Donnerstag, 16. Juli 2020
Smart Waste optimiert Abfallmanagement

Magenta präsentiert IoT-Gesamtlösung

Telekom | Dominik Schebach | 08.06.2020 | |  
Magenta (bzw davor T-Mobile) testet seit 2018 die Lösung gemeinsam mit den heimischen Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Saubermacher. Magenta (bzw davor T-Mobile) testet seit 2018 die Lösung gemeinsam mit den heimischen Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Saubermacher. "Mit Lösungen wie dem Smart Waste Collection Portal gelingt es, einen gesamten Arbeitsprozess effizienter und Ressourcen-schonender zu gestalten“, erklärt dazu Maria Zesch, CCO Business & Digitalization Magenta Telekom, hier bei der Präsentation der Saubermacher-Lösung im vergangenen Herbst. (© Saubermacher AG/APA-Fotoservice/Hörmandinger) Seit Jahren spricht die Branche über das Internet der Dinge bzw IoT. Was bisher gehlte hat, waren „schlüsselfertige“ Gesamtlösungen, mit denen man einzelne Einsatzbereiche abdecken konnte. Nun hat Magenta mit seiner Smart Waste Gesamtlösung so ein Paket aus Konnektivität, Hardware, Device Management und Business Intelligent aus einer Hand vorgestellt.

Die Wochen des Lockdowns haben den Wert einer dynamischen Planung bei der Entsorgung aufgezeigt: Österreichs Entsorger hatten in den vergangenen drei Monaten rund ein Drittel mehr Abfall bei Privathaushalten und beim Gewerbeabfall Einbrüche von 80% verzeichnet. Damit verändern sich praktisch über Nacht die Anforderungen an das Entsorgungssystem. Im Smart Waste Collection Portal von Magenta Business und dem IoT-Hardwarehersteller SLOC werden die Füllstände in Abfall-Containern verfolgt und die Routen der Entsorgungsfahrzeuge zur Entleerung der Tonnen selbstständig an die Erfordernisse angepasst.

„Ich freue mich, dass wir unseren Kunden eine Gesamtlösung von der Erfassung des Füllstands über die automatisierte Planung der Route bis zur Einsparung leerer Kilometer bieten können. Mit Lösungen wie dem Smart Waste Collection Portal gelingt es, einen gesamten Arbeitsprozess effizienter und Ressourcen-schonender zu gestalten“, so Maria Zesch, CCO Business & Digitalization Magenta Telekom. „An dem Beispiel der Müllentsorgung werden unter anderem Vorteile verdeutlicht, mit denen uns Digitalisierung den Alltag vereinfachen kann.“

Die Hightech-Sensoren der Firma SLOC messen mittels Ultraschall den Füllstand der Abfallbehälter und melden diesen an das Smart Collection Portal. Dieses stellt die Behälter und deren Füllstände transparent dar, erstellt, entsprechend der Füllstanddaten, eine dynamische Tour und überträgt diese direkt an das Endgerät des jeweiligen Entsorgungspartners. Das Mobile Order Management überträgt die generierte Tour auf ein Tablet im LKW, sodass die Tour nachfahrbar und der Fahrer mittels LKW Navigation direkt zu der verorteten Sammelinsel geführt wird. Die einzelnen zu entleerenden Behälter werden als Auftrag angezeigt und können bei der Entleerung mit Meldungen und Fotos (bei Abweichungen, Beschädigungen) versehen werden. Die Datenübertragung zwischen den Containern und dem Portal erfolgt über NarrowBand IoT.

Dieser Funkstandard zeichnet sich durch geringen Energieverbrauch, was eine lange Batterielaufzeit ermöglicht, eine hohe Anzahl von Geräten/Sensoren im Netz, sowie ein hohe Eindringtiefe aus, sodass auch vernetzte Mülltonnen im Müllraum hinter Stahlbeton ihre Füllstande melden können. Um smarte Lösungen, die nun mit NB-IoT möglich sind, auch international nützen zu können, baut die Deutsche Telekom das Netz laufend aus und schließt RoamingVereinbarungen mit Netzbetreibern wie Swisscom, Telia Company und Vodafone, für Länder in denen die Deutsche Telekom keinen Footprint hat, ab.

Magenta arbeitet sei 2018 an der Lösung. Damals stattete noch T-Mobile gemeinsam mit dem heimischen Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Saubermacher dessen Mülltonnen mit intelligenten Sensoren und Konnektivität aus, um die Müllentsorgung effizienter zu gestalten. In ausgewählten Testgebieten in Österreich wurde damit die Abholung bei entsprechender Befüllung automatisch veranlasst.

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