Dienstag, 11. August 2020
Wie Österreich die Wochen daheim online verbracht hat

Drei: Erstes Resümee zur Corona-Krise

Telekom | Dominik Schebach | 04.05.2020 | |  
Trionow geht davon aus, dass die Menschen und Unternehmen viele der neuen Möglichkeiten auch in Zukunft nutzen werden: Trionow geht davon aus, dass die Menschen und Unternehmen viele der neuen Möglichkeiten auch in Zukunft nutzen werden: "Wir sehen, dass viele wichtige Abstimmungen und Meetings oder auch der Weg zum Arzt erfolgreich und unproblematisch durch Telefon- und Videokonferenzen ersetzt werden konnte. Die eine oder andere Geschäftsreise, den einen oder anderen Arztbesuch kann man sich damit ersparen. Egal ob Homeoffice, regionale Onlineshopping-Angebote oder eLearning, ob Online-Kulturerlebnisse oder E-Sports-Events. Vieles davon wird bleiben." 

Mit der Öffnung aller Geschäfte hat Österreich einen weiteren Schritt zurück in die Normalität getan. Der Telekombetreiber Drei hat sich nach der Aufhebung der Bewegungseinschränkungen angesehen, wie die knapp sieben Wochen im Shutdown das Telekommunikationsverhalten und die Internetnutzung verändert haben. Das Ergebnis: Am Höhepunkt der Corona-Krise haben die Menschen um fast zwei Drittel mehr telefoniert und knapp 40%mehr Daten verbraucht. Mittlerweile hat sich die Situation wieder etwas normalisiert. Manch neue Gewohnheiten sind aber geblieben.

„Am deutlichsten sehen wir die Veränderung bei der Videotelefonie. Deren Nutzung hat sich mehr als verdreifacht. Eine der Hauptquellen der gestiegenen Internet-Nutzung war aber auch Online-Gaming. Im Vergleich dazu moderat zugelegt um etwa 21% hat bei unseren Kunden die Nutzung von Streaming-Diensten. Das zeigt aber nur, welche signifikante Rolle Streaming bereits vor der Krise in unserem Alltag eingenommen hat. Die Datenmengen, die auf Streaming zurückgehen, sind mittlerweile enorm.“, erklärte Drei CEO Jan Trionow. Sieht man sich die Veränderungen bei den Datenservices insgesamt an, dann hat Streaming um 21%, allgemeines Surfen im Web um 22 %, Filetransfers um 28 %, Messaging um 130%, Internettelefonie um 161%, Gaming um 173% und Videotelefonie um 232% zugenommen.

Derweil sorgte die Corona-Krise für einen Digitalisierungsschub bei Österreichs Unternehmen. Die großen Themen waren nach den Beobachtungen von Drei Online-Vertrieb, Telearbeit von zuhause, Videokonferenzen und sicheres Arbeiten auf Plattformen, im VPN oder in der Cloud. Auch hätten sich unzählige Kleinbetriebe in Österreich im regionalen Online-Handel neue Chancen gesucht. Wer noch keine Online-Bestell- und Zustellmöglichkeiten hatte, hat sie nach Ansicht von Trionow in den vergangenen Wochen gesucht und geschaffen.

Diese Digitalisierung lasse sich auch im Digitalisierungsindex für Österreich, den Drei 2017 gemeinsam mit der WKO und dem Beratungsunternehmen Arthur D. Little ins Leben gerufen hat, ablesen. Mit einem Durchschnittswert von 34% hatten die heimischen Unternehmen noch vor wenigen Monaten einen großen Aufholbedarf. „Schon jetzt lässt sich aber sagen: In allen Bereichen, von Housing und Hosting über die Vernetzung und Online-Security bis zur Kommunikation, haben unsere Kunden in kürzester Zeit massiv aufgerüstet„, so der Drei CEO.

Trionow geht davon aus, dass die Menschen und Unternehmen viele der neuen Möglichkeiten auch in Zukunft nutzen werden: „Wir sehen, dass viele wichtige Abstimmungen und Meetings oder auch der Weg zum Arzt erfolgreich und unproblematisch durch Telefon- und Videokonferenzen ersetzt werden konnte. Die eine oder andere Geschäftsreise, den einen oder anderen Arztbesuch kann man sich damit ersparen. Egal ob Homeoffice, regionale Onlineshopping-Angebote oder eLearning, ob Online-Kulturerlebnisse oder E-Sports-Events. Vieles davon wird bleiben.“

„Brauchen jeden Mitarbeiter“

Drastisch geändert hat sich die Arbeitswelt auch bei Drei. So arbeiten auch bei dem Betreiber seit 12. März bis vorerst Ende Mai fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice. Weiterhin vor Ort im Einsatz sind Techniker, die mit Optimierungsmaßnahmen dafür Sorge tragen, dass das Drei Netz trotz besonderer Belastung weiterhin die gewünschten Kapazitäten bietet, sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Drei Shops.

Auf Kurzarbeit hat Drei bisher verzichtet. „Wir sind Betreiber kritischer Infrastruktur. Österreich braucht uns jetzt, um in Verbindung zu bleiben. Daher brauchen wir auch jeden Mitarbeiter„, so Trionow.

Rund 50 Drei Shops in ganz Österreich waren über die gesamte Zeit für die Kundinnen und Kunden geöffnet. Alle übrigen Shop Mitarbeiter sowie Kollegen mit erhöhtem Risiko hat Drei in andere Unternehmensbereiche versetzt, wo sie jetzt dringend benötigt wurden. So haben viele mit ihrer Expertise von zuhause aus die Telefon-Hotline mitbetreut und so dazu beigetragen, dass die Servicequalität trotz vermehrter Kundenanfragen gewahrt bleibt. Die Nachfrage im Drei Webshop hat sich beinahe verdreifacht.

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