die Maske dient also zum Schutz anderer und nicht um sich selbst zu infizieren.

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  2. Was ich aber nicht ganz verstehe..
    Vorher wurde uns gesagt das die Ärzte so gut wie keine Masken mehr haben.
    Dass sie so nicht mehr arbeiten könnten…. und jetzt bekommt jeder eine wenn er einkaufen geht.
    Wir sollen etwas verwenden was noch nicht mal haben.

  3. Solange wir diesen Feind nicht kennen und einschätzen können, ist jede Maßnahme richtig, die Menschenleben retten könnte. Und keiner kennt ihn, weder Mediziner noch Politiker.

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