Dienstag, 11. August 2020
68% der Beschäftigten wollen nicht mehr dauerhaft ins Büro

Corona-Krise offenbart Zug zum Home Office

Telekom | Dominik Schebach | 24.04.2020 | Bilder | |  
Rund zwei Drittel der befragten Beschäftigten in der DACH-Region wollen in Zukunft zumindest teilweise im Home Office arbeiten. Rund zwei Drittel der befragten Beschäftigten in der DACH-Region wollen in Zukunft zumindest teilweise im Home Office arbeiten. (© ESET) Die Corona-Krise wird auch unsere Arbeitswelt verändern. Die Ausgangsbeschränkungen der vergangenen Wochen mit dem erzwungenen Home Office haben die Arbeitnehmer offensichtlich auf den Geschmack gebracht. Wie eine Studie des europäischen IT-Sicherheitsdienstleisters ESET in der DACH-Region zeigt, wollen 68% der Befragten nicht mehr dauerhaft ins Büro.

In der DACH-Region arbeiten derzeit 41% der Beschäftigten von zu Hause aus, wie eine Online-Umfrage unter deutschsprachigen 2045 Personen von YouGov Anfang April gezeigt hat. Davon wurden fast 70% erst durch die aktuelle Situation ins Home-Office geschickt.Die Umfrage bildet die Grundlage der ESET Studie „Veränderung der Arbeitswelt durch Corona“, die im Auftrag des europäischen IT-Sicherheitsherstellers durchgeführt wurde. Dies hat auch Auswirkungen für die Zukunft, den 68% der Beschäftigten wünschen sich eine Lockerung der Anwesenheits-Regelungen. Sie wollen entweder mindestens einen Tag in der Woche von zu Hause arbeiten (29%), flexibel entscheiden können, ob sie im Heimbüro oder in der Dienststelle tätig sind (31%). 8% der Mitarbeiter können sich sogar ein Arbeitsleben ohne festen Arbeitsplatz im Firmengebäude vorstellen.

„Unternehmen, die vor Corona strikt gegen Home-Office waren, werden zukünftig umdenken und ihren Mitarbeitern flexible Arbeitsmodelle einräumen müssen. Nach gut einem Monat im Home-Office ist es an der Zeit, die Absicherung der Arbeitsplätze in den eigenen vier Wänden in den Fokus zu rücken. Hierbei ist ein sicherer Zugriff auf das Firmennetzwerk durch Multi-Faktor-Authentifizierung elementar“, so Holger Suhl, Country Manager DACH bei ESET.  „Die Corona-Krise hat die Digitalisierung in den Unternehmen beschleunigt und auch vielen Mitarbeitern ungewohnte Freiheiten in ihrer Arbeitswelt eingeräumt. Beim Thema IT-Sicherheit sehen wir bei Firmen noch einen gravierenden Nachholbedarf

Rüstzeug für das Arbeiten von zu Hause häufig nur unzureichend

Nur 27% der Befragten wurden von ihrem Arbeitgeber mit kompletter Technik und Verhaltensrichtlinien für die Arbeit im Home-Office ausgestattet. Ein Viertel hat keinen IT-Leitfaden bekommen, was es im Heimbüro zu beachten gilt. Überraschend: Rund 30% der Befragten haben entweder gar keine technische Ausstattung erhalten (16%) oder nutzen ihre privaten Geräte für berufliche Zwecke (14%).

„Es mussten von einem Tag auf den anderen Infrastrukturen geschaffen werden, die es Mitarbeitern erlauben, in den eigenen vier Wänden zu arbeiten. Improvisieren stand auf der Tagesordnung. Das gilt es, für die Zukunft auf stabile Füße zu stellen. Nicht einmal jeder Dritte hat für die Arbeit in den heimischen vier Wänden eine volle technische Ausstattung und IT-Richtlinien von seinem Arbeitgeber erhalten, 14% nutzen für berufliche Zwecke ihre privaten Geräte – nicht nur aus Sicht der Datensicherheit ein GAU“, erklärt Suhl.  „Gerade der Einsatz einer VPN-Software sowie einer Multi-Faktor-Authentifizierung ist essenziell, um die Zuverlässigkeit des Unternehmensnetzwerks sicherzustellen. Benutzername und Passwort reichen in dieser Situation bei weitem nicht mehr aus Mit Blick auf die Datensicherheit und die Sicherheit des Unternehmensnetzwerks ist das grob fahrlässig. Im Schadensfall ist es zweifelhaft, ob zum Beispiel eine Cyberversicherung hier einspringt.“

 

 

 

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