Mittwoch, 12. August 2020
GfK TEMAX Q1 2020

Minus 1,6 Prozent

Die Branche | Stefanie Bruckbauer | 19.05.2020 | |  
Das erste Quartal 2020 zeigte einen Rückgang von 1,6% bei technischen Gebrauchsgütern. (Grafik: GfK Temax) Das erste Quartal 2020 zeigte einen Rückgang von 1,6% bei technischen Gebrauchsgütern. (Grafik: GfK Temax) Laut GfK Temax zeigt der Markt für technische Konsumgüter in Österreich im ersten Quartal 2020 einen Rückgang von 1,6%. Mit Ausnahme von Telekom und IT verzeichneten alle Bereiche ein Umsatzminus. Man müsse allerdings berücksichtigen, dass mehr als die Hälfte der Handelstage im März von der Corona-Krise durch Geschäftsschließungen und weitere Maßnahmen beeinträchtigt wurde, wie GfK betont.

Das erste Quartal 2020 zeigt laut GfK Temax einen Rückgang bei den technischen Gebrauchsgütern von 1,6%. Vor allem bei Bürogeräten und Verbrauchsmaterialien gab es mit –12,9% den stärksten Rückgang. Aber auch die Unterhaltungselektronik, mit –10,3%, und der Foto-Bereich, mit -11,8%, zeigten ein deutliches Minus. Haushaltsgroß- und Kleingeräte sind mit jeweils –3,6%, bzw. -5,0% ebenfalls negativ im Vorjahresvergleich. Lediglich IT und Telekommunikation konnten das Vorjahr im Umsatz übertreffen. Der Telekom-Bereich wuchs in Q1 um +3,7%, während der IT-Sektor +4,3% zulegen konnte.

Detailblick

Unterhaltungselektronik: Durch die Herausforderungen der speziellen Situation im März, können sich in der Unterhaltungselektronik nur Untersegmente, wie zB. Fernseher mit sehr großen Bildschirmdiagonalen, oder Soundbars mit Subwoofer, positiv entwickeln.

Neben der allgemein schwierigen Entwicklung für den gesamten Sektor, zeigen Set-Top-Boxen und Auto-Navigationsgeräte einen überdurchschnittlich negativen Vorjahresvergleich in Q1.

Die UE erzielte in Q1/ 20 121 Millionen Euro Umsatz, also um 10,3% weniger, als in Q1/19.

Im Bereich Foto erzielten Wechselobjektive weiterhin positive Zuwachsraten, wie GfK sagt. Bei den Digitalkameras gab es hingegen deutliche Rückgänge im Umsatz.

Elektrogroßgeräte: „Die Auswirkungen der COVID-19 Krise sind in allen Kategorien sichtbar“, so GfK. Gefriergeräte und Weinlagerschränke (zwei kleine Kategorien) zeigen zum Teil erwartungsgemäß hohe Wachstumsraten. Geschirrspüler und Wäschetrockner hätten nur marginal an Umsatz verloren – „sie entwickeln sich damit deutlich besser als der Bereich total“, so GfK.

Weniger erfreulich ist: „Nicht nur kleine Kategorien wie Dampfgarer und Dunstabzugshauben verlieren stark an Umsatz, auch Waschmaschinen und Einbau-Kochfelder verlieren überproportional“, sagen die Experten.

Die Elektrokleingeräte zeigen eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Haarstyling Geräte weisen aufgrund hochpreisiger Innovationen das stärkste Wachstum auf, gefolgt von einem immer noch 2-stelligen Wachstum bei den Haarschneidern. Heißgetränkemaschinen wachsen im Umsatz vor allem durch sehr hochpreisige Einbaugeräte.

Viele Kategorien zeigen einen deutlichen Rückgang, wie GfK ausführt: „Den höchsten Wertverlust verzeichneten Fritteusen, gefolgt von Rasierern/Haarentfernung und Mundpflege. Die Gründe für den Rückgang liegen nicht nur im Shutdown, sondern auch in fehlenden Aktionen und einem Trend zu günstigeren Produkten.“

Die Telekommunikation schloss Q1 mit einem Plus von 3,7% ab. „Es wurden mehr als doppelt so viele Smartphones über 1000 Euro verkauft“, erläutert GfK. Auch In-Ear-Headsets performten mit einem erneut zweistelligen Wachstum gut. Einen stetigen Aufwärtstrend sieht GfK bei Core Wearables. Weiterhin verloren hätten hingegen einfache Mobiltelefone und Festnetztelefone.

Bei den Bürogeräten und Verbrauchsmaterialien (insgesamt -12,9%) zeigte sich in Q1 eine starke Nachfrage nach multifunktionalen Druckern (Tinte und Laser MFD). Auch Drucker mit integriertem Tintentanksystem (CISS) übertrafen den Markt deutlich, wie GfK sagt. Rückläufige Zahlen gab es hingegen bei Einzelfunktionsdruckern sowie bei Tintenpatronen und Laserpatronen.

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