Donnerstag, 24. September 2020
Neuer Themenschwerpunkt von E&W und elektro.at

Auf der „Sonnenseite”

Photovoltaik Energiezukunft | Wolfgang Schalko | 18.05.2020 | Downloads | |  
Auf der neuen „Sonnenseite” finden Sie geballte Informationen rund um Photovoltaik und Erneuerbare Energie. Auf der neuen „Sonnenseite” finden Sie geballte Informationen rund um Photovoltaik und Erneuerbare Energie. Kürzlich wurde die „Sonnenseite” aus der Taufe gehoben. Dahinter verbirgt sich ein kombiniertes Angebot bestehend aus einem neuen Bereich im E&W Printmagazin sowie einer neuen Micro-Site auf elektro.at, das sich als Plattform für sämtliche Aspekte der Erneuerbaren Energien versteht.

Energiewende, Erneuerbaren-Ausbau und Elektro-Mobilität sind – mit besonderem Fokus auf die Photovoltaik – schon seit Längerem „Dauerthemen” in E&W und auf elektro.at. Waren diese Themen bereits vor der Corona-Krise im Rahmen der Klimawandel-Debatte (Stichwort: Fridays For Future) omnipräsent, so erhalten sie im Zuge der gerade diskutierten Post-Corona Konjunkturmaßnahmen zur Wiederankurbelung der Wirtschaft besondere Aktualität. Schließlich könnten damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Klimaschutz und Wirtschaftswachstum. Und beides unter maßgeblicher Beteiligung der Elektrobranche. Wichtiges und Wegweisendes aus der Welt der Erneuerbaren erfahren Sie daher ab sofort in unserer neuen Rubrik „Sonnenseite”.

Alles im Blick

In der E&W 5/2020 bereits die ersten gedruckten „Sonnenseiten” erschienen (leicht zu finden, da in auffälligem Orange gehalten und am Ende des Hintergrund-Teils platziert). Ebenfalls seit voriger Woche ist die „Sonnenseite” als eigener Bereich auf elektro.at online (erreichbar über den grünen „Sonnenseite”-Button oben rechts oder direkt via elektro.at/sonnenseite) und passend zum Inhalt in Grün gehalten.

Auf der „Sonnenseite” finden Sie – nomen est omen – in erster Linie Informationen aus der Photovoltaik, aber auch zukunftsträchtige Themen wie Stromspeicher, Elektromobilität, Energieffizienz, Infrarotheizungen oder andere nachhaltige Formen der Energieerzeugung und -nutzung sollen hier nicht zu kurz kommen. Zusätzlich zu aktuellen Berichten, Interviews, Positionspapieren, Innovationen, Herstellerinfos u.Ä. runden Stellengebote bzw -gesuche sowie Termine (Schulungen, Messeauftritte, etc) aus dem Bereich der Erneuerbaren Energie das Spektrum ab.

Und natürlich wird das neue Angebot auch bei unserer elektronischen Post berücksichtigt – mit entsprechenden Themen-Newslettern, die Sie in Zukunft regelmäßig und konzentriert mit spezifischen Inhalten aus diesem Bereich versorgen.

Exemplarisch

Die Bedeutung des Sektors Erneuerbare Energie wird uns – als Nation, als Gesellschaft und nicht zuletzt als Branche – laufend vor Augen geführt, wie jüngst etwa beim diesjährigen Tag der Erneuerbaren Energie (seit 25 Jahren weltweit am 25. April gefeiert) oder beim internationalen Tag der Sonne, der seit über 30 Jahren am 3. Mai gefeiert wird. Zu diesem Anlass präsentierte der Bundesverband PV Austria aktuelle Daten aus Österreich: 2019 war mit über 200 MWp das zweitstärkste PV-Zubaujahr; Ende 2019 machte die PV-Leistung in Österreich insgesamt ca. 1,64 MW aus, was dem Bedarf von 450.000 Haushalten bzw einem Anteil von knapp 3% am Gesamtstromaufkommen 2019 entspricht. Demgegenüber verdeutlicht ein Blick auf das Regierungsprogramm, laut dem der österreichische Stromverbrauch bis 2030 zu 100 Prozent durch Erneuerbare Energie aus dem Inland gedeckt werden soll, welches Potenzial dem Sektor innewohnt: Für dieses Ziel sind zusätzlich 27 TWh Strom aus Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie sowie Biomasse erforderlich, davon allein 11 GW PV-Leistung und damit einhergehend ein Investitionsvolumen von mind. 15 Mrd. Euro und 40.000 neue Arbeitsplätze.

In diese Kerbe schlägt auch ein momentan von vielen Seiten gefordertes „grünes” Konjunkturpaket, mit dem die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie abgefedert werden und das gesamte System klimafreundlicher und nachhaltiger gestaltet werden – also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden – sollen. Angedacht sind hier zahlreiche Maßnahmen, die den Ausbau des öffentlichen Verkehrs ebenso umfassen wie eine ökologisch orientierte Steuerreform, die Schaffung von Green Jobs, Investitionen in energieffiziente Gebäudesanierung oder eben den Ausbau Erneuerbarer Energien.

All das lässt sich auch wissenschaftlich untermauern – wie etwa durch eine kürzlich veröffentlichte, umfassende Studie von Oesterreichs Energie (der Interessensvertretung der heimischen E-Wirtschaft). Diese schafft eine Daten- und Diskussionsbasis für das österreichische PV-Potenzial und zeigt auf, dass sich bei den derzeitigen Rahmenbedingungen bis 2030 etwa weitere 4 TWh an Gebäuden (Dächer und Fassaden) in Österreich realisieren lassen. Alleine dafür müsste man also den aktuell erwarteten Ausbau von 250-350 MWp pro Jahr über die kommenden zehn Jahre auf etwa 400 MWp pro Jahr steigern. Daraus lässt sich ableiten, dass die Gebäude-PV ohne bedeutende Änderung der Rahmenbedingungen bei weitem nicht ausreichen wird, um die Ausbauziele zu erreichen. Die Potenziale im Bereich der Mehrparteihäuser sind mit max. 0,5 TWh überschaubar und auf Deponie- und Verkehrsflächen mit 0,3 TWh bzw. 1 TWh ebenfalls eher gering.

Daher wird in der Studie vorgeschlagen, die Nutzung von Freiflächen-PV von Beginn an miteinzubeziehen: Mindestens 5,7 TWh müssen so bis 2030 realisiert werden, was einer Fläche von etwa 91 km² entspricht (Zum Vergleich: Aktuell liegt die jährliche Versiegelung Österreichs bei etwa 43 km² pro Jahr). Allerdings ist Freiflächen-PV nicht 1:1 mit einer Versiegelung von Flächen gleichzusetzen, sodass sich die notwendige Fläche für photovoltaische Nutzung auf ca. 57 km² – und damit ziemlich genau der Fläche an Grünlandbrachen in Österreich – reduziert. Außderdem wird im dazugehörigen Positionspapier von Oesterreichs Energie detailliert beschreiben, welche Freiflächen für den Photovoltaik-Ausbau erschlossen werden sollen und welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, um die Ausbauziele erreichen zu können. Pflichtlektüre für Photovoltaiker und alle, die es werden – bzw einfach nur faktenbasiert mitreden – wollen!

Downloads
Studie PV-Potenzial in Österreich
Positionspapier Oesterreichs Energie

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